Erfolgsrezept
Würden Sie von sich behaupten erfolgreich zu sein? Immer wieder begegnet man im Leben Menschen, denen scheinbar alles spielend leicht zufällt: Ob im Job oder privat, alles was sie anfassen, gelingt. Man selbst steht fassungslos daneben und fragt sich: Wie machen die das? Ein hundertprozentiges Erfolgsrezept gibt es zwar nicht, doch es gibt Charaktereigenschaften, die erfolgreiche Menschen gemeinsam haben. Welche das sind, stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Erfolg ist Einstellungssache

Am Ende eines Arbeitstages konzentrieren sich zu viele Menschen auf alles, was den Tag über schief gelaufen ist: die verpasste Deadline, Pannen in Kundengesprächen oder abgelehnte Ideen. All diese Dinge beschäftigen einen bis weit über den Feierabend hinaus. Im Gegensatz dazu, werden Erfolge oft übersehen. Tage, an denen alles glatt läuft, gelten als selbstverständlich. Man wartet immer auf die großen, bahnbrechenden Erfolge - den riesigen Kundenauftrag oder die Beförderung. Kleine Erfolge verblassen vor diesem Hintergrund.

Doch Selbstreflexion ist ein Schlüssel zum Erfolg. Wer sich bewusst macht, was er bereits erreicht hat, geht glücklicher durchs Leben. Aus bisherigen Erfolgen lässt sich Kraft für die Erreichung von neuen Zielen schöpfen. Das heißt, Erfolg ist in erster Linie Einstellungssache.

Das beweist auch das Beispiel des amerikanischen Kunstturners Bart Connor. Als kleiner Junge fragten ihn seine Eltern jeden Tag vor dem Einschlafen, was sein größter Erfolg des Tages gewesen sei. Durch die Beantwortung dieser Frage schlief er mit dem Gefühl ein, etwas erreicht zu haben und wachte mit dem Selbstbewusstsein auf, auch neue Herausforderung bewältigen zu können. Das zahlte sich aus: Nach einer schweren Verletzung 1983 stand seine Olympiaqualifikation auf dem Spiel. Doch er kämpfte sich zurück, qualifizierte sich nicht nur, sondern holte Olympisches Gold.

Aphorismen zum Thema Erfolg

  • Das Außerordentliche geschieht nicht auf glattem, gewöhnlichem Wege. Johann Wolfgang von Goethe
  • Wer steilen Berg erklimmt, hebt an mit ruhigem Schritt. William Shakespeare
  • Wer den Erfolg gut behandelt, dem läuft er nach wie ein Hund. Mark Twain
  • Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines, fängt aber mit Kleinigkeiten an. Sokrates

Acht Dinge, die erfolgreiche Menschen gemeinsam haben

GaudiLab/shutterstock.comBart Connor hätte das nicht geschafft, wenn er nicht über bestimmte Eigenschaften verfügt hätte, die Erfolg begünstigen. Einige davon findet man bereits im Kindesalter, andere werden mit der Zeit erlernt. Was gleichzeitig auch bedeutet: Sollten Sie sich einige der Eigenschaften nicht zuschreiben, können Sie sich diese aneignen. Wir haben acht Eigenschaften gesammelt, die sich besonders oft bei erfolgreichen Menschen finden lassen:

  1. Sie lassen sich von Niederlagen nicht entmutigen

    Bart Connor ist nicht in Selbstmitleid zerflossen, obwohl er allen Grund dazu gehabt hätte. Er hat den Kopf nicht hängen lassen und an seinem Ziel, sich für die olympischen Spiele zu qualifizieren, weitergearbeitet. Ein weiteres Beispiel: 1914 brannte das Labor von Thomas Edison ab und zerstörte seine jahrelange Arbeit. Doch statt seinen Werken nachzutrauern, sah er das Ereignis als Chance, um zu neuen Ufern aufzubrechen und mit einem frischen Geist seine Forschung von neuem zu beginnen. Erfolgreiche Menschen sind Stehaufmännchen, die an sich selbst und ihre Ziele glauben.

