Content Strategie
Das Thema Content Marketing erfreut sich gerade großer Beliebtheit - als Buzzword. Vor allem Agenturen heizen den Hype darum an. Das verstehe ich. Es ist ein einträgliches Geschäft, das wenig Arbeit macht und sich zur Not von billigen Praktikanten erledigen lässt. Und natürlich stimmt es auch, dass selbst der beste Content gelegentlich einen Push braucht. Insbesondere, wenn Marke oder Kanal noch unbekannt sind. Trotzdem bin ich kein Freund dieses Begriffs. Im Gegenteil: Ich finde ihn falsch und irreführend. Genau genommen ist es sogar Bullshit - alter Wein von denselben Flaschen wie eh und je...

Kunden ködern durch Content Marketing

Oft geht es dabei lediglich um reine Marken-Inszenierung. Durch geschicktes Marketing sollen Kunden geködert werden - alles so wie immer. überhaupt nichts Neues. Schlimmer noch: Eine solche Strategie offenbart, dass trotz Social Media überhaupt kein Umdenken bei den Absendern stattgefunden hat. Der Kunde und dessen Bedürfnisse sind auch weiterhin egal, solange er nur am Haken zappelt. Na, Danke!

Deshalb braucht es dringend ein Umdenken. Weg von reiner Reichweite und Inszenierung, hin zu einer echten Content Strategie, die die eigenen Botschaften mit den Bedürfnissen der Zielgruppe abgleicht und für diese einen echten Mehrwert zu schaffen – oder wie Fachleute sagen: Relevanz und Interessanz erzeugt...

Slideshare-Content-Marketing

Es heißt zwar, der Köder muss dem Fisch schmecken. Doch Unternehmen, die Inhalte im Netz verbreiten, sollten ihre Zielgruppe eben nicht ködern. Welcher Fisch will schon das Gefühl haben, am Ende an irgendeiner Angel oder in irgendeinem Netz zu zappeln? Die Kunden sind es, die Nahrung suchen und dabei nach einer möglichst leckeren Mahlzeit suchen.

Um im Bild zu bleiben: Unternehmen sollten also nicht Fast Food produzieren und dafür umso mehr Werbung machen, sondern lieber ein richtig gesunde und sättigende Mahlzeit kochen - und allenfalls dafür sorgen, dass sich dieses Angebot herumspricht. Dann ist der Laden im Nu voll - und die Mundpropaganda läuft praktisch von selbst.

Oder kurz:

Es geht im Social Web nicht um mehr besseren Content oder regelmäßige Updates - es geht um Mehrwert, Nutzwert und Substanz.