Da hat sich die Telekom ja mal was ausgedacht: Zusammen mit der TU Berlin, dem Royal College of Art in London und der Deutschen Knigge Gesellschaft hat das Creative Center der Telekom Laboratories 101 Leitlinien für die digitale Welt zusammengetragen – kurz: die eEtikette.

Das Layout erinnert ein bisschen an Omas Zeiten, wie auch einige der darin enthaltenen Benimmregeln zu E-Mail, Handy und Social Media. Dennoch enthalten die 101 Manieren auch einige ganz amüsante Perlen. Meine zehn persönlichen Highlights waren diese:

Online zu sein heißt nicht unbedingt erreichbar zu sein. Platze nicht unhöflich mit einem Videoanruf bei jemandem herein. Klopfe besser vorher per Chat an.

Halte Dich kurz und sachlich. Wenn Du jedoch eine lange E-Mail schreibst, erwarte keine Antwort in ähnlichem Umfang.

Das Schicken von großen Dateianhängen ist wie Reisen mit Übergepäck. Es bremst und blockiert gerne das System.

Bestätige den Empfang wichtiger E-Mails, wenn Du zur Beantwortung etwas mehr Zeit benötigen wirst.

E-Maile nicht als wärst Du ein Roboter. Versuche stets, etwas menschliche Wärme einzubringen.

Lass das E-Mailen nicht ausarten. Setze Dir für das Checken Deiner Mails morgens, mittags und abends ein Zeitlimit.

Förmliche E-Mails mit Rechtschreibfehlern machen einen schlechten Eindruck. Jedoch lässt Dich ein Fehler in einer informellen E-Mail menschlicher erschneien.

NDDEW – verwende keine umständlichen Abkürzungen. (Nur damit Du es weißt.)

Sich für fehlgeleitete Inhalte zu entschuldigen verschlimmert die Situation nur. Denke das nächste Mal einfach nach, bevor Du etwas veröffentlichst.

Unterschätze die Macht der Feder nicht. Eine handschriftliche Dankesnotiz bedeutet mehr als eine schnell getippte Nachricht.