Die 7 Emotionen jedes Vorstellungsgesprächs
Die Jobsuche ist emotional. Wir stecken all unsere Hoffnungen hinein, den passenden Job zu finden, der uns Spaß macht, beruflich weiterbringt, ausfüllt, mit netten Kollegen zusammenbringt und natürlich finanzielle Sicherheit verspricht. Je länger die die Bewerbungsphase sich hinzieht, desto anstrengender und belastender kann diese werden. Ein Vorstellungsgespräch hebt die Emotionen noch einmal auf ein ganz anderes Level. In kurzer Zeit durchlaufen Bewerber ein Wechselbad der Gefühle, man kaum noch weiß, wo einem der Kopf steht. Wir stellen Ihnen die sieben Emotionen vor, die zu jedem Vorstellungsgespräch dazugehören und zeigen, wie Sie diese am besten für sich nutzen können...

7 Emotionen, die zu jedem Vorstellungsgespräch gehören

Pressmaster/shutterstock.comRund um das Vorstellungsgespräch erleben die meisten Bewerber ein breites Spektrum der Emotionen. Von himmelhochjauchzend bis zur totalen Demotivation und Verzweiflung ist nahezu alles vertreten. Die negativen Gefühle machen vielen Kandidaten zu schaffen, doch die Wahrheit ist: Jede der Emotionen wird durch einen guten Grund ausgelöst und kann einen wichtigen Zweck für das Vorstellungsgespräch erfüllen. Mit diesen sieben Emotionen werden Sie vor, während und nach jedem Vorstellungsgespräch umgehen müssen:

  1. Immense Aufregung

    Lange bevor das eigentliche Vorstellungsgespräch stattfindet, werden Bewerber mit der ersten Emotion konfrontiert. Auslöser ist entweder ein Brief des Wunscharbeitgebers oder sogar ein Anruf des Personalers. Endlich gibt es die lang ersehnte Antwort, ob die Bewerbung erfolgreich war und beim Arbeitgeber überzeugen konnte.

    Die Aufregung an diesem Punkt zeigt Ihnen bereits, ob Sie den Job wirklich haben wollen. Je größer die innere Anspannung, wenn Sie die Einladung zum Gespräch erhalten, desto mehr wünschen Sie sich, den Job zu bekommen. Andersherum gilt aber auch: Sehen Sie der Antwort eher gleichgültig entgegen, sollten Sie sich fragen, ob Sie den Job überhaupt machen wollen.

  2. Unbändige Freude

    Unzählige Bewerbungen, ewiges Recherchieren und viele Absagen sind erst einmal vergessen, wenn es endlich geklappt hat und ein Termin für das Vorstellungsgespräch feststeht. (Vor-)Freude überstrahlt für den Moment alles andere.

    Eine Emotion, die Sie sich verdient haben und die als Lohn für eine anstrengende Jobsuche und Bewerbungsphase ist. Schöpfen Sie aus der Freude die Kraft, die Sie für den weiteren Verlauf brauchen werden, um sich den neuen Job zu sichern.

  3. Zunehmende Selbstzweifel

    Ist die Freude verflogen, kommen die Selbstzweifel schneller, als einem lieb ist. War man anfangs noch überzeugt, den Job so gut wie sicher zu haben, trifft nun die Erkenntnis wie ein Schlag, dass es noch ein weiter Weg ist, garniert mit pessimistischen Gedanken, dass man es ohnehin nicht schaffen kann und am Ende eine Absage erhält.

    Leider müssen Sie auch durch diese negative Phase, die Ihnen aber auch zeigt, dass Sie sich nicht zu sicher sein dürfen. Die Chancen im Vorstellungsgespräch stehen gut, doch die Zweifel erinnern Sie daran, dass noch Arbeit vor Ihnen liegt - was gleich zur nächsten Emotion führt.

  4. Vertiefte Konzentration

    Mit dem Ziel vor Augen, die eigenen Chancen so gut wie möglich zu nutzen und die aufsteigenden Zweifel zu bekämpfen, stürzen sich Bewerber in eine detaillierte Vorbereitung. Branche, Arbeitgeber, mögliche Aufgaben - möglichst viele Informationen werden gesammelt, um sich selbst zu beruhigen und im folgenden Gespräch den bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen.

  5. Ausgewachsene Panik

    Mit jedem Tag, den das Vorstellungsgespräch näher rückt, steigt auch die Nervosität und wandelt sich zunehmend in ausgewachsene Panik. Schon der Gedanke an das Interview mit dem Personaler kann ausreichen, um verschwitzte Hände hervorzurufen und den Puls zu beschleunigen.

    Eine besonderes unangenehmen Emotion, die Bewerbern Angst macht, während des Gesprächs zu patzen. Doch eigentlich sorgt Sie - wenn die Panik nicht ausartet - für das genaue Gegenteil. Die Nervosität sorgt dafür, dass die volle Aufmerksamkeit auf das anstehende Gespräch gerichtet wird.

  6. Befreiende Erleichterung

    Sobald der erste Schritt aus dem Firmengebäude des potenziellen Arbeitgebers getan ist, fällt eine große Last von den Schultern ab. Die Anspannung der letzten Wochen und Tage löst sich und es entsteht ein Hochgefühl, das der Freude nach dem Erhalt der Einladung nahe kommt.

    Genießen Sie dieses Gefühl und gönnen Sie sich die Zeit, um sich über das zu freuen, was Sie erreicht haben - egal ob es am Ende mit dem Job klappt.

  7. Ungeduldiger Frust

    Leider wird aus der Erleichterung nach einiger Zeit Frust, wenn die erhoffte schnelle Rückmeldung des Personalers ausbleibt. Täglich wartet man auf den Anruf oder die Nachricht mit der frohen Kunde.

    Nehmen Sie Ihre Ungeduld als Anlass, um nach einiger Zeit freundlich nachzufassen. Dabei sollten Sie nicht Ihren Frust am Personaler auslassen, sondern sich vielmehr noch einmal positiv in Erinnerung rufen.

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