Die 9 besten Jobs im Freien
Die besten Jobs im Freien: Sattes Grün, blauer Himmel und eine frische Brise um die Nase. Was könnte es Schöneres geben, als draußen im Freien zu sein - den ganzen Tag, jeden Tag? Und ja, es gibt Berufe, mit denen sich dieser Traum in die Tat umsetzen lässt. Karrierebibel zeigt Ihnen die 9 besten Jobs im Freien ...

Ab nach draußen!

Ein gemütlicher Bürojob - nicht für jedermann die große Erfüllung. Auf der anderen Seite ist das Angebot an Outdoor-Jobs nicht gerade gigantisch. Der Förster fällt einem spontan ein. Auch Fotografen gehen ihrer Profession gerne im Freien nach. Manchmal auch Kammerjäger (trotz des Namens). Oder Erzieher, wenn sie mit den Kindern nach draußen marschieren.

Vor allem handwerkliche Berufe sind für all die geeignet, die nicht zum Bürohengst geboren wurden ...

  • Dachdecker
  • Maurer
  • Gärtner
  • Gerüstbauer
  • Fassadenreiniger

Abgesehen davon wird es eng, oder etwa nicht? Nein, nicht wirklich. Karrierebibel zeigt Ihnen die 9 besten Jobs für Frischluftfreunde ...

Die 9 besten Jobs im Freien

  1. Fahrradkurier

    Online-Handel und Lieferdienste boomen. Und auch wenn Amazon und Co. schon mit Kurier-Drohnen experimentieren - in den allermeisten Fällen sind das noch Zukunftsvisionen. Fahrradkuriere übernehmen derweil einen großen Teil der Arbeit. Dazu passt auch: Die Städte wachsen, die Bestellungen werden immer kleinteiliger, die Lieferungen immer zügiger, sollen möglichst noch am gleichen Tag erfolgen. Man könnte sagen, für Fahrradkuriere ist 2016 eine wirklich gute Zeit. Der Job garantiert Frischluft plus (gelegentlichen) Adrenalinkick. Klar ist aber auch: Er ist nicht ganz ungefährlich, für Fahrradkuriere herrscht erhöhte Unfallgefahr. Die klassische Alternative ist der Briefträger: Reichlich Bewegung an der frischen Luft, allerdings auch im tiefsten Winter.

  2. Sportler

    Im Sommer richten sich die Augen bei Olympia 2016 wieder auf Kanuten und Hockey-Spieler. Die wenigsten von ihnen sind Profis, manche aber schon. Exzellente Verdienstmöglichkeiten gibt es im Profi-Sport, das ist bekannt, vor allem im Fußball, Tennis oder Golf. Aber auch Stars in der Leichtathletik, im Basketball oder Biathlon können glänzend verdienen. Das Talent haben die wenigsten, das Durchhaltevermögen noch weniger. Aber es gibt Alternativen: Auch Sportlehrer und Personal Trainer sind viel im Freien unterwegs. In diese Kategorie fallen zudem Ski-, Surf und Tauchlehrer - sei es am Timmendorfer Strand oder auf den Seychellen.

  3. Tierpfleger

    Als Tierpfleger arbeitet man nicht nur (sehr viel) im Freien. Man kann sogar Berühmtheit erlangen, wie das Beispiel des mittlerweile verstorbenen Thomas Dörflein zeigt. Als Pfleger des putzigen Eisbären Knut im Berliner Zoo waren vor fast zehn Jahren alle Kameras auch auf Dörflein gerichtet. Grundsätzlich positiv: In Deutschland gibt es eine enorm große Zahl an Zoos, Tierparks und Tiergehegen. Für Tierpfleger gibt es also Bedarf, die Ausbildung dauert drei Jahre. Nachteil: Um Wochenendarbeit kommt man nicht herum. Was viele unterschätzen: Es handelt sich hier um harte körperliche Arbeit. Und man muss damit umgehen können, dass Tiere (z.B. Futtertiere) regelmäßig getötet werden.

  4. Bademeister

    Sommer, Sonne, Freibad - einen schöneren Job als Bademeister kann es gar nicht geben. Sollte man meinen, die meisten sehen das jedoch völlig anders. Immer mehr Bäder beklagen sich über das fehlende Angebot an professionellen Bademeistern. Viele von ihnen sind Quereinsteiger, die zuvor zum Beispiel eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer gemacht haben. Dafür haben auch Hauptschüler Chancen, Hauptschulabbrecher sogar. Die Süddeutsche Zeitung berichtete im vergangenen Jahr über einen Asylbewerber, der zum Bademeister umgeschult wurde - als Nichtschwimmer wohlgemerkt. Denn: Es geht nicht nur darum, Badegäste zurechtzuweisen und bei Bedarf aus dem Wetter zu fischen. Wichtig sind vor allem auch technisches Verständnis und handwerkliches Geschick.

