- Facebook-Gruppe als Diskussionsforum. Soziale Netzwerke können ideal als zusätzlicher Kommunikationskanal zu einem Kurs fungieren – etwa zum Erfahrungsaustausch hinterher oder zum Nachbearbeiten von Gelerntem. Wichtig dafür ist aber ein geschützter Bereich, zu dem nur der Referent und die Seminarteilnehmer Zugang haben. Genau das bietet eine Facebook-Gruppe, die sie parallel zu ihrer Fanpage einrichten können.
- Hangouts als Sprechstunde. Die meisten Fragen zum Seminar fallen Teilnehmern oft hinterher ein. E-Mails sind zur Klärung eher suboptimal und machen viel Arbeit. Besser sind ein bis zwei feste Termine, an denen der Referent auf Google+ einen Hangout startet, also ein Video-Chat mit bis zu zehn Teilnehmern. Auch Links und Videos können dabei ausgetauscht werden. Das Ergebnis ist wie eine virtuelle Sprechstunde – nur lockerer.
- Twitter als Stoffsammlung. Oft finden Ihre Teilnehmer oder Sie als Referent zwischen zwei Seminareinheiten interessantes Material zum Thema im Internet. Legen Sie also vorher einen Twitter-Hashtag für das Seminar fest – ein Schlagwort, dem ein # vorangestellt wird. So werden die einzelnen Links zur Stoffsammlung, nach der jeder Teilnehmer direkt und leicht suchen kann. Nebeneffekt: Ihre Follower erfahren überdies, wie interessant Ihre Seminare sind.
Drei Ideen, wie Sie Social Media parallel für Ihre Seminare einsetzen können
Liste, Social Media
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Jörg Oyen
Meister C.,
morgen ist @publishing #sprechstunde -> http://oyen.de/ics … werde morgen das Thema HangOut mal anfragen. Für Public Themen bestimmt o.k.. Facebook Gruppen für einen geschlossen Kreis, mehr als 2 Personen, betsimmt auch o.k.. Twitter für Themensammlung? Lasse die Idee mal wirken.
Danke
Christian Mueller
Hallo Jörg,
freut mich das die Ideen anregen. Hangouts sind für sensible Themen natürlich ungeeignet, für lockere Besprechungen jedoch Klasse. Twitter als Stoffsammlung habe ich bereits eingesetzt, auch für’s Brainstorming und Blitz-Feedback sinnvoll.
Gruß,
Christian
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Birgit Permantier
Tolle Ideen! Leider sind die meisten meiner Seminarteilnehmer gar nicht bei Twitter oder
Google +.
Facebook ist meist das Maximum der medialen Möglichkeiten. Schade eigentlich: Gerade die Hangouts laden ja zum kreativen Nutzen ein.
Um diese Möglichkeiten auszuweiten, müsste man das Thema Social Media auf die Agenda packen. Unter ein/zwei Stunden ist das doch gar nicht sinnvoll zu thematisieren. Oder was meinst Du dazu? Wie thematisierst Du das in Deinen Seminaren?
Gruß von Birgit
Christian Mueller
Hallo Birgit,
wie stark ich Soziale Netzwerke thematisiere hängt natürlich in erster Linie von der Zusammensetzung der Teilnehmer ab. Am einfachsten ist es, wenn diese die Netzwerke bereits nutzen. Aber auch die generelle Affinität zu Facebook oder zum Thema Social Media hilft da sehr oft.
Ein bis zwei Stunden finde ich vielleicht etwas zu hoch angesetzt. Gerade wenn ich einzelne Teilnehmer dabei habe, die in diesem Bereich fit oder doch zumindest interessiert sind, geht es meistens schneller. Denn die erreiche ich damit sehr leicht, sie überzeugen dann wiederrum die anderen Teilnehmer vom Nutzen dieser Kommuniktionskanäle. Persönliche Erfahrungen der Teilnehmer oder von mir helfen als Beispiele natürlich auch immer.
Habe ich jedoch eine Gruppe, für die Facebook wirklich das höchste der Gefühle ist und die nicht mehr kennen und sich nicht weiter gehend interessieren, dann gehe ich anders vor. Mit dem Thema Social Media einzusteigen löst da dann eher Blockaden aus. Stattdessen gehe ich den umgekehrten Weg. Ich lasse in einer Einheit bewusst einige Dinge offen oder unklar. Spätestens in der nächsten Einheit kommen dann Rückfragen und die Diskussion lässt sich schnell auf “das hätte ich sie gerne noch gefragt” oder “im Nachhinein wusste ich, was ich fragen wollte” bringen. Wenn die Teilnehmer dann selbst zu dem Schluss kommen, dass es doch wirklich gut wäre, wenn sie außerhalb des Seminars auch Fragen stellen und wir miteinander kommunizieren könnten, führe ich die Optionen vorsichtig ein. Auch hier komme ich nicht mit den – oft negativ besetzten – Stichworten “Google” oder “Facebook” daher. Ich erkläre erst mal, welche Möglichkeiten es gibt, das die Teilnehmer Fragen schreiben, die Antworten sehen, sich gegenseitig austauschen und auch mich direkt ansprechen können. Oder das wir uns per Audio und Video als Gruppe ganz entspannt von zu Hause aus kurzschließen können usw. Wenn die Möglichkeiten überzeugt haben, kann ich die Plattformen dazu einführen, der Widerstand ist dann meistens sehr klein. Bei einer solchen Gruppe sind zwei Stunden natürlich notwendig.
