Jeder kennt Sie und die meisten bekommen viel zu viele davon – die Rede ist von E-Mail-Newslettern. Vielleicht denken Sie jetzt “Gibt es doch schon ewig, das bringt doch nichts. Newsletter landen sowieso im Papierkorb.” Das mag für einige Kunden sicherlich stimmen, doch wenn ich mein eigenes Nutzungsverhalten betrachte weiß ich: Bei guten E-Mail-Newslettern klicke ich auch Links an, denn die Angebote interessieren mich einfach. Außerdem gibt es es durchaus Newsletter, die ich bewusst abonniert habe um sie zu lesen. Wie man es auch betrachtet, E-Mail-Newsletter sind ein etabliertes Kommunikationsmittel, um Kunden und Geschäftspartner zu informieren. Was Sie bei der Erstellung Ihres E-Mail-Newsletters beachten sollten, haben wir für Sie zusammengestellt.
Die Empfänger festlegen
Natürlich können Sie Ihren Newsletter einfach an alle Kunden und Partner in Ihrem Adressbuch verschicken, es macht nur keinen Sinn. Wenn sie verschiedene Zielgruppen erreichen wollen, ist es unter Umständen sinnvoll, jede Zielgruppe mit einem eigenen Newsletter anzusprechen. Doch mit der Auswahl der Empfänger ist es nicht getan, denn wenn sie den Newsletter einfach so ohne Vorankündigung verschicken, werden viele Kunden und Geschäftspartner wahrscheinlich nicht begeistert sein. Niemand bekommt gerne ungefragt Werbung, und egal wie informativ Ihr Newsletter auch ist, kommt er ungefragt, wird er wahrscheinlich wieder gelöscht. Es gibt auch eine rechtliche Komponente, denn E-Mail-Adressen, die Sie beispielsweise im Rahmen eins Gewinnspiels gesammelt haben, dürfen Sie ohne Einverständnis nicht für einen Newsletter nutzen. Bieten Sie deshalb entweder auf Ihrer Homepage die Option, sich in den Newsletter einzutragen und versenden Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den die Empfänger anklicken müssen.
Inhalte bewusst auswählen
Nach dem Ihre Zielgruppe feststeht, müssen Sie natürlich auch den Inhalt entsprechend anpassen. Ihre Geschäftspartner sind wahrscheinlich eher an neuen Kooperationsmöglichkeiten und Dienstleistungen Ihrerseits interessiert. Ihre Kunden interessieren sich sicher für Sonderangebote, Rabatte und neue Produkte. Ihre E-Mail-Newsletter darf jedoch nicht zur reinen Werbung werden, denn das nervt irgendwann und führt nur dazu, dass Ihr Newsletter innerhalb kürzester Zeit gelöscht wird. Auch für Ihre Kunden sind Veränderungen im Unternehmen von Interesse, den so schaffen Sie Transparenz und machen Ihr Unternehmen persönlicher.
Den richtigen Zeitpunkt finden
Klar, E-Mails kommen rund um die Uhr an, theoretisch könnte es also egal sein, wann Sie Ihren Newsletter versenden, der Empfänger kann ihn ja lesen, wenn er Zeit hat. Doch wenn ein Newsletter kurz vor oder nach Feierabend im Postfach landet, dürften die meisten Empfänger gestresst oder in Eile sein. Ihr Newsletter wird dann entweder ungelesen gelöscht oder archiviert. Passen Sie den Zeitpunkt so an, dass Ihre Empfänger möglichst Zeit und Muse haben, um den Newsletter auch zu lesen. Als Anhaltspunkte können Sie die typischen Arbeitszeiten Ihrer Kunden oder Geschäftspartner und die Zeiten mit den höchsten Besucherzahlen auf Ihrem Blog nutzen.
Die besten Formulierungen
“Heute informieren wir Sie über unglaubliche Angebote und hoch interessante Neuerungen in unserem Unternehmen.” Viele Newsletter beginnen mit solchen oder ähnlichen Sätzen. Das Problem: Sie sind unkonkret und uninteressant. Das gleiche gilt für den Betreff Ihres Newsletters. Oft wird für jede Ausgabe der gleiche oder ein sehr ähnlicher Betreffe verwendet. Spätestens nach dem dritten Newsletter kennen Ihre Kunden den Betreff auswendig und lesen die E-Mail nicht mehr. Werden Sie deshalb sowohl im Betreff als auch im Newsletter konkret und bennen Sie die Themen konkret.
