Fehler machen ist menschlich. Jeder hat mal einen schlechten Tag, zu wenig geschlafen, womöglich private Sorgen oder ist kränklich. Dann ist die Konzentration nicht gegeben - und schon passiert's. Es gibt aber auch Fehler, die sich vermeiden lassen - grobe Schnitzer, Naivitäten, Dummheiten. Solche Fehler verhindern den Erfolg. Sogar ganz häufig. Das Gute daran: Weil sie schon von zahlreichen anderen Menschen (selbst Erfolgreichen) begangen wurden, müssen Sie diese Fehler nicht mehr begehen. Wir zeigen Ihnen daher heute, welche Fehler das sind...

Fehler verhindern Erfolg erfolgreicher im Beruf

Der ewige Wunsch: Erfolgreich werden im Beruf

Wie werde ich erfolgreich im Leben?, fragen sich viele Menschen. Natürlich ist Erfolg so eine Sache: Was bedeutet es schon, erfolgreich zu sein?

  • Geht es um Erfolg in der Partnerschaft? Ein erfülltes Leben zu zweit, mit Haus und Garten und dem soliden Wohlstand der gesellschaftlichen Mitte?
  • Geht es um sportliche Erfolge? Vielleicht verknüpft mit der Gesundheit?
  • Oder geht es um einen steilen Aufstieg im Beruf? Womöglich planen Sie eine Selbständigkeit?

Das hängt von der ganz persönlichen Gewichtung ab und so manch einer empfindet sein Leben erfolgreich, weil er sich gut integriert im gesellschaftlichen Leben empfindet, einen Job hat, der ihm Spaß macht und ein Dach über dem Kopf. Andere hingegen meinen mit Erfolg, die Karriereleiter im Sauseschritt zu erklimmen und mit 25 Jahren bereits Geschäftsführer sein zu müssen.

Fakt ist aber auch, dass Sie dafür etwas tun müssen. Und hier liegt oftmals der Knackpunkt. Viele Motivationstrainer werden nicht müde zu betonen, dass man hohe Erwartungen haben und träumen können muss. Das kann aber nur ein Anfang sein, so wie Sie generell planvoll vorgehen sollten.

Beruflich erfolgreich zu sein heißt, dass Sie jeden Tag Ihre Fähigkeiten einsetzen. So bringen Sie Ihre Persönlichkeit ein und geben Ihrer Arbeit eine unverwechselbare und individuelle Note.

Erfolg ist das, was Sie anhand Ihrer Fähigkeiten daraus machen.

Fehler im Arbeitsleben gehören dazu

Fehler im Job sind ebenso normal wie anderswo. Gerade Auszubildenden, Praktikanten oder Neulingen werden schnell Fehler verziehen. Andererseits ist Fehler leider nicht gleich Fehler - manche haben einfach weitreichende Konsequenzen. Aber auch die muss ein Arbeitnehmer beichten können.

Das wiederum hängt natürlich von der Fehlerkultur ab. Existieren im Unternehmen Hierarchien, deren Träger die Wahrheit für sich gepachtet haben, wird es schwierig Fehler zu offenbaren. Das gilt sowohl für den Mitarbeiter, der einen Fehler begeht, als auch für die Führungskraft, die sich den Fehler nicht eingestehen mag.

Dabei ist klar: Wenn einzelne Personen zu viel Macht besitzen, weil sie beispielsweise das richtige Parteibuch oder entsprechend nutzbringende Kontakte hatten, aber nicht mit Kritik umgehen können, hat das negative Auswirkungen. Fehler machen dürfen sollte jedenfalls Teil einer Unternehmenskultur sein - egal, ob Sie es synonym mit "danebenhauen", "durcheinanderwerfen" oder gar "pfuschen" bezeichnen.

Was die eigenen Fehler anbelangt, so sollten Sie keine übermäßige Angst davor haben - das lähmt nur. Trial and error ist in der Forschung beispielsweise absolut üblich - man probiert halt so lange bis es funktioniert. Klar, dass dabei Fehler passieren und auch Rückschläge in Kauf genommen werden müssen. Aber nur so weiß man ja auch, in welche Richtung etwaige Änderungen gehen müssen.

Fehler, die Sie vermeiden können

Sie mögen sehr intelligent sein, dennoch oder gerade deshalb können diese Fehler Ihnen passieren. Manchmal führt das Wissen um die eigene Klugheit zur Selbstüberschätzung. Genau solche Muster und Verhaltensweisen sind es jedoch, die Sie am Fortkommen hindern:

  • Sie warten ab.

