Während des Autofahrens eine SMS oder E-Mail zu schreiben, ist ungleich gefährlicher als das Telefonieren oder eine angeregte Unterhaltung mit dem Beifahrer. Dabei geht es gar nicht mal so sehr darum, dass man zum Tippen auf den Bildschirm des Handys und nicht auf die Straße gucken muss – der Prozess des Schreibens blockiert offenbar so sehr unsere Aufmerksamkeit, dass sich unsere Reaktionszeit dramatisch erhöht.
Das fanden jetzt Forscher der Universität von Utah heraus. Genauer gesagt: Beim Tippen erhöhte sich die Reaktionszeit der Fahrer um 30 Prozent, bei Telefonieren dagegen nur um neun Prozent. Das gilt freilich auch für das Lesen von Textnachrichten.
Das deckt sich auch mit einer Meldung, die die New York Times kürzlich veröffentlichte: Danach erhöht das SMS-Schreiben am Steuer das Unfallrisiko um den Faktor 23. Schuld ist das Vertrauen in die angeliche Mulitasking-Fähigkeit des Menschen. Gerade im Straßenverkehr erliegen Autofahrer immer wieder der irrigen Annahme, meherere Dinge parallel tun zu können. Fatal!
Falls auch Sie das glauben, probieren Sie es doch einfach mal in einer Simulation aus, die ich HIER gefunden habe. Das Ganze funktioniert so: Sie sitzen in einem Auto und steuern auf diverse Kontrollstationen zu. Diese haben sechs Tore. Welches sich öffnen wird, zeigt Ihnen kurz zuvor eine grüne Anzeige. Deren Nummer müssen Sie auf Ihrer Tastatur drücken (nicht auf dem Nummernblock). Irgendwann erscheint zudem ein Mobilfunkgerät mit drei SMS, die Sie während des Autofahrens beantworten müssen. Das Spiel endet kurz nach dem Senden der letzten Textnachricht. Außerdem gibt es zwischendurch eine kleine Überraschung – die verrate ich aber nicht.
Na, wie gut kommen Sie durch?







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