  2. Sie warten nicht ab, sondern handeln

    Erfolgreiche Menschen besitzen eine Macher-Mentalität. Sie sitzen nicht zuhause und warten darauf, dass das Glück eines Tages an ihre Tür klopft. Sie ziehen los, um sich das zu holen, wovon sie träumen.

  3. Sie sind bereit, Risiken einzugehen

    Erfolgreiche Menschen treffen Entscheidungen, bei denen so manche Mutter wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat. Michael Dell wurden von seinen Eltern zu einem Medizinstudium gedrängt. Doch er verkaufte lieber Computer. 1984 brach er deswegen sein Studium ab und gründete eine Firma. Heute gehört er zu den weltweit größten PC-Händlern.

  4. Sie investieren in sich selbst

    "Man sollte vor allem in sich selber investieren. Das ist die einzige Investition, die sich tausendfach auszahlt", behauptet Warren Buffet, Unternehmer und Milliardär. Erfolgreiche Menschen glauben an sich. Sie arbeiten an sich, dem Ausbau ihrer Fähigkeiten und haben das nötige Selbstbewusstsein, um daran zu glauben, alles schaffen zu können.

  5. Sie können mit Veränderungen umgehen

    Mitte der 1950er Jahre gründete Werner Otto einen Versandhandel. Erfolgreich wird er durch die Idee der Sammelbestellung. Gemütlich beisammen sitzen, im Katalog blättern und sich in der Runde neu einkleiden oder die Wohnung neu einrichten. Das trifft den Nerv der Zeit. Doch dann entsteht der Online-Handel. Die Menschen kaufen nun bei Amazon. Quelle geht pleite. Doch Otto wird zur Otto Group und damit zu einem der größten Online-Händler hinter Amazon.

  6. Sie bauen Beziehungen zu anderen Menschen auf

    Erfolgreiche Menschen sind auch gute Netzwerker. Sie knüpfen gerne neue Kontakte und suchen sich einflussreiche Freunde. 1990 wurde Angela Merkel, damals noch weitgehend unbekannte Politikerin, überraschend Ministerin für Frauen und Jugend im Kabinett Kohl. Helmut Kohl erkannte ihr Potenzial und verschaffte ihr den Einstieg in eine politische Laufbahn. Heute gilt sie als mächtigste Frau der Welt.

  7. Sie sind Träumer

    Ein erfolgreicher Mensch braucht Visionen und Träume. Das wahrscheinlich berühmteste Beispiel dafür ist Steve Jobs. 1983 soll er John Sculley, den damaligen Marketingchef von Pepsi gefragt haben: "Willst du den Rest deines Lebens damit zubringen, gezuckertes Wasser zu verkaufen oder willst du die Welt zu verändern?" Damit konnte er ihn zum Wechsel zu Apple bewegen.

  8. Sie besitzen Entschlossenheit

    Um erfolgreich zu sein, braucht es Zielstrebigkeit und haben Biss. Entschlossenheit bedeutet, eine Leidenschaft für das eigene Tun und die eigenen Ziele zu entwickeln. Sie beweisen einen langen Atem und arbeiten über Jahre hinweg an der Erreichung ihrer Ziele. Christoph Waltz wurde erst mit seiner Rolle als Hans Landa in Quentin Tarantions Film "Inglorious Bastards" berühmt. Erst im Alter von 53 nimmt seine Karriere richtig Fahrt auf.

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Was Sie davon abhält, erfolgreich zu sein

Es ist keine schöne Erkenntnis, doch manchmal steht man dem eigenen Erfolg selbst im Weg. Klar, es ist leichter und angenehmer, die Schuld bei jemand anderem zu suchen und sie dem Chef in die Schuhe zu schieben, doch nur wer sich selbst gegenüber eine faire Einschätzung abgeben kann, kann auch etwas an den Ursachen ändern.

