1. Nicht zuhören können. Zuhören zu können ist womöglich die mächtigste Eigenschaft eines Managers. Wer seinen Mitarbeitern zuhört, erfährt mehr und kann bessere Entscheidungen treffen; er gibt anderen das Gefühl, respektiert und gewertschätzt zu werden und hilft sich selbst dabei, sich besser zu fokussieren. Wer immer nur alles besser weiß, bleibt womöglich bloß eine Windmaschine. Kurz: Es ist kein Fall bekannt, dass sich jemand um Kopf und Kragen zugehört hätte. Was das Reden anbelangt, schon eher.
  2. Jedem gefallen wollen. Manager sollten nicht versuchen, einen Sympathiewettbewerb zu gewinnen. Das gelingt ohnehin nicht. Überdies ist ständige Harmoniesucht eher schädlich für das Betriebsklima. In einer Arbeitswelt, die immer stärker auf Teamplay, Kommunikation und Kreativität basiert, ist ehrliches Feedback unverzichtbar. Wie sollen sich die Leute sonst entwickeln können? Und wenn die spüren, dass ihr Chef das aus Verantwortungsgefühl und mit dem aufrichtigen Wunsch, sie zu fördern tut, werden sie sich verbessern.
  3. Nicht um Hilfe bitten. Wer nie Hilfe benötigt, ist entweder Gott oder ein törichter Narr. Denn scheitert man womöglich nicht nur unnötig und aus falschem Stolz – man bringt sich auch um einen (gemeinsamen) Erfolg. Denn gegenseitige Hilfeleistungen festigen zwischenmenschliche Bande. Zudem gehört es zum Reifen dazu, mit seinen Unzulänglichkeiten professionell umzugehen. Und es ist eine Mär, dass Führungskräfte, die um Hilfe bitten, weniger respektiert werden. Das Gegenteil stimmt.