In den letzten Monaten häufen sich die Stellenanzeigen für Community Manager spürbar. Fast könnte der Eindruck entstehen, einige Unternehmen seien aus einem Dornröschen-Schlaf aufgewacht und hätten die Bedeutung dieses Berufes erkannt. Fast. Denn ein Blick in die Stellenanzeigen zeigt, dass vielerorts haarsträubende Vorstellungen von den Aufgaben des Community Managers herrschen. So manches Unternehmen scheint das Stellenangebot des Social Media Managers zu recyceln, andere Firmen fassen beide Positionen gleich in einer zusammen. Doch der Community Manager ist für Unternehmen unverzichtbar.
Was für Social Media erfahrene Öffentlichkeitsarbeiter eine Selbstverständlichkeit ist, muss sich in vielen Firmen erst noch durchsetzen: Der Unterschied zwischen Social Media und Community Manager. Die Kurzfassung: Aufgabe des Social Media Managers ist es, die passenden Netzwerke und Themen für das Unternehmen zu finden. Er muss Social Media in die Kommunikationsstrategie des Unternehmens integrieren und potentielle Fans und Follower ansprechen und abholen.
Der Community Manager baut auf dieser Arbeit auf. Er ist für die direkte Kommunikation mit den Fans und Followern und deren Betreuung zuständig. Er ist Ansprechpartner für Lob, Kritik und Fragen. Er reagiert – idealerweise mit seinem Team – zeitnah auf Kommentare und sucht den Dialog mit den Fans.
Zwei Seiten einer Medaille
Die beiden Berufe ergänzen sich also wunderbar. Eine Frage höre ich nach dieser Erklärung jedoch extrem häufig: Kann denn nicht ein Mitarbeiter beide Jobs machen? Zugegeben, die Frage wird vor allem von mittelständischen Unternehmen gestellt, die ihre ersten Schritte in den Social Media machen. Meine Antwort: Zu Beginn mag das funktionieren, doch mit wachsender Reichweite und nachhaltigem Erfolg in den Social Media brauchen Sie zwingend einen Community Manager.
Der Grund ist einfach: Ein guter Social Media Manager legt seinen Schwerpunkt nicht primär auf eine möglichst große, sondern auch eine engagierte Fan-Basis. 10.000 Fans, die lediglich “Gefällt mir” klicken, schaffen keinen großen Mehrwert für das Unternehmen. 4.000 aktive Fans, die auf ihren privaten Blogs über das Unternehmen schreiben, sich mit Kommentaren beteiligen, Beiträge teilen und empfehlen, schaffen jedoch eine enorme Reichweite und bilden die Grundlage für eine hervorragende Reputation.
Engagement muss gepflegt werden
Eine so aktive und lebendige Community ist ein beachtenswerter Erfolg und schafft Reichweite. Sie bringt jedoch auch jede Menge Arbeit mit sich. Engagement lässt sich nur aufrecht erhalten, wenn darauf eingegangen wird und die Fans merken, dass das Unternehmen ihnen wirklich zuhört. Ein wertschätzender, respektvoller und menschlicher Umgang sowie die zeitnahe Reaktion auf Fragen und Beiträge bilden die Grundlage für eine funktionierende Community. Auch eher unangenehme Aufgaben, wie beispielsweise die konsequente Moderation von Diskussionen und die Löschung von Troll-Kommentaren, fallen dem Community Manager zu.
Diese Aufgaben erfordern Zeit und Einsatz und lassen sich nicht mit der – ebenfalls umfangreichen – Tätigkeit eines Social Media Managers vereinbaren. Sparmaßnahmen in diesem Bereich schaden – über kurz oder lang – sowohl der Reputation des Unternehmens als auch der Community. Daher ist der Community Manager – für in den Social Media aktive Unternehmen -unverzichtbar.
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Silke_S
Die Trennung ist schwierig. Es geht immer um Engagement, Interaktion und Content.
Zudem: Ein guter Community Manager kann sehr einfach Social Media Management betreiben – andersrum ist es meist schwierig.
Christian Mueller
Hallo Silke,
ja, die Trennung kann schwierig sein, deshalb müssen Community und Social Media Manager eng zusammenarbeiten. Ich denke, beide können Die Aufgaben des anderen von den Fähigkeiten her übernehmen. Nur: Zeitlich und vom Arbeitsumfang her ist das bei einer großen bzw. aktiven Community nicht möglich.
Gruß,
Christian
Hans
Moin Silke,
so schnell sieht man sich wieder :)
#insidergag
Oder auch: https://twitter.com/#ccb12
Sonnige Grüße aus Berlin.
- Hans Steup
Hans
Auch wenn’s die mitlesenden Teilnehmer des #ccb12 langsam nervt, erlaube ich mir nochmals den Hinweis auf: http://karrierebibel.de/tursteher-oder-warum-strikteres-community-management-immer-wichtiger-wird
- Hans Steup, Berlin
PS;: Hoffe, Ihr seid alle wieder gut zuhause angekommen
Silke_S
Hi Hans :-)
Hi Christian,
ja, das sehe ich auch so: Das Feld ist so breit und es werden bei großen Konzernen doch auch schnell unterschiedliche Skills erforderlich. Die Zusammenarbeit sollte eng sein, genau wie mit Marketing, PR, Produkt und Kundendienst.
Vor diesem Hintergrund:
Erschreckend, wie viele Unternehmen immer noch Praktikanten für solche Aufgaben einsetzen.
Christian Mueller
Hallo Silke,
der Einsatz von Praktikanten erschreckt mich auch immer wieder. Viel bedenklicher finde ich jedoch, dass manche Social Media Manager völlig abgekoppelt von den anderen PR und Kommunikationsmitarbeitern der Unternehmen arbeiten.
Dabei ist Social Media nur ein Teil der Kommunikationsstrategie.
Gruß,
Christian
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