Also mehr als fünf Tassen Kaffee am Tag sollten sie vielleicht nicht trinken. Es sei denn, Sie hätten gern ein paar Halluzinationen. Als Professor Simon Crowe von der australischen La Trobe Universität in Melbourne die Auswirkung von Koffein und Stress an 92 Probanden untersuchte, stellten er und seine Kollgen bald fest: Ein hoher Koffeinspiegel kombiniert mit Alltagsstress führt zu einem erhöhten Risiko einer Sinnestäuschung.

Konkret: Zunächst wurden die Probanden in Gruppen eingeteilt – besonders gestresste und weniger gestresste, Kaffee Vieltrinker und Kaffee Astinenzler. Dann sollten sie einer Tonbandaufnahme lauschen. Auf der war nichts weiter zu hören als Rauschen. Dennoch sollten die Teilnehmer sagen, wann sie das Lied „White Christmas“ von Bing Crosby hörten.

Tatsächlich hörten ein paar der Teilnehmer Musik, die gar nicht da war – und zwar die gestressten Kaffeetrinker. Für Crowe ist das ein Beleg dafür, dass die Kombination aus Koffein und Stress psychoseartige Symptome entwickeln kann. Mehr noch: „Hinsichtlich dieser Ergebnisse wird deutlich, dass wir besser über Koffeinkonsum und dem damit verbundenen Gesundheitsrisiko informiert werden müssen“, sagte Crowe.

Aber das ficht mich nicht an. Pah! Ich trinke sowieso lieber Espresso

PS: Hier noch etwas Hintergrundwissen über das beliebteste Bürogetränk der Deutschen:

Übrigens: Der Komponist Ludwig van Beethoven etwa machte es sich zur Gewohnheit, regelmäßig 60 Kaffeebohnen abzuzählen, um daraus eine Tasse Mokka zu brauen. Der französische Romancier Honoré de Balzac wiederum trank täglich mehrere Tassen starken Kaffee, um wach zu bleiben. Er arbeitete meist zwölf Stunden am Tag (und hörte dazu vielleicht Bing Crosbys „White Christmas“).