- Und was wollen Sie mal werden, wenn Sie groß sind? Hat Ihr Gegenüber Humor, ernten Sie mindestens ein Lächeln. Aber auch so kommen Sie danach locker in ein Gespräch über Ziele, Pläne und Träume – und solche, die bereits auf dem Weg sind, Realität zu werden. Und wo das Herz hängt, da geht den Leuten die Zunge über. Und Sie erfahren derweil viel über die Person und ihre Leidenschaften.
- Hätten Sie vor drei Jahren geahnt, dass Sie heute hier sind? Natürlich nicht. Aber darum geht es auch gar nicht. Nun aber haben Sie ein leichtes Spiel herauszufinden, was Ihr Gegenüber vor drei Jahren gemacht hat. Kurz: Es geht um seine Lebensgeschichte – und die Suche nach Gemeinsamkeiten. Denn nichts verbindet mehr. Und je mehr Sie sich für seine oder ihre Geschichte(n) interessieren, desto sympathischer werden Sie.
- Ich muss Ihnen jetzt ein Kompliment machen… Und zwar ein möglichst konkretes und bitte nicht rein äußerliches (Figur, Krawatte). Lob und Anerkennung erzeugen immer eine gute Gesprächsatmosphäre. Und wenn es sich nicht um eine Lappalie handelt, fühlt sich jeder geschmeichelt. Am besten, Sie verbinden die Galanterie mit einer offenen Frage: “Wie Sie bei dem Vortrag vorhin wach bleiben konnten… Chapeau! Aber was haben Sie gehört, was ich offenbar überhört habe?”
Die drei besten Gesprächseinstiege für den Smalltalk – und um Menschen besser kennenzulernen
1-2-3-Tipps, Job
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Armin
Irgendwie muss ich Cem Recht geben, so geht das nicht. Das ist kein Smalltalk. Wenn mich jemand mit solchen Spruechen ansprechen wuerde, wuerde ich sehr schnell das Weite suchen. Die hoeren sich fast nach der Kategorie “Die besten Anmachsprueche” an. Viel zu gekuenstelt und geplant. Das werden die meisten schnell durchschauen, eine kurze nichtssagende Antwort geben und verschwinden.
Jochen Mai
Nein, natürlich ist das noch kein Smalltalk. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Da steht ja auch ganz deutlich, dass es sich um GesprächsEINSTIEGE handelt. Das wäre ein ziemlich kurzer Smalltalk, der nur aus einem Satz oder einer Frage besteht.
Es sind Opener, und auch keine Anmachsprüche, weil die Absicht dahinter eine andere ist: Sie fordern das Gegenüber heraus, provozieren – aber auf humorvolle Weise, und geben dem anderen die Gelegenheit, sich zu öffnen und etwas über sich zu erzählen. Zudem sind solche Einstiege – für jemanden, der schon hunderte solcher Party-Gespräche geführt hat – allemal inspirierender als der längst ausgelutschte Versuch über das Wetter, die nette Party oder den Drink ins Plaudern zu kommen. Dabei wären auch das nur Einstiege. Komisch, dass da keiner anmerkt, das sei kein Smalltalk…
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Armin
Also so wird das wirklich nichts. “Wer lesen kann, ist klar im Vorteil” Tolle Antwort aus der Phrasenkiste. Ist das wie hier mit Lesern die Kritik ueben umgesprungen wird? Ist das die neue Methode Leser und Kommentatoren durch Beleidigungen zum Bleiben motivieren?
Ja, da steht was von Gespraechseinstiegen. Geschickt versteckt in der SEO und Linkbait vollgepfropften Ueberschrift. Und auf genau die habe ich mich zum groessten Teil in meinem Kommentar auch bezogen. Eben weil sie auf mich wie schlechte Anmachsprueche rueberkommen. Eben weil sie praktisch sofort gekuenstelt wirken und spaetestens wenn man sie das dritte Mal hoert denkt man nur noch “och nee, nicht noch einer” und sucht das Weite. Eben weil sie nicht humorvoll, sondern bemueht und aufgesetzt wirken.
Damit sind sie in meinen (und vermutlich auch vielen anderen) Augen von vornherein untauglich. Guter Smalltalk einschliesslich guter Gespraechseinstiege ergibt sich aus der Situation und kommt dann natuerlich. Ziemlich in der Art die Cem in seiner Antwort beschreibt.
Jochen Mai
@Armin: Na, komm… nun sei mal nicht gleich eingeschnappt und komm doch bitte nicht mit der großen Wir-Leser-dürfen-alles-kritisieren-nur-nicht-selber-kritisiert-werden-Keule. Du hast immerhin bemängelt, es sei kein Smalltalk – während ich hier nur von Einstiegen rede. Das ist ja wohl ein Unterschied. Und ich kann nichts dafür, wenn du schlechte Erfahrungen mit Anmachsprüchen gemacht hast – aber das sind keine. Die findest du auch nirgendwo in einschlägiger Bagger-Prosa. Entsprechend beleidigt wirkt wiederum auf mich jetzt, die Unterstellung, die Überschrift sei mit SEO und Linkbait vollgepfropft. Ist ein bisschen wie nachtreten, und hat irgendwie gar nichts mehr mit dem Thema zu tun… Also lass uns doch bitte wieder dorthin zurückkehren.
Und ja, was du sagst, ist völlig richtig: AUF DICH wirken die Einstiege so. Das ist aber zunächst mal Empirie mit n=1 und eine unbewiesene Verallgemeinerung, anderen zu unterstellen, sie würden genauso denken wie du. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich diese Einstiege (nicht Sprüche!) schon ein paarmal genutzt habe – und mit großem Erfolg. Daraus haben sich schon allerlei spannende, anregende und humorvolle Gespräche entwickelt. Und im Fall der ersten Frage, ist sogar mal ein Video daraus entstanden:
Woraus man wiederum sehen kann, dass es eben “vielen anderen” nicht so geht wie dir. Ich finde also, dass du hier sehr mit Mutmaßungen argumentierst, was zwar überzeugt klingt, aber eben nicht wirklich valide ist. Obendrein geschieht dies aus einer unerfahrenen Position: Du lehnst eine Sache als untauglich ab, noch bevor du sie selbst getestet oder ihr zumindest eine Chance gegeben hast. Das ist schon ein bisschen intolerant und ignorant, meinste nicht?
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