Meist sind es schlechte Gewohnheiten, die zum Problem werden. Wir zeigen Ihnen sieben dieser Gewohnheiten, die Sie davon abhalten, erfolgreich zu sein - aber auch, was Sie tun können, um etwas daran zu ändern:

  1. Sie sind ein Perfektionist.

    Selbstverständlich hat jeder Arbeitnehmer den Anspruch, seine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen zu erledigen. Doch nicht wenige verfallen dabei in einen schädlichen Perfektionismus. Einige verbringen ihr Leben mit dem Versuch, keine Fehler zu machen. Ein ums andere Mal gehen sie Ihre Arbeit durch und basteln immer wieder daran rum. Doch diese Detailverliebtheit kostet viel Zeit. Zeit, die sie bereits in andere Aufgaben stecken könnten. Auch verlieren sie dabei den Blick fürs große Ganze.

    Wie Sie das ändern: Praktizieren Sie stattdessen selektiven Perfektionismus. Überlegen Sie sich, bei welchen Aufgaben sich Perfektionismus lohnt. Lohnt es sich mehrere Stunden für die Folien einer Kundenpräsentation zu investieren? Auf jeden Fall. Lohnt es sich hingegen, mehrere Stunden für einen internen Zwischenbericht zu opfern? Wahrscheinlich nicht, denn hier stehen zumeist die Ergebnisse und nicht das Layout im Vordergrund. Auf diese Weise ersparen Sie sich eine Menge Aufwand.

  2. Sie können nicht mit Kritik umgehen.

    Gewiss, nicht jeder Kollege, der einem einen Rat gibt, meint es damit gut. Manchmal ist es eine Intrige oder eine falsche Fährte oder der Versuch, sich als Ratgeber größer zu machen. Das sind allerdings eher die Ausnahmen. In der Regel ist die Hilfe, die man gerade braucht, tatsächlich nur ein Büro weiter zu finden. Mit Sicherheit gibt es auch in Ihrem Job erfahrene und sehr erfolgreiche Kollegen, die Ihre Arbeit weiterbringen können. Es wäre dumm von dieser Erfahrung nicht zu profitieren.

    Wie Sie das ändern: Kritik ist nicht angenehm. Niemand hört es gerne, wenn ihm die eigenen Fehler vorgehalten werden. Automatisch fühlt man sich in seinem Ego verletzt. Doch falscher Stolz kann einen davon abhalten, sich weiterzuentwickeln. Konstruktive Kritik ist wertvolles Feedback für Ihre Arbeit. Sie werden dadurch auf Dinge hingewiesen, die Ihnen selbst nicht bewusst waren und erhalten die Chance Ihre Arbeit zu verbessern. Nehmen Sie diese Chance an.

  3. Sie haben Angst vor Niederlagen.

    Erst einmal abwarten, vielleicht erledigt sich das Problem von selbst. Sie setzen auf altbewährte Methoden. Sie sind kein risikofreudiger Mensch. Entscheidungen bedacht und sorgfältig zu treffen, ist eine gute Eigenschaft. Doch darf die Vorsicht nicht zur lähmenden Angst werden. Denn dann steht die Angst Veränderungen im Weg. Nur wenn sich Dinge verändern und Neues entsteht, ist Innovation möglich.

    Wie Sie das ändern: Versperren Sie sich nicht vor neuen Ideen. Haben Sie den Mut, auch mal etwas auszuprobieren. Es muss nicht gleich eine weltbewegende Veränderung sein. Kleine Veränderungen, die Sie als erfolgreich empfinden, werden Sie darin bestärken, mehr auszuprobieren.