Außerdem habe ich Anleitungen und Screencasts erstellt, in denen alle Schritte von der Anmeldung bis zur Nutzung der Netzwerke beschrieben werden. Diese Unterlagen verfeinere ich auf Basis des Teilnehmer-Feedbacks. Das reduziert einerseits die Berührungsangst, andererseits fordere ich die Teilnehmer zur Beschäftigung damit auf, weil ich gezielt Feedback zu meinen Anleitungen abfrage. Die meisten schauen sich diese zu Beginn nur an, um mir Rückmeldung geben zu können. Viele lernen dabei erstaunlich viel :-).
Beantwortet das deine Frage, Birgit?
Gruß,
Christian
Roland Kopp-Wichmann
Tolle Idee, Herr Mueller!
Selbst als erfahrener Nutzer von Social Media bin ich darauf nicht bisher nicht gekommen.
Meine Seminarteilnehmer, überwiegend Führungskräfte und Freiberufler, sind sogar selten bei Facebook, eher noch bei Xing. Da teile ich Birgits Einschränkung.
Mein Weg zur Einstimmung auf meine Persönlichkeitsseminare, die im übrigen nur sechs Teilnehmer haben, geht so: 1. Ein Vorbereitungsbogen, den ich eine Woche vor Seminarbeginn per Mail verschicke und zurück erbitte. Da geht es um das konkrete Anliegen, das jemand bearbeiten will und Fragen dazu. 2. Im Seminarpreis enthalten ist das Recht auf ein einstündiges Coaching per Telefon oder Skype, bei dem wir im Nachgang aufgetretene Fragen und Probleme besprechen können.
Ich glaube, die Hürde ist, sich mit unbekannten Leuten vorab zu vernetzen. Aber ich leite auch fortlaufende Ausbildungsgruppen, da mache ich so etwas Ähnliches über mixxt.de
Trotzdem werde ich mir Ihre Anregungen mal durch den Kopf gehen lassen.
Danke.
Christian Mueller
Guten Tag Herr Kopp-Wichmann,
eine Idee für Ihre Seminarvorbereitung: Wie wäre es mit einem Hangout im Vorfeld, quasi als virtuelles Kennenlernen?
Gruß,
Christian Müller
Birgit Permantier
Hallo Christian, ja danke!
Das war sehr klar, gut und anregend. Ich habe in den Ferien auch eine ganze Liste von Hangout-Ideen erstellt. Scheinbar war ich nicht die Einzige ;-)
Was Roland sagt, trifft auf meine Teilnehmer auch häufig zu. Ich mache nahezu ausschließlich Inhouse-Seminare. Da sind öffentliche Netzwerke oft komplett tabu – zu unsicher eben!
Ich habe selbst – so wie Roland – auch schon einige Netzwerke gegründet. Zunächst bei ning, dann bei mixxt und huddle. Diese Netzwerke haben große Vorteile. Der Nachteil ist allerdings, dass die Aktivität der Teilnehmer häufig schnell abebbt. Ich vermute, dass man für eine lebendiges Netzwerk eine kritische Masse braucht. Für diesen Zweck (Vor- udn Nachbereitung) sind sie aber völlig Okay.
Hangout im Vorfeld? Interessant, dennoch sage ich aus heutiger Sicht: Eher nein! Das könnte Schwellenängste produzieren. Wer weiß, vielleicht sehe ich das in ein paar Jahren schon anders.
Ich vermute allerdings, dass Deine Zielgruppe, Christian, jünger bzw. netzaffiner ist.
Arbeitest Du mit Studenten?
Anyway….
Ich würde wirklich gerne mal ein Hangout zu diesem Thema machen.
Seid ihr dabei?
Gruß von Birgit
Christian Mueller
Hallo Birgit,
ich arbeite nur teilweise mit Studenten. Oft habe ich auch Gruppen mit Altersdurchschnitt 45+, klappt trotzdem oft erstaunlich gut.
Zum Thema öffentliche Netze und unsicher: Klar, dass ich keine sensitiven Informationen dort austausche versteht sich von selbst, für reine Diskussionen finde ich private Facebook- oder Linkedin-Gruppen beispielsweise sehr praktisch.
Bei einem Hangout bin ich dabei, wann hast du denn Zeit?
Gruß,
Christian
Birgit Permantier
Ich schicke Dir eine Mail via Facebook!
Gruß von Birgit
Christian Mueller
Kam an, danke dir, ich schreib dir nachher zurück.