Sie haben sich schon immer gefragt, was ein „Come to Jesus Meeting” ist? Voilà, hier sehen Sie gleich eins… Es ist ein Versammlung – meist mit dem Chef – in dem Tacheles geredet wird, aber so richtig: Der Chef liest seinen Leuten die Leviten, wäscht ihnen den Kopf – ohne Schonwaschgang und Weichspüler, tadelt Fehlverhalten, stellt ein Ultimatum und droht mit personellen Konsequenzen. Eine Straf- und Bußpredigt eben. Damit gewinnt man zwar keine Beliebtheitswettbewerbe, es hilft aber bisweilen überroutinierte Mitarbeiter wachzurütteln.

Was ja zum Namen passt: Der Legende nach hat das Come to Jesus Meeting seinen Ursprung am Beginn des 19. Jahrhunderts in der Gegend von New Jersey, wo christliche Prediger in ihren Versammlungen den Leuten ihre Sündhaftigkeit und deren drastische Konsequenzen vor Augen führten – natürlich nicht ohne gleichzeitig zu erwähnen, dass jeder Vergebung empfangen kann, der umkehrt und sich zu Jesus bekennt.

In diesem Fall mimt Alec Baldwin ein Verkaufsass, das seinen phlegmatisch gewordenen Verkäufern den Marsch bläst. Eine phantastische schauspielerische Leistung, höchst amüsant und mit vielen Wahrheiten. Etwa wenn Baldwin die ABC- oder AIDA-Formel zitiert:

  • Attention Aufmerksamkeit erzeugen.
  • Interest Interesse wecken.
  • Desire Verlangen auslösen.
  • Action Abschluss herbeiführen.

Legendär aber ist der Satz, der in den USA schon an mancher Kaffeemaschine hängt: Coffee is for closers only. – Kaffee gibt es nur für Mitarbeiter, die auch Abschlüsse bringen…