“Social Media is going corporate” lautet der Titel der folgenden Infografik, was ein bisschen so klingt, als sei das noch eine Nachricht. Die Zahlen sprechen für sich. Und es ist nicht die Frage, ob Unternehmen Social Media zunehmend für sich nutzen – sondern wie und in welchem Umfang. Weil wir schon so oft darüber geschrieben haben, möchte ich diesmal einen anderen Aspekt diskutieren: Warum denken alle dabei immer nur sofort an Facebook oder Twitter – und so wenige an Blogs?

Blogs bieten so viel mehr Vorteile gegenüber den üblichen Netzwerken: Dort sind Unternehmen im Design und Layout völlig frei. Von dort lassen sich Inhalte in alle anderen Social Networks teilen (versuchen Sie mal ein Facebook-Posting auf Google+ zu teilen oder auf Pinterest zu pinnen!). Umgekehrt lassen sich in Blogs alle Inhalte und Tools einbinden: Zitate, Tweets, Videos, Slideshows, Umfragen, … Sie können dort Ihre eigenen AGBs und Regeln machen (insbesondere was Gewinnspiele anbelangt) und Ihre Artikel können beliebig lang sein oder beliebig viele Fotos enthalten. Und das Beste: Blogger sind starke Influencer.

Natürlich kostet der Aufbau eines Corporate Blogs Zeit, Mühe, Ausdauer und ein gutes Redaktionsteam sowie einen guten Themenplan. Das gilt für die anderen Kanäle aber auch: Lesenswerte Inhalte, ein Team und Programm brauchen Sie dort genauso.

Sicher, als leidenschaftliche Blogger sind wir in dieser Frage befangen. Aber es gibt eben auch gute Argumente dafür. Nicht zuletzt das wichtigste von allen: Ein Blog ist wie ein Eigenheim, in anderen Netzwerken hingegen bleiben Sie nur Untermieter. Oder sehen Sie das anders?