Twitter, Facebook, Google+, Foursquare, Google Latitude, Gowalla, Amen… Die Liste der Sozialen Netzwerke ist lang. Immer mehr Menschen nutzen einen oder gar mehrere dieser Dienste täglich, teilweise gar stündlich. Und spätestens wenn irgendwo piept, blicken alle erwartungsvoll auf ihr Handy…
Achtung! Das sind bereits erste Ansätze zu einer veritablen Sucht. Ja, richtig gelesen. Auch, wenn das einige jetzt natürlich nicht gerne lesen: Auch nach Social Media kann man süchtig werden. Ein bisschen zumindest.
Für die erste Selbstdiagnose haben wir 55 Symptome identifiziert, die Ihnen erste Anhaltspunkte liefern können, wie abhängig Sie von dem Internetz-Dings bereits sind. Je öfter Sie sich in den folgenden Aussagen wiedererkennen, desto Junkie…
Diese Anzeichen sollten Sie beunruhigen…
- Ihre Aussagen sind neuerdings nicht länger als 140 Zeichen.
- Sie haben mehr Accounts bei Sozialen Netzwerken als Socken.
- Ihr jüngster Anmachspruch lautet: “Sind wir uns nicht schon mal gefolgt?”
- Und die schönste Liebeserklärung, die Sie sich vorstellen können, lautet: “I like you”.
- Sie bekommen abends immer öfter Kopf.www.
- Um gut drauf zu kommen, ziehen Sie sich erst mal eine Timeline rein.
- Auf “Wie finden Sie das?” antworten Sie: “+1″.
- Nachdem das Essen serviert ist, machen Sie zuerst ein Foto und laden es hoch.
- Sie können sich nicht erinnern, eine Toilette besucht zu haben, ohne dabei Ihr Smartphone benutzt zu haben.
- Ihre Freunde können sich nicht erinnern, den Toilettenbesuch nicht bei Places bemerkt zu haben.
- Sie können keine TV-Sendung sehen, ohne die Handlung parallel zu twittern.
- Ihre Lieblingssportarten sind surfen und bloggen.
- Sie wundern sich, dass die Vögel vor Ihrem Fenster nicht blau sind.
- Früher haben Sie zur Entspannung abgehangen, heute haben Sie Hangouts.
- Sie sind der Mayor Ihres Arbeitgebers.
- Eine Kamera wird auf Sie gerichtet und Sie fragen: “Komm ich jetzt in Facebook?”
- Wenn Sie sonntags die Kirche betreten, checken Sie erst einmal bei Foursquare ein.
- Sie reservieren bei jedem neuen Sozialen Netzwerk sofort Ihren Nickname.
- Als Sie aufwachten, stand diese Woche schon zwei Mal ZTREWQ auf Ihrer Stirn.
- Wenn Sie etwas auspacken, streamen Sie live das Video davon ins Netz.
- Auf die Frage “Wie geht’s dir?” antworten Sie: “Lies meine Tweets!”
- Ein Tag ohne Retweet ist ein verlorener Tag.
- Sie wissen mehr über Ihre Facebook-Freunde als über Ihre Familie.
- Sie denken bei dem Wort “Post” zuerst ans Bloggen.
- Und beim Wort “Zirkeltraining” an ein neues Google-Tool.
- Für Ihre Statusmeldungen gibt es jetzt eine Flatrate.
- Ohne #ff würden Sie nicht wissen, dass Freitag ist.
- Ihre erste Statusmeldung erscheint noch vor dem ersten Schluck Kaffee.
- Sie lautet: “Guten Morgen.”
- Ihren letzten Tweet des Tages schreiben Sie grundsätzlich im Bett.
- Bei Konzertkarten fragen Sie nicht zuerst nach dem Preis, sondern nach dem Hashtag.
- Beim Wort “Tablet” fragen Sie sich zuerst: Android oder iOS?
- Ihre Briefe beginnen neuerdings mit “@Sehr geehrte #Damen und #Herren”.
- Wenn Sie abnehmen wollen, nutzen Sie die @kins-Diät.
- Sie chatten mit Ihrem Partner, obwohl der keine zwei Meter neben Ihnen sitzt.
- Und abends hauchen Sie ihm oder ihr ein zärtliches HDGDL ins Ohr.
- Sinkende Follower-Zahlen beängstigen Sie mehr als ein sinkender Kontostand.
- Ihr Alltag lässt sich im Netz bereits lückenlos nachvollziehen.
- Sie kennen Ihren Klout-Wert auswendig.
- Sie möchten, dass der Name Ihres Kindes mit @ beginnt.
- Ihre Augenbrauen haben inzwischen diese Form: ^^.
- Und zum Lachen legen Sie Ihren Kopf automatisch zur Seite.
- An Karneval verkleiden Sie sich als Fail-Wale.
- Nach Karneval sehen Sie noch immer so aus.
