Zugegeben, das Ergebnis der Studie gehört jetzt nicht gerade zur Disziplin der Raketenwissenschaften. Trotzdem ist es nützlich, sich bewusst zu machen, was beim sprichwörtlichen ersten Eindruck passiert, beziehungsweise auf was sich dessen Wirkung reduzieren lässt.

Susan Fiske von der Princeton-Universität jedenfalls fand bei ihren schon etwas älteren Untersuchungen heraus: Wenn sich zwei fremde Menschen das erste Mal begegnen, dann fragen sie sich insgeheim (und vielleicht auch nur unbewusst) exakt zwei Fragen:

  • Wie warmherzig ist dieser Mensch? Natürlich ist die Frage etwas komlexer, als sie sich anhört. Dazu gehört etwa auch die Einschätzung, wie freundlich, hilfsbereit, sozial und vertrauenswürdig die Person ist.
  • Wie kompetent ist dieser Mensch? Dabei wird im Kern und binnen Sekunden beurteilt, wie intelligent, clever, kreativ und nützlich der neue Kontakt sein könnte.

Gewiss, die Erkenntnis dürfte Sie jetzt nicht vom Hocker hauen. Das Besondere an Fiskes Studie ist allerdings: Sie untersuchte das Phänomen des ersten Eindrucks über mehrere unterschiedliche Kulturen, Anlässe und persönliche Situationen hinweg – trotzdem ließ sich die erste Einschätzung, das erste Kennenlernen jedes Mal auf diese beiden Fragen reduzieren – etwas salopper formuliert:

  • Ist das ein guter Menschen?
  • Und kann der Typ mir vielleicht mal helfen?

Apropos: Abgesehen davon, auf was achten Sie bei einem Erstkontakt am meisten?