- Anrempeln Kontaktanfragen auf Xing laufen häufig so: Sie bekommen eine automatische Mail von XY, der sie gerne zu seinen Kontakten hinzufügen möchte. Keine Zeilen dazu, keine Selbstvorstellung, keine Begründung. Da fragt man sich: Will derjenige einfach nur einen Link einsammeln oder eine (virtuelle) Beziehung beginnen? Oder um es in der Sprache von Facebook zu sagen: Das ist nicht anstubsen, das ist anrempeln.
- Überrumpeln. Mag sein, dass da einer von seiner Idee, Vision oder seinem Text begeistert ist. Aber sein neuer Kontakt ist es (noch) nicht. Mit der Tür ins Haus zu fallen und davon ungebeten zu erzählen, obwohl man sich noch gar nicht richtig kennt (!), ist menschlich gerade noch entschuldbar. Dann aber gleich Einschätzungen zu verlangen, Unterstützung, Publicity, … geht zu weit. Oberste Regel beim Netzwerken: Erst geben, dann nehmen. Und zu allererst gilt: zunächst kennenlernen, Vertrauen aufbauen!
- Einschnappen. Auch das gibt es beim digitalen Netzwerken: Ablehnung. Manchmal will der andere eben nicht. Oder es ist demjenigen – wie in Punkt 2 – zu viel. Doch damit fängt es bei manchen “Netzwerkern” leider erst an: Auf das Nein, Danke reagieren sie beleidigt und gereizt, machen Vorwürfe oder werden gar beleidigend. Riesenfehler! Erstens, weil es nur bestätigt, dass das Nein richtig war. Zweitens, weil der so Drangsalierte das öffentlich machen könnte.
Drei nervige Unarten beim Netzwerken, die Sie NICHT pflegen sollten
1-2-3-Tipps, Knigge
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Andreas
Besonders 1. kommt bei mir häufig vor und ich find’s seltsam – besonders wenn es von Social Media Insidern kommt.
Tanja Handl
Klingt wild – muss aber ehrlich sagen, ist mir noch nie passiert. Vielleicht ist es für manche an der Zeit, ein bisschen von der Ich-AG-Idee runterzusteigen und wieder mehr Zeit aufs Leben anstatt aufs Vermarkten zu verwenden.
Martin
@Andreas: Bei Facebook gibt es die Möglichkeit, dass man bei einer Freundschaftsanfrage gar keinen eigenen Text verfassen kann … und schon ist die Bitte um Freundschaft weg. Was soll man da unternehmen?
Marco
Mal ne blöde Frage, weil wir gestern im Büro darüber diskutiert haben: Ist es eigentlich erlaubt, als Unternehmen Leute, die man bislang noch nicht kennt, via Xing-Nachricht auf das eigene Produkt aufmerksam zu machen. Oder ist das rechtlich in irgendeiner Weise nicht koscher?
Jochen Mai
@Marco: Egal, ob das rechtlich erlaubt ist oder nicht – es ist Spam! Und ich würde mich bei Xing über solch ungebetene E-Postwurfsendungen beschweren. Es widerspricht auch dem Gedanken solcher Plattformen: Die sind zum Netzwerken, nicht zum Werben gedacht.
Dr. Nico Rose
Alles richtig. Aufgrund der schieren Menge finde ich allerdings folgende Kontaktanfragen noch schlimmer, also solche ohne oder mit zu viel Text; geht ungefähr so: “Lieber Herr Dr. Rose, Kontakte schaden bekanntlich nur dem, der sie nicht hat. Also lassen Sie uns unser XING machen und dann schauen wir, welche Synergien sich in Zukunft daraus ergeben werden, OK?” Ne, ist nicht OK…
Dr. Nico Rose
Alles richtig. Aufgrund der schieren Menge finde ich allerdings folgende Kontaktanfragen noch schlimmer, also solche ohne oder mit zu viel Text; geht ungefähr so:
“Lieber Herr Dr. Rose, Kontakte schaden bekanntlich nur dem, der sie nicht hat. Also lassen Sie uns unser XING machen und dann schauen wir, welche Synergien sich in Zukunft daraus ergeben werden, OK?” Ne, ist nicht OK…
Jochen Mai
@Nico Rose: Stimmt. In dem Fall handelt es sich ja auch ganz unverblümt, um einen reinen Kontaktsammler, der selbst nicht weiß, was er will.
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