Gestalten Sie Ihren Newsletter
Die optische Gestaltung ist ein etwas heikles Thema. Einerseits ist ein schönes Design natürlich ansprechend. Andererseits müssen Sie dafür HTML-E-Mails nutzen, die nicht von allen E-Mail-Programmen akzeptiert oder richtig dargestellt werden. Wenn Sie Ihren Newsletter im HTML-Format verschicken, sollten Sie auf jeden Fall einen Link integrieren und den Newsletter auch online anbieten, damit der Empfänger bei Darstellungsproblem im E-Mail-Programm auch mit dem Browser darauf zugreifen kann. Natürlich sollten Sie bei Ihrem Design auch jeden Fall Ihr Logo und das Corporate Design Ihrer Marke oder Ihres Unternehmens verwenden.
Nutzen Sie die Kündigungsoption
Irgendwann wird Ihr Newsletter nicht mehr gelesen, das ist schlicht und ergreifend Fakt. Der oben stehende Infografik von Exacttarget zur Folge nutzt die Mehrheit der Abonnenten dazu den “Abmelden”-Link. Das gilt natürlich nur, wenn diese Link auch gut sichtbar ist und nicht Minuten lang im Kleingedruckten gesucht werden muss. Und es ist in Ihrem Interesse, dass Ihre Abonnenten Ihren Newsletter abbestellen statt ihn einfach zu löschen. Denn bei der Abmeldung können Sie Ihre Kunden gleich nach den Beweggründen fragen. Nutzen Sie diese Option unbedingt und lernen Sie aus den angegebenen Gründen.
Nutzen Sie selbst E-Mail-Newsletter für Ihre Marke oder Ihr Unternehmen? Welcher Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.







Marco De Micheli Redaktor HR-Blog
Kann alle obigen Informationen aus der Praxis bestätigen. Unser Newsletter über neue Bücher zum Personalwesen trägt 25% zum Umsatz bei. Interessante Betreffzeilen mit einem Mix aus materiellem und inhaltlichem Nutzen haben sich vor allem bewährt und die Tageszeit kurz vor Mittag (während der Arbeitszeit, nicht im Nachtversand, wenn am Morgen 10 Newsletter im Postfach Lesestress erzeugen…)
ts
Dieser Newslettermist gehört verboten. Ich bekomme davon im Schnitt zehn Stück davon täglich – alle primitivste Werbung, alle unbestellt und niemals welche von meinen eigenen Kontakten. Eingetragen werde ich automatisch, austragen soll ich mich manuell ! Seriöse Firmen stellen Informationen bei Bedarf zur Verfügung und müllen Kunden nicht ungefragt mit Kram zu, der letztlich nur Ihrem eigenen Interesse dient.
Und der Rat bei Abmeldung auch noch Gründe abzufragen ist lustig. Man rechne einmal die verlorene Lebenszeit zusammen, die ich da bei dieser Frequenz mit Dingen verbringe, die mich gar nicht interessieren.
Jochen Mai
Naja, da verwechseln Sie – glaube ich – was: Die Leser, die den Newsletter selbst (!) einmal bestellt haben, zu fragen, warum sie ihn nicht mehr wollen, ist legitim und klug. Dass Sie Opfer von Scherzbolden sind (die Sie irgendwo eintragen) oder von unseriösen Versendern, kann man den vielen seriösen Angeboten nicht zum Vorwurf machen. Das ist dann doch zu verallgemeinernd.
Christian Mueller
Wie Jochen Mai richtig sagt, gibt es ja durchaus Newsletter, die Leser aufgrund der Informationen von sich aus abonnieren. In ungewollt Newsletter zu vermeiden steht im Artikel extra der Hinweis, dass die Eintragung durch anklicken eines Bestätigunslinks verifziert werden sollte. Seriöse Newsletter handhaben das meiner Erfahrung nach auch so.
Ulli [Mobile]
Ts hat recht. Einmal irgendwo registriert, kommen 5 neue Newsletter ungefragt hinzu. Dieser Müllberg wächst und wächst und es wird immer schwieriger die wirklich interessanten Newsletter herauszufiltern.
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