Wer beim Vorstellungsgespräch eine zu coole Fassade aufsetzt, bekommt keinen Job. Das ist das Ergebnis einer Studie von Jane Richards von der Universität von Texas. Das Vorurteil dahinter: So genannten Gefühlsunterdrückern mangelt es an Empathie. Entsprechend könnten sie in einer belastenden Situation schlechter auf ihre Gesprächspartner eingehen oder reagieren verzögert.
Auch sonst tun sich Bewerber keinen Gefallen, wenn sie ihre Gefühle verstecken. Denn Selbstbeherrschung – auch das wies die Wissenschaftlerin nach – kostet so viel Kraft, dass das Erinnerungsvermögen darunter leidet: Gefühlsunterdrücker können sich deutlich schlechter an Details aus stattgefundenen Gesprächen erinnern. Richards’ Erklärung: Wer cool sein will, ist so stark damit beschäftigt, über sein eigenes Verhalten, dessen Wirkung und Kontrolle im Gespräch nachzudenken, dass seine weiteren Hirnkapazitäten eingeschränkt sind. Allerdings heißt das nun nicht, dass man seinen Gefühlen stets freien Lauf lassen sollte. Dosierte Emotionsregulierung hat durchaus Vorteile: Wer sich zum Beispiel vor einem Vorstellungsgespräch klar macht, dass er dort letztlich nichts zu verlieren hat, wertet den Termin positiv und schöpft so sein volles Leistungspotenzial aus.
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Nicole
Sehr interessant – ist übrigens gerade mein allererster blogeintrag – dem kann ich nur mit einem “ja genau?!” zustimmen. wollte einen job, habe alles gegeben, job bekommen! ich war wie ich bin. das gespräch war herzlich offen. habe mich voller begeisterung “ins zeug gelegt”. frei aus dem bauch raus erzählt. manchmal fast, hm, unverfroren direkt. und neugierig. meine gegenfragen wurden – tatsächlich – beantwortet. man will sich ja kennenlernen.
ich kann nur bestätigen, und empfehlen, sich selbst zu sein. willst du einen job, gib alles, so wie du bist. du kannst nur gewinnen. und man lernt sich selbst wieder ein bisschen besser kennen.
für interessierte; war für eine stelle als verantwortliche kommunikation und werbung.
Jochen Mai
danke für den ausführlichen kommentar. ich kann das nur unterstreichen. aufrichtig sein, gute rückfragen stellen, selbstbewusst auftreten – das kommt (fast) immer an.