Das Problem ist: Sobald Menschen und Medien über Mozart, Einstein, Bill Gates oder Steve Jobs und ihre Erfolge sinnieren, dann sehen sie vor allem deren Genialität und Kreativität – und übersehen wie hart diese zweifellos kreativen Genies für ihre Erfolge gearbeitet haben. Das Ergebnis ist eine gefährliche Illusion: Dabei entsteht der Eindruck diese Menschen seien vor allem deshalb an die Spitze gelangt, weil sie etwas hatten, was andere nicht hatten. Das stimmt in gewisser Weise auch. Es sind aber weniger Kreativität und Intelligenz, sondern vielmehr ihre Leidenschaft, ihre Neugier und ihr Lerneifer sowie ihr Durchhaltevermögen.

Warum das so gefährlich ist? Weil schon Kinder lernen, sie müssten vor allem smart sein, um später erfolgreich zu sein. Studien aber zeigen: Dieses Denken erzeugt Angst davor Fehler zu machen – mit der Folge, dass wir tatsächlich weniger lernen. Und erst recht nicht smarter werden.

Auch die Psychologin Carol Dweck von der Columbia Universität hat in einer ihrer Studien dazu festgestellt:

People who believe in the power of talent tend not to fulfill their potential because they’re so concerned with looking smart and not making mistakes. But people who believe that talent can be developed are the ones who really push, stretch, confront their own mistakes and learn from them.

Oder einen kurzen Nenner gebracht: Leidenschaft, nicht Talent machen den Gewinner.