Es gibt schon viele interessane Untersuchungen darüber, warum wir welche Entscheidungen treffen, ob es besser ist aus dem Bauch heraus oder erst nach langem rationalen Abwägen zu wählen oder ober nur denken, wir würden wählen, uns in Wahrheit aber mal wieder (von uns selbst) haben manipulieren lassen. In die letzte Kategorie fällt auch die Studie von Dana R. Carney von Universität von Kalifornien in Berkeley und ihrer Kollegin Mahzarin R. Banaji, Psychologie-Professorin an der Harvard Universität. Die beiden konnten in drei Experimenten bestätigen, was wir uns schon immer dachten: Es ist gut Erster zu sein…

Denn wenn wir schnell zwischen mehreren Alternativen wählen, entscheiden wir uns doch meist für die erste Option. Und das unabhängig davon, ob es um Konsumgüter oder Geschäftsstrategien geht. Allerdings, das geben die Autorinnen zu, müssen dazu einige Voraussetzungen erfüllt sein. So müssen die Entscheidungen (etwa aufgrund äußeren Drucks) schnell getroffen werden und die Betroffenen dürfen nicht viel Zeit haben, lange darüber nachzudenken. Dana R. Carney dazu:

The order of individuals performing on talent shows like American Idol. The order of potential companies recommended by a stockbroker. The order of college acceptance letters received by an applicant. All of these firsts have privileged status. Our research shows that managers, for example in management or marketing, may want to develop their business strategies knowing that first encounters are preferable to their clients or consumers.

Zuweilen ist die Erklärung aber auch recht simpel. Wenn wir uns beispielsweise zwischen verschiedenen Jobangeboten entscheiden, dann wählen eher die erste Position in der Liste, weil die auch einfach unseren Traumberuf darstellt. Das heißt: Die Liste war schon vorher priorisiert. Weil das aber so ist konditionieren wir uns damit zugleich, Motto: Das Erste ist das Beste. Und einmal gelernt, bleiben wir diesem Muster auch bei späteren Entscheidungen treu.