- Fragen! Viele Konflikte eskalieren, weil die Streithammel sich zuerst mit Behauptungen bombardieren: „Sie telefonieren viel zu laut!“ Besser ist, Fragen zu stellen: „Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Sie beim Telefonieren sehr laut sprechen?“ Wer richtig fragt, lenkt das Gespräch und vermeidet gleichzeitig Provokationen. Umgekehrt: Reagieren Sie auf solche Schuldzuweisungen nie beleidigt, sondern ebenfalls mit Rückfragen: „Was wollen Sie damit sagen?“
- Wortwahl! Tatsächlich streiten Männer anders als Frauen. Während Er in seinen Sätzen Fakten aneinander reiht, versucht Sie mit ihren Worten Harmonie zu erzeugen. Geht der Mann darauf nicht ein, fühlt sie sich zurückgewiesen und der Streit eskaliert. Dasselbe gilt für Verallgemeinerungen à la „Das ist totaler Schwachsinn!“ Solche Formulierungen sind feige Attacken, die den Streit nur anschüren. Formulieren Sie lieber konkret und als Ich-Botschaft: „In dieser Situation fühlte ich mich so…“
- Überhören! Natürlich sollten Sie Ihrem Gegenüber genau zuhören, um zu signalisieren, dass Sie die andere Person ernst nehmen. Der Profi geht selbst auf Vorwürfe oder Unterstellungen ein, auch wenn sie ungerechtfertigt sind, überhört aber reine Sticheleien, behält so die Zügel in der Hand und beweist Größe. Umgekehrt gilt: Respektlosigkeiten disqualifizieren jeden Diskutanten. Und Ironie oder Sarkasmus wirken immer destruktiv auf die Gesprächsatmosphäre.
Zanke schön! Drei Tipps für besseres Streiten
ABC der Diplomatie: Sage und schweige
Diplomaten können reden ohne viel zu sagen und sagen, was sie nicht meinen. Sie scheuen das Direkte, kennen alle Umwege und denken lieber zweimal nach, „bevor sie nichts sagen“, wie es Winston Churchill einmal beschrieb. Diplomaten sind Meister der Zuhörens, aber auch groß darin, wenn es sein muss, ohne viele Worte auszukommen und doch alles anzusprechen. mehr
Streitkultur – Wie man Konflikte löst
Ein Gastbeitrag von der Sozialpädagogin und Deeskalationstrainerin Silke Mai
Wenn wir ihn wahrnehmen, ist es schon zu spät. Sobald ein Konflikt bewusst als solches in Erscheinung tritt, beherrschen bereits negative Gefühle, wie Angst, Wut oder Enttäuschung unser Denken.
Der Definition nach ist ein Konflikt eine Spannungssituation, in der zwei oder mehrere Parteien, die voneinander abhängig sind, mit Nachdruck versuchen, scheinbar oder tatsächlich unvereinbare Handlungspläne zu verwirklichen und sich dabei ihrer Gegnerschaft bewusst sind. mehr
Zanke schön – Streiten ist wichtig
Die Streitkultur ist bei uns leider nicht besonders ausgeprägt. Wir sollten uns in Sitzungen nicht nur mit Wattebäuschchen bewerfen. Ich sehe Fortschritte, aber in diesem Punkt müssen wir noch zulegen.
Thomas Blunck, Vorstand bei der Münchener Rück





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Ob Praktikum oder Traineestelle: So brillieren Sie im ersten Job.