    Wer Führungskraft werden möchte, muss auch beweisen, dass er führen kann. Dazu gehört auch aktiv zu werden, bevor man in der eigentlichen Position ist. Das bedeutet nicht, dass Sie anfangen sollten, andere Leute herumzukommandieren.

    Es geht eher darum, dass Sie Gelegenheiten beim Schopfe packen, wenn es beispielsweise um neue Aufgaben geht. Dass man ein Händchen für andere Leute hat, durchaus Einfluss zu nehmen weiß und gemeinsame Ergebnisse vorweisen kann.

    Wer stattdessen aber abwartet, bis er eine Beförderung bekommt, kann lange warten. Sie müssen sich schon in irgendeiner Weise hervortun - einfach so wird Ihnen nichts auf dem Silbertablett gereicht werden.

  • Ihre Kommunikation ist schwach.

    Ist das A und O. Sie wissen, was Sie sagen wollen. Dennoch kann es vorkommen, dass jemand anderer Sie nicht versteht. Es ist Ihre Aufgabe als Sender einer Botschaft sicherzustellen, dass der Empfänger die Nachricht so versteht, wie sie gemeint ist. Dafür sollten Sie klar und einfach kommunizieren.

    Nur wenn anderen klar ist, wie etwas gemeint ist, können sie Dinge entsprechend umsetzen. Wenn Sie das hingegen nicht schaffen, führt das zu Fehlern auf beiden Seiten.

  • Sie delegieren nicht.

    Es kann nicht oft genug betont werden: Führungsaufgabe ist auch, Arbeit zu delegieren. Sie mögen vielleicht denken, dass Sie das eine oder andere wesentlich schneller erledigen können als wenn Sie die Arbeit abgeben.

    Aber dieser Fehler bringt zweierlei Nachteile mit sich: Zum Einen haben Sie deutlich mehr Zeit für Ihre eigentlichen Aufgaben und können dort entsprechende Resultate erzielen. Zum Anderen machen Sie sich unersetzlich, wenn Sie nicht delegieren.

    Das klingt zwar zunächst gut, aber als Leistungsträger wird man Sie so leicht nicht ziehen lassen, das heißt, keine Beförderung anbieten. Darüber hinaus begrenzen Sie auch die Leistungen Ihres Teams.

  • Sie holen kein Feedback ein.

    Dies ist quasi die andere Seite der Kommunikation. Der Fehler, der hier Ihren Erfolg behindert: Sie holen sich zu wenig Feedback beziehungsweise wenn Sie Kritik von anderen bekommen, hören Sie weg.

    Das ist aber nicht nur eine Geringschätzung dessen, was andere Ihnen zu sagen haben, sondern eine vertane Chance, Dinge zu verbessern. Denn ohne Feedback durch andere neigt man womöglich dazu, schlechte Angewohnheiten zu entwickeln, die Ihre Effektivität und Effizienz mindern.

    Letztlich liegt dem auch eine Form der Arroganz zugrunde, nämlich zu denken, nur weil man besonders klug sei, gäbe es nichts mehr zu lernen. Dabei können gute Ideen auch von Leuten kommen, deren Ansichten Sie sonst vielleicht nicht besonders schätzen.

  • Sie sind perfektionistisch.

    Natürlich wollen Sie Ihre Arbeit gut machen. Aber schwierig wird es, wenn Sie immer alles absolut perfekt machen wollen. Das führt dann dazu, dass Sie eher nichts erreichen.

    Es gibt natürlich immer noch etwas zu verbessern, an der einen oder anderen Stelle zu schrauben. Perfektionismus hindert Sie daran zu erkennen, wann etwas gut genug ist.

    Aber das Geheimnis des Erfolges ist tatsächlich, erst einmal zu machen. Denn wenn Sie zu lange warten, um mit etwas Perfektem überzeugen zu können, ist es womöglich zu spät.

  • Sie suchen sich keine Unterstützung.

    Falscher Stolz kann Sie ebenfalls den Erfolg kosten. Natürlich man nicht bei allem an die Hand genommen werden und es geht ja darum, Selbständigkeit zu demonstrieren. Allerdings ist ein Karriereaufstieg schon so schwer genug. Was spricht also dagegen, sich Hilfe zu holen?

    Es ist besagter falscher Stolz, der Menschen davon abhält, sich helfen zu lassen. Machen Sie es sich leichter und holen Sie sich einen Mentor. Ermöglicht wird das teilweise durch Mentorenprogramme in Firmen, anderenfalls bietet sich der Austausch mit erfahrenen Kollegen auf Firmenveranstaltungen an.

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