  4. Sie sind wie ein Fähnchen im Wind.

    Es gibt Menschen, die aalglatt durchs Leben gleiten und nie anecken. Sie geben sehr viel auf die Meinung anderer und wollen es am liebsten immer allen recht machen. Auch wenn dieser Wunsch verständlich ist, ist es unmöglich es allen Recht zu machen. Letztlich fehlt Ihnen der eigene Standpunkt, das wofür Sie mit Ihrer Arbeit stehen.
    Wie Sie das ändern: Lösen Sie sich von der Meinung der anderen. Was ist Ihnen selbst wichtig? Sind Sie beständig in Ihrer Meinung, werden Sie von den Kollegen und dem Chef ernst genommen.

  5. Sie übernehmen nicht die Verantwortung.

    Der Wecker hat nicht geklingelt und Sie haben verschlafen, die Bahn hatte Verspätung – eine Ausrede haben Sie immer parat. Immer sind die Umstände daran schuld, dass etwas nicht nach Plan lief. Damit ziehen Sie sich aus der Affäre. Das ist zwar der leichteste Weg, doch er führt nicht dazu, dass Ihnen leitende Aufgaben übertragen werden.

    Wie Sie das ändern: Wer sich verantwortlich verhält, genießt auch das Vertrauen der Kunden und Kollegen. Stehen Sie zu Ihren Fehlern. Es ist keine Schande, etwas falsch zu machen, wenn Sie richtig mit Ihren Fehlern umgehen. Zeigen Sie Ihrem Chef und Ihren Kollegen, dass Sie daraus lernen und beteiligen Sie sich an deren Lösung. Die Arbeit bleibt damit nicht an den anderen hängen, sondern Sie bringen sich aktiv ein.

  6. Sie entwickeln sich nicht weiter.

    Selbst mit mehrjähriger Berufserfahrung und als gestandener Experte hat man nicht ausgelernt. Denn die Arbeitswelt entwickelt sich stetig weiter. Wissen verjährt. Ein Chirurg, der heute top ausgebildet ist, wird ohne stetige Weiterbildung in fünf bis zehn Jahren nicht mehr mit den Entwicklungen Schritt halten können. Der Neurologe Arne May vom Universitätsklinikum Hamburg zeigte in einer Studie, dass Lernen noch bis ins hohe Alter möglich ist. 20 Männer und 24 Frauen im Alter von 50 bis 67 Jahren sollten in nur drei Monaten jonglieren lernen. Auch, wenn nicht jeder der Probanden nach drei Monaten jonglieren konnte, zeigte sich doch, dass sich das Gehirn bei denjenigen, die geübt haben, weiterentwickelt hat. Doch wer hingegen nicht stetig weiterlernt, dessen Fähigkeit etwas zu lernen verschlechtert sich.

    Wie Sie das ändern: Bilden Sie sich kontinuierlich weiter. Zahlreiche Möglichkeiten stehen Ihnen dafür zur Verfügung: berufsbegleitende Studiengänge, Fernstudiengänge, Kongresse, Tagungen, Messen, E-Learning, Coaching...

  7. Sie denken nicht an diejenigen, die Sie unterstützt haben.

    Selbst Genies sind bisweilen auf die Hilfe anderer angewiesen. Sei es, dass diese sie mit nützlichen Informationen versorgen, sie rechtzeitig warnen oder aktiv protegieren. Je mehr Mentoren einer hat, desto besser. Ein funktionierendes Beziehungsnetz wirkt wie ein Karriereturbo. Doch einfach zu vergessen, wer einem einst mit Rat und Tat zur Seite stand und von dem man bisher in irgendeiner Form profitiert hat, ist ein Affront für die Mentoren. Schon Goethe hielt Undank für eine Schwäche: "Ich habe nie gesehen, dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären."

    Wie Sie das ändern: Halten Sie Kontakt zu den Menschen, die Sie gefördert haben. Ein funktionierendes Netzwerk lebt vom Austausch. Wenn Sie also auch in Zukunft sicher sein wollen, dass die Menschen in Ihrem Netzwerk Ihnen helfen, bieten Sie selbst Hilfe an.

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