resilienzMan mag es kaum glauben, aber gut jeder Zweite nimmt sich regelmäßig seine Arbeit mit nach Hause, so eine neue Studie der Universität Toronto unter 1800 Arbeitnehmern. Aber wie oft nehmen wir die Arbeit mit, ohne es bewusst zu wissen? Oder anders gefragt: Wie oft verfolgen uns Ärger, Sorgen, Stress noch ins heimische Wohn- und Schlafzimmer?

Der Soziologe Scott Schieman hat das jetzt genauer untersucht und dabei vier bemerkenswerte Zusammenhänge entdeckt:

  • Menschen mit einem Hochschulabschluss (oder generell höherer Bildung) berichten häufiger, dass ihr Job auch in ihr Privatleben ausstrahlt und dabei ihre Work-Life-Balance aus dem Lot wippt.
  • Fachkräfte berichten ebenfalls mehr als alle anderen Berufgruppen, dass sie ihre Arbeit noch daheim heimsucht.
  • Was die Betroffenen vor allem nicht ausruhen lässt sind: zwischenmenschliche Konflikte am Arbeitsplatz, Arbeitsplatzunsicherheit und das Gefühl, die Kontrolle über seine Aufgaben oder das Arbeitstempo zu verlieren.
  • Je mehr Zeit die Menschen im Job verbringen (50 Wochenstunden und mehr), desto schlechter können sie daheim abschalten. Das überrascht zwar nicht, dafür aber, dass dies vor allem bei jenen Personen gilt, die ihre Arbeitszeiten durchaus frei und selbst einteilen und bestimmen können.

Kurzum: Es sind ausgerechnet die hochqualifizierten Fachkräfte mit einem hohen Grad an Selbstbestimmung im Job, die erstaunlicherweise keinen Feierabend kennen und daheim schlecht abschalten können. Apropos: Wie geht das eigentlich Ihnen? Stimmen Sie einfach bei der obigen Umfrage mit ab…