Business Netzwerke wie Xing oder LinkedIn sind bei den Onlinern beliebt, aber nicht ungefährlich, wie jetzt die Stiftung Warentest feststellt. Als die die Datensicherheit der Netzwerke prüfen wollte, verweigerten sich einige der Sozialen Netzwerke gar dem Test. Die Gesamtbewertung kommt dennoch zu denkwürdigen Ergebnissen: Viele der Netze weisen in puncto Datenschutz “deutliche” wenn nicht gar wie im Fall von LinkedIn “erhebliche” Mängel auf. Die Abwertung ist aber nur zum Teil auf die fehlende Transparenz zurückzuführen, die anhand der nicht gegebenen Einwilligung zum Test festgestellt wurde. Das Strafgesetzbuch verbietet im sogenannten Hackerparagraph (§ 202c) das Ausspähen vom fremden Daten, dadurch wäre der Test ohne die vorherige Zustimmung der Community-Betreiber ein Straftatbestand.

Gerade Netzwerke, in denen empfindliche Daten wie der Lebenslauf inklusive beruflichem Werdegang und teilweise sogar die Geschäfts- und Privatadresse hinterlegt sind, enttäuschen an der Stelle bitter. Über acht Millionen Menschen weltweit haben einen Account bei Xing, davon sogar mehr als 600.000 einen kostenpflichten Premium-Account von rund 6 Euro im Monat. Für ein Netzwerk mit dem Testat “deutliche Mängel” vielleicht zu viel.

Ein paar Details aus dem Test

Netzwerk Umgang mit Nutzerdaten Datensicherheit AGB-Qualität:
Xing Prüfung verweigert
LinkedIn Prüfung verweigert

Schwacher Trost: Die Plattformen Facebook und Myspace sind glatt durchgefallen.

PS. Das Blog SuXess24 hat übrigens noch ein 5-minütiges Gespräch mit Gunnar Schwan, dem Projektleiter bei der Stiftung Warentest, als Podcast veröffentlicht.