Büroarbeit könnte so schön sein: Morgens gemütlich auf die Arbeit fahren, erst mal einen Kaffee kochen, mit den Kollegen plauschen und gemütlich mental ankommen. Vielleicht noch ein schneller Blick in die Zeitung – dann wird gearbeitet. Das Leben könnte so einfach sein. Isses aber nicht. Es kann der bravste Bürger nicht in Ruhe arbeiten, wenn sein böser Kollege das nicht will. Neid, Intrigen, Ellbogenspiele – Büro ist Krieg, das sagte und zeigt uns schon der Antiheld Bernd Stromberg.

Zwar ist in Stellenausschreibungen oft von guter Teamarbeit die Rede und die entsprechende Fähigkeit ein Muss für jeden Bewerber, doch sind das nicht selten mehr Lippenbekenntnisse und Wunschdenken als Realität. Und die Manager? Die kümmern sich allenfalls darum, dass die Konflikte nicht eskalieren…

Der Online-Marktplatz Kalaydo hat kürzlich gefragt, was denn “die nervigsten Bürosünden” sind, also was Arbeitnehmer regelmäßig auf die Zinnen treibt. Rund 550 Büroangestellte wurden dazu gefragt – und das haben sie geantwortet:

Die 6 größten Büroärgernisse

  • 78 Prozent fühlen sich insgesamt von Mitarbeitern gestört.
  • 66 Prozent denken, dass vor allem die Lästermäuler Unruhen verursachen.
  • 50 Prozent meinen, dass die Kollegen kaum noch Fehler eingestehen können.
  • 44 Prozent stören sich am Krankfeiern, an lauten Gesprächen, Telefonaten und am Schmutz in Küche und Toilette.
  • 29 Prozent ärgern sich über die regelmäßige Unpünktlichkeit der Mitarbeiter.
  • 21 Prozent sehen sich mit Selbstgesprächen von Kollegen und dummen Kommentaren konfrontiert.

Na, haben Sie sich wiedererkannt? Tatsächlich sind solche vermeintliche Lappalien durchaus bedenkenswert, denn 86 Prozent der Befragten sind zugleich überzeugt, das Büroklima habe eine zentrale Stellung beim Spaß an der Arbeit. Immerhin: Zwei Drittel der Befragten sagen selbst, dass sie künftig mehr an den Missständen ändern wollen. Nicht nur selbst, sondern auch durch offene Aus- und Ansprache. Allerdings steckt hier ein weiterer Haken: Während zwar fast die Hälfte der Kollegen offen auf die Kritik reagiert, ändern, laut Aussage der Befragten, lediglich 33 Prozent ihr Verhalten. Ein weiteres Drittel der Angesprochenen reagiert auf derlei Hinweise sogar geradezu verärgert.

Die Folge: Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer würde bei anhaltendem Ärger den Arbeitsplatz wechseln.