Als der sächsische König Friedrich August III. im November 1918 von seinem Thron abdanken musste, hinterließ er eine Botschaft, die Geschichte schrieb: “Machd doch eiern Drägg alleene!”, lauteten seine kurzen Abschiedsworte. Nicht wirklich nobel oder royal, aber dafür ungemein authentisch und ehrlich. Nicht wenige Mitarbeiter dürften ähnlich denken, wenn Sie ihren aktuellen Job mehr oder weniger freiwillig quittieren. Die Versuchung ist groß, in einer letzten Abschiedsmail den Kollegen eine kühle Generalabrechnung zu schicken, Motto: Rache ist ein Gericht, dass man ab besten kalt serviert… Fatal! Denn so sehr man sich auch ärgert und sich nach Genugtuung sehnt: Die Wut vergeht – die E-Mail bleibt. mehr