Es reicht nicht, gemocht zu werden – man muss die Menschen auch (zum Mitmachen) begeistern. So lässt sich zusammenfassen, was Tina McCorkindale von der Appalachian State Universität über Facebook-Fanseiten, insbesondere die von Unternehmen, herausgefunden hat. Vor allem die jüngere Generation, die sogenannten Millennials zwischen 18 und 29 Jahren, sind recht flüchtige Fans: Zwar sagten 75 Prozent (414 Befragte), dass sie schon mal eine Fanseite “geliked” haben, allerdings sagten 69 Prozent ebenfalls, dass sie die Seite danach nie wieder besucht hätten und auch so dort nicht mehr kommunizierten. Facebook tut dann sein Übriges dazu – und irgendwann tauchen die Firmenmeldungen in der Timeline der Fans gar nicht mehr auf. Es sind dann Karteileichen.

Lediglich 15 Prozent der Befragten gaben an, die Seite des jeweiligen Unternehmens wenigstens einmal pro Woche zu besuchen, 44 Prozent verbringen allerdings weniger als eine halbe Stunde am Tag auf Facebook. Man kann sich leicht ausrechnen, wie viel Aufmerksamkeit dann noch für die einzelne Fanseite bleibt.

Die Forscher fand allerdings auch einen Grund für das flüchtige Interesse der jungen Fans: Ihr Engagement – sei es als Kommentar, Like oder Share, wurde vom Seitenbetreiber nicht gewürdigt. Oder kurz: Es lohnt sich schlichtweg nicht, wiederzukommen. Und damit sind jetzt keine Preise oder Gewinnspiele gemeint. Eher ist es so, als sprächen die Fans in eine Blackbox hinein.

Worauf es wirklich ankommt, ist, die Fans zu engagieren und zum Mitmachen zu bewegen. Eigentlich eine Binse. Nur leider noch immer selten beachtet.