Ein Gastbeitrag von dem Schüler Johannes Kohnert

Motivation und Erfolg – beide sind unverzichtbare Begleiter bei der Arbeit. Wie ich darauf komme?

Vor etwa zwei Monaten begann ich mit einem Klassenkameraden Jiu Jitsu zu trainieren. Nach dem Training fühlten wir uns erschöpft. Zugleich aber stellte sich ein Gefühl der Zufriedenheit ein sowie die Gewissheit, etwas Sinnvolles getan zu haben. Letztes Wochenende dann traten wir zur unserer Gelbgurtprüfung an. Wir bestanden beide. Motiviert durch diesen Erfolg beschlossen wir in nächster Zeit noch intensiver zu trainieren. Unser Sensei war damit zufrieden, gab uns aber noch diese Weisheit auf den Weg:

Ihr dürft euren Erfolg nicht als einen Punkt betrachten, vielmehr ist er Teil des Weges auf dem Ihr geht.

Übertragen auf den Job bedeutet das: Die Arbeit ist der Weg, die Motivation lässt einen voranschreiten und der Erfolg ist die tolle Landschaft, die man auf seiner Reise zu sehen bekommt.

Aber wie kommt es dazu, dass der Erfolg uns dazu motiviert, uns noch mehr anzustrengen?

Ganz einfach: Weil unser Gehirn mit einem Belohnungsprinzip arbeitet. Und wir werden gerne belohnt! Erinnern Sie sich vielleicht noch daran, wie Ihre Eltern Sie als Kind dazu gebracht haben, Ihr Zimmer aufzuräumen? Freiwillig hat das kaum einer getan. Aber die Aussicht auf eine Tafel Schokolade hat schon so einige Kinder dazu bewogen, ihr Zimmer schneller aufzuräumen, als Sie Ecuador Mamallakta aussprechen können.

Sicher, die Belohnungen verändern sich mit dem Alter. Früher war es Schokolade. Heute ist es soziale Anerkennung, Geld, das neueste technische Spielzeug, die Aussicht auf eine Beförderung oder Sex. Das Prinzip dahinter ist jedoch dasselbe. Hat man erst einmal eine Belohnung erhalten, will man automatisch mehr.

Auf unser Sinnbild übertragen wäre die Belohnung die Energie die Sie dazu antreibt weiterzulaufen.

Ihr ganz privater Mauerfall

Manchmal reichen Belohnungen allerdings trotzdem nicht aus. Dann steht man wie vor einer Mauer. Und darauf sitzt Ihr ganz persönlicher innerer Schweinehund. Er flüstert ihnen zu: Schau dich um, ist die Landschaft nicht toll, warum weitergehen, wenn es hier doch so toll ist?

Niemand ist zu 100 Prozent vor den kleinen Ablenkungen gefeit, die im Alltag auf einen warten:

  • Blinkt da nicht gerade der Facebooktab?
  • Was wohl im nächsten Kapitel von „Ich denke, also spinn ich“ auf mich wartet?
  • Ich hab heute einfach keine Lust!

Über die ersten beiden Punkte müssen Sie selbst entscheiden. Das sind klassische Fragen der eigenen Disziplin und Arbeitsmoral. Gegen die dritte Mauer, also die „Null-Bock-Phase“, habe ich noch ein paar ganz persönliche Tipps:

  1. Musik Mich persönlich motiviert nichts mehr als bei der Arbeit oder beim Sport Musik zu hören. Suchen Sie sich Ihren eigenen Motivationshit.
  2. Sport Nehmen Sie sich wenigstens eine halbe Stunde am Tag um sich sportlich zu betätigen. Das hilft, einen freien Kopf zu bekommen und den Weg wieder klar vor Augen zu sehen.
  3. Pausen Damit meine ich nicht, beim Essen noch etwas für das aktuelle Projekt zu googeln. Pause machen bedeutet, richtig abschalten und sich in keiner Weise mit Arbeit zu befassen.
  4. Lachen Humor hilft, mit den stressigsten Situationen fertig zu werden. Ohne ihn wären wir in dieser Welt verloren.
  5. Fragen Wer nicht fragt, bleibt dumm. Dieses Zitat lässt sich prima auf unseren Alltag übertragen. Es ist verblüffend, wie einfach manche Menschen ihre Probleme lösen. Man muss sie nur fragen.
  6. Rule #32 Enjoy the little things – Das Zitat ist aus dem Film “Zombieland” geborgt. Aber dahinter steckt eine Menge Weisheit: Genießen Sie so viel wie möglich, gerade die Kleinigkeiten! Und wenn es nur der morgendliche Kaffee ist.
  7. Abwechslung Erweitern Sie Ihren Horizont. Probieren Sie zum Ausgleich mal etwas aus, das Sie vorher noch nie gemacht haben. Bungeejumping ist ein guter Anfang.

Und: Es muss nicht immer alles auf einmal geschehen. Gerade für die Motivation gilt: Immer eins nach dem anderen! Alles zu erreichen ist der Weg und die Punkte kleine Etappenerfolge.

Über den Autor

Johannes Kohnert, 20, besucht derzeit die Fachhochschule in Bayreuth. Seine Freizeit nutzt er zum Sport, bevorzugt Jiu Jitsu und Joggen. Zukünftige Ambitionen sind ein Bachelor-Studiengang an der Fachhochschule des Bundes in Brühl.

Dieser Gastbeitrag nimmt am Autorenwettbewerb 2011 teil.