Auch wenn es nach wie vor noch deutlich mehr Facebook-Fanpages als Corporate Blogs gibt, scheinen doch immer mehr Unternehmen den Wert und das Potenzial eines eigenen Blogs erkannt zu haben. Diese Entwicklung ist grundsätzlich zwar erfreulich, bringt für die Mitarbeiter der Social Media Teams jedoch auch jede Menge Arbeit mit sich. Ein Corporate Blog regelmäßig mit lesenswerten und informativen Inhalten zu versorgen kann durchaus eine Herausforderung darstellen. Das beginnt bereits beim technischen Verständnis der Redakteure und Autoren für das Content-Management- (CMS) oder Blog-System und endet bei der Erstellung des Redaktionsplans. Dieser erfordert – zumindest zu Beginn – doch einigen Aufwand, denn mit der Zuordnung von möglicherweise interessanten Themen zu spezifischen Wochentagen ist es längst nicht getan. Hier gilt es einiges zu beachten.

Im Folgenden haben wir für Sie 15 Tipps zusammengestellt, die Ihnen bei der Gestaltung Ihres Redaktionsplans nützlich sein können. Diese sind natürlich nicht in jeder Situation und jedem Unternehmen eins zu eins umsetzbar, stellen jedoch einen guten Ausgangspunkt für die individuelle Planung dar. Und wie immer freuen wir uns, wenn Sie der Liste Ihre Erfahrungen und Tipps in den Kommentare hinzufügen.

15 Tipps für Ihren Redaktionsplan

  1. Koordination – Stimmen Sie die Blog-Themen unbedingt mit Beiträgen in den sozialen Netzwerken ab. Thematische Ähnlichkeiten und Überschneidungen können so entweder vermieden oder optimal genutzt werden.
  2. Frequenz – Legen Sie gleich zu Beginn eine Mindest-Frequenz für Blog-Beiträge fest. Ein bis zwei Artikel pro Wochen sollten auf jeden Fall erscheinen.
  3. Tools – Stellen Sie sicher, dass alle Redakteure und Autoren sowohl mit dem Blog-System und dem CMS, als auch den Tools für die Redaktionsplanung problemlos zurechtkommen.
  4. Deadlines – Legen Sie im Redaktionsplan klare Deadlines und Zeitpunkte fest. Planen Sie dabei zwischen Artikel-Abgabe und Veröffentlichung auf jeden Fall Zeit fürs Redigieren ein.
  5. Aufgaben – Ordnen Sie die Aufgaben und Artikel im Redaktionsplan klar bestimmten Autoren zu. Nur so lassen sich Missverständnisse und thematische Kollisionen vermeiden.
  6. Teamzusammensetzung – Achten Sie darauf, den Redaktionsplan nicht mit einem zu großen Team zu erstellen. Zu viele Personen ziehen Redaktionskonferenzen oft nur unnötig in die Länge.
  7. Meeting – Erstellen Sie den Redaktionsplan – wenn irgend möglich – idealerweise im persönlichen Gespräch, beispielsweise im Rahmen eines Meetings. Das ist oft effizienter als der Einsatz verschiedener Tools.
  8. Flexibilität – Ein Redaktionsplan ist wichtig, doch noch wichtiger sind eine gewisse Flexibilität und Anpassbarkeit. Bedeutet konkret: Ergeben sich aktuelle Themen, sollten Sie in der Lage sein, den bestehenden Redaktionsplan zu ändern und an die neue Situation anzupassen.
  9. Zeitraum – Idealerweise haben Sie zwei Redaktionsplänen: Die kurz- und mittelfristig ausgelegte Version beinhaltet konkrete Artikel und deren Veröffentlichungsdaten. In der langfristig ausgelegten Version legen Sie Themenschwerpunkte für den Zeitraum danach fest.
  10. Prozess – Auch wenn es bürokratisch klingen mag: Definieren Sie den Prozess der Redaktionsplan-Erstellung idealerweise schriftlich. So können sich auch neue Mitarbeiter schnell einarbeiten und Fragen mit geringen Zeitaufwand geklärt werden.
  11. Kommunikation – Ein guter Redaktionsplan ist immer Teamarbeit. Stellen Sie daher bitte sicher, dass die Teammitglieder problemlos miteinander in den Phasen der Ideen-Findung und -Abstimmung kommunizieren können.
  12. Reflexion – Lassen Sie ab und an auch fachfremde Kollegen einen Blick auf Ihre Themen und den Redaktionsplan werfen. Oft kann unvoreingenommenes Feedback neue Themenrichtungen eröffnen, auf die Kommunikationsprofis gar nicht kommen würden.
  13. Zugang – Für eine reibungslose Zusammenarbeit und Erstellung des Redaktionsplans sind natürlich auch die technischen Voraussetzungen wichtig. So banal es klingen mag: Stellen Sie sicher, dass alle Redakteure und Autoren auf den Redaktionsplan zugreifen können. Das kann bei der IT-Infrastruktur mancher Unternehmen durchaus eine Herausforderung sein.
  14. Plan B – Dieser Punkt basiert auf dem Spruch: Kein Plan überlebt den Kontakt mit der Realität. Krankheitsausfälle, Shitstorms, Kommunikationskrisen und andere Katastrophen können jeden noch so guten Redaktionsplan schnell obsolet machen. Daher sollten Sie immer einen Minimal-Plan vorbereiten. Für alle Fälle.
  15. Evaluation – Okay, in dieser Liste waren jetzt wirklich schon zahlreiche bekannte Sprüche drin, doch einen habe ich zum Abschluss noch ausgegraben: Das Bessere ist der Feind des Guten. Ganz im Sinne dieses Mottos sollten Sie den Prozess und die Abläufe, die zur Entstehung des Redaktionsplans führen, regelmäßig kritisch unter die Lupe nehmen. Kleine Verbesserungen sind fast immer möglich und erleichtern allen Mitarbeitern die Arbeit.