  5. Archäologe

    Vor wenigen Wochen haben Archäologen in London ein 3.000 Jahre altes Rad aus der Bronzezeit gefunden. So gut erhalten war es, dass sogar noch ein Stück der Radachse darinsteckte. Hintergrund: Der Bau-Boom in London spült seit einiger Zeit immer neue Schätze aus alten Zeiten ans Tageslicht - mitten in der Metropolis. Für Archäologen ein Traum. Am Anfang steht für sie das Studium, spezialisieren kann man sich grob auf Antike, Mittelalter oder Neuzeit. Wer die wissenschaftliche Laufbahn nicht anstrebt oder schafft, kann hinterher auch in Museen oder der Bodendenkmalpflege unterkommen.

  6. Polizist

    Polizist ist ein Beruf mit Konjunktur. Nach der Kölner Silvesternacht wurden die Rufe nach mehr Gesetzeshütern lauter und lauter, in den kommenden Jahren dürfte der Personalabbau in den meisten Bundesländern gestoppt werden. Auch die Bundespolizei sucht derzeit neues Personal, 3.000 Stellen sollen in den kommenden drei Jahren zusätzlich geschaffen werden. Nachteil: Die Konkurrenz ist groß. Die Rheinische Post berichtet von einem wahren Bewerberansturm, 20.000 Bewerbungen seien bereits bei der Bundespolizei eingangen. Wer durchkommt, verbringt einen Großteil der Zeit auf Achse sowie im Freien. Alternativen: Feuerwehr und Bundeswehr.

  7. Winzer

    Rebstöcke pflegen, Trauben ernten, Wein verkaufen und kosten - den Winzer umweht etwas Romantisches. Sachlich betrachtet ist er in Deutschland ein dreijähriger, landwirtschaftlicher Ausbildungsberuf. Bedenkenswert: Wer Winzer wird, legt sich zugleich auf ein Leben im Südwesten des Landes fest - hier befinden sich (fast) alle deutschen Weinanbaugebiete, in Baden, der Pfalz oder an der Mosel zum Beispiel. Eine Alternative ist der Landwirt, wenngleich große Agrarbetriebe vielerorts dominieren, insgesamt arbeiten nur noch rund 1,5 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Ein Nischenberuf mit Perspektive ist vor allem der Ökobauer. Nach Angaben des Umweltbundesamts betrieben im Jahr 2014 immerhin 8,2 Prozent aller Agrarbetriebe ökologischen Landbau. Das sind deutschlandweit immerhin 23.398 Betriebe.

  8. Landschaftsarchitekt

    Entsteht in der Stadt ein neuer Park, dann steckt meist (auch) ein Landschaftsarchitekt dahinter. Architektur- und Ingenieurbüros oder die öffentliche Verwaltung sind die Hauptbrötchengeber. Für sie plant man die Anlage von Grünflächen - unter wirtschaftlichen, ästhetischen und ökologischen Gesichtspunkten. Landschaftsarchitektur oder Landschaftsplanung kann man studieren, hauptsächlich an Technischen Universitäten und Fachhochschulen. Warnung für Frischluftfanatiker: Natürlich entwirft, skizziert und dokumentiert man hauptsächlich drinnen im Büro. Aber ein Teil der Arbeit spielt sich eben auch draußen ab.

  9. Stadtführer

    Ein neuer Trend an Flughäfen: Stopover-Tours. Das Konzept sieht vor, Passagieren an Flughäfen die Wartezeit zu verkürzen, indem man sie mit auf eine Tour durch die Stadt nimmt. Man muss also nicht mehr zehn Stunden im Terminal hocken, sondern füllt die Zeit unterhaltsamer. Ohnehin schlängeln sich weltweit immer mehr Touristen durch die Städte, denn auch Chinesen, Russen, Araber ahmen mittlerweile westliche Reisegewohnheiten nach. Nachtwanderungen, Kneipen- und Bunker-Touren oder eben Stopover-Tours - das Segment bietet auch Nischen zur Spezialisierung. Ein Job für Kontakt- und Erzählfreudige, die gut zu Fuß - und gerne an der frischen Luft sind.

[Bildnachweis: Dziurek by Shutterstock.com]