- Sie kennen in Ihrer Stadt mehr freie WLANs als Sehenswürdigkeiten.
- Ihre Alpträume handeln von leeren Akkus.
- Sie fragen bei der Blutspende nach dem Flattr-Button.
- Ihr Laptop trägt teurere Klamotten als Sie.
- Sie halten “Gefällt mir” für ein Kompliment.
- Ihr Smartphone ist inzwischen tatsächlich cleverer als Sie.
- Sie kennen Sascha Lobo.
- Er kennt Sie ebenfalls.
- Und retweetet Sie!
- Sie haben bei jedem der Punkte genickt.
- Und diese Liste trotzdem noch bis zum Ende gelesen.







S.Bauer
Passend dazu, was mir im echten Leben tatsächlich mal passiert ist:
Im Wartezimmer beim Zahnarzt, beim Lesen des GEO-Magazins (nicht online, die Ausgabe auf Papier, ja so etwas gibt es noch…) hatte ich bei einem etwas zu kleinen Foto den unwiderstehlichen Reflex, draufzuklicken um das Foto in höherer Größe zu bekommen…
Mirko Walter
#9 – rate mal, wo ich das Posting grad gelesen hab ;)
Tanja Handl
“Sind wir uns nicht schon mal gefolgt?”
Weltklasse. :-)
Schlechte Anmachsprüche in sozialen Netzwerken wären glatt einen eigenen Artikel wert.
Bertold Raschkowski
56. Sie halten einen Akkuladestand von < 50% für lebensbedrohlich.
57. Früher haben Sie Hashtags wie #twoff benutzt
58. Sie legen Fake-Accounts an um sich selbst zu folgen oder zu liken
Pingback: Lies mal… » Blog Archive » 55 Symptome einer Social-Media-Sucht
Jochen Mai
@S.Bauer: Du wirst lachen, das ist mir auch schon mal passiert, dass ich auf ein Printerzeugnis klicken wollte… iPad-Reflex
@Mirko: Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih….
@Tanja: Das ist eine großartige Idee: SoMe-Anmachsprüche… Darunter fällte sicher auch “Dein Profilbild (Achtung, jetzt kommt’s:) gefällt mir.”
@Bertold: #58 spricht allerdings weniger für eine Sucht, dafür eher für eine Profilneurose. ;)
Christian Mueller
@S.Bauer: Das hatte ich noch nicht, aber ich habe mich schon ein paar Mal gewundert, dass ich auf meinem Macbook nur Schlieren auf dem Bildschirm hinterlasse und sich nichts tut, wenn ich pinche :-):
@ Mirko: Aaaaargh, und das bei meiner bildhaften Fantasie, brrrr ;-)
@Tanja: Die Idee klingt gut, ist echt mal ne Überlegung wert. Danke dir.
@Bertold: Das mit dem Ladestand führt dann aber täglich zu akuter Todesangst, oder? :-)
Bertold Raschkowski
@Jochen: Sucht nach neuen Follwern… die Profineurose möchte ich natürlich nicht ausschliessen. Oder eine multiple Persönlichkeitsstörung;-)
@Christian: Wenn man ein iPhone hat, ja;-) Glücklich ist der, der einen ausdauernden Akku einbauen kann oder ein externes Batterie-Pack sein eigen nennt und dadurch länger als 12 Stunden durchkommt. Es soll Menschen geben, die sogar bei einer Familienfeier ihren Platz nach der Entfernung zur nächsten Steckdose aussuchen. (Kopfschüttel)
Ivan Blatter
Wer bei Punkt 54 auch noch nickt, ist schon verloren.
Ein Frühwarnzeichen hingegen ist: “Sie verstehen alle Punkte auf dieser Liste.”
…oder wissen Sie etwa nicht, was ein “Fail-Wale” ist? :-)
Christian Mueller
@Bertold: Das”Sitzplatz nach der Steckdose auswählen” kenne ich (zum Glück nicht von mir) ist etwas äh…. seltsam.
@Ivan Blatter: Das Verstehen ist nicht das Problem, denke ich. Problematisch wird es erst wenn man bei jedem Punkt denkt “Kenn ich von mir auch”. Dann ab zum Entzug ;-)
Pingback: Links der Woche – KW38: Facebooks smarte Listen, Social Media Sucht, Podcast starten, Smartphon in der Transsib, Facebooks neuen TIcker loswerden, Traufgänge und Barcamp-Orga
Pingback: Konzept-4 Blog » Blog Archive » Ist Facebook die neue Einstiegsdroge?
Pingback: Aus dem Leben eines Social Media Süchtigen
Pingback: Ist Facebook die neue Einstiegsdroge? | KONZEPT4
Pingback: Social-Media-Sucht: Top 15 Symptome | | Der "Rhein-Main Aktiv"-BlogDer "Rhein-Main Aktiv"-Blog
Pingback: ¿Eres un yonkie de las Redes Sociales? | Lo que no te han contado