8 von Jochen Mai am 28. Oktober 2007 → Studie in Reputation

Der Ruf im Netz – Was Manager und Personaler dazu sagen

lupeDas Internet nimmt immer größeren Einfluss auf den beruflichen Erfolg. Egal ob Manager oder Mitarbeiter: Alle müssen ihre Online-Präsenz zunehmend aktiver gestalten, um ihre Karrierechancen zu verbessern. Dies ergaben jetzt gleich zwei Befragung, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) und die LAB Personalberatung in Düsseldorf exklusiv für die WirtschaftsWoche durchführten (siehe Details unten).

Dass die Online-Reputation keinesfalls ein Berufseinsteigerthema ist, zeigt vor die BDU-Befragung ganz deutlich: Für die obere Managementebene schätzen 64 Prozent der Personalberater Informationen im Internet als sehr wichtig bis wichtig ein, bei den mittleren und unteren Führungskräften sind es immer noch 61 Prozent. 81 Prozent der Headhunter sind der Meinung, dass Manager heute durch eine geeignete Online-Präsenz ihr Image aktiv gestalten sollten, etwa durch Fachbeiträge in Online-Medien (81 Prozent) oder Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken (gut drei Viertel der Befragten). Von eigenen Manager-Blogs oder Manager-Webseiten halten die Personalberater allerdings weniger: 90 Prozent beziehungsweise 83 Prozent sehen darin nicht gerade die beste Form, sich selbst darzustellen. Den meisten fehlt aber auch die Erfahrung mit dieser Mediengattung. Hier die beiden Umfragen im Überblick:

Was Personalberater über den digitalen Ruf sagen

„Ich nutze das Internet regelmäßig, um Lebensläufe, Freizeitaktivitäten, die fachliche sowie persönliche Eignung von Bewerbern zu prüfen.“
(Angaben in Prozent, Veränderungen in Prozentpunkten)

2006 2007 Veränderung
Ja 28 34 +6
Nein 72 66 -6

„Ich nutze das Internet dazu in den vergangenen Jahren immer häufiger.“

2006 2007 Veränderung
Ja 69 76 +7
Nein 31 24 -7

„Aufgrund der Recherchen flogen Kandidaten aus dem Auswahlprozess.“

2006 2007 Veränderung
Ja 34 57 +23
Nein 66 43 -23

„Manager sollten ihr Image im Internet aktiv mitgestalten.“

Ja 81
Nein 19

Quelle: BDU, 269 befragte Führungskräfte aus Personalberatungen

Was Manager über den digitalen Ruf sagen

„Was über mich im Internet steht, recherchiere ich…“
(Alle Angaben in Prozent)

…regelmäßig 25,6
…gelegentlich 55,6
…noch nicht, aber künftig 10,0
…gar nicht, kein Bedarf 8,8

„Mein Online-Reputation ist mir…“

…sehr wichtig 28,8
…wichtig 47,2
…egal 15,2
…völlig unwichtig 9,2

„Meinen Internet-Ruf gestalte ich aktiv mit, und zwar…“

…regelmäßig 14,4
…gelegentlich 29,2
…noch nicht, aber künftig 19,6
…gar nicht, kein Bedarf 36,8

„Die Bedeutung der Online-Reputation wird künftig…“

…stark zunehmen 59,2
…leicht zunehmen 33,6
…gleich bleiben 6,8
…eher abnehmen 0,4

Quelle: LAB Managerpanel, 250 befragte Manager der 1. bis 3. Führungsebene

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1. Kommentar

Corinna
28.10.07 um 20:20 Uhr

Wenn man das so liest fragt man sich ja schon wo das alles hinführt. Einerseits soll man sich im Internet darstellen, damit die Leute das richtige finden andererseits will ich gar nicht das die so viel über mich finden. Mich würde mal interessieren wo das richtige Maß liegt.

2. Kommentar

Thorsten zur Jacobsmühlen
29.10.07 um 09:43 Uhr

Es zeigt sich hier wieder einmal, das sich das wahre Leben im Netz widerspiegelt. So war und ist, die richtige Selbstdarstellung immer schon der Schlüsselfaktor für den eigenen Karriereweg. Frei nach dem – freilich schon etwas abgegriffenen – Motto: Tue Gutes und sprich darüber.

Egal ob Personalberater oder HR Manager den Kandidaten googeln oder die Mitarbeiter dies mit Ihrem neuen Vorgesetzten praktizieren. Alles wird zunehmend transparenter. Unter dem Gesichtspunkt, wird die eigene Reputation im Net immer wichtiger.

Das Personalberater (ich bin selber einer), spezielle Mangerblogs oder Netzwerke nicht geeignet finden ist logisch: Ihnen/Uns ist dort nämlich meist der Zutritt verwährt.

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