Heute der lange erwartete Beweis dafür, wie doof der Mensch ist. Insbesondere wenn es um die Ferien geht. Es heißt ja immer: Vorfreude ist die schönste Freude. Stimmt auch. Allerdings kann das eine recht lange Freudenzeit werden – abhängig davon, wohin wir verreisen. Oder anders formuliert: Die Zeit vor dem Urlaub erscheint uns umso länger, je weiter weg wir verreisen. Herausgefunden hat das ein Forschertrio der Universitäten von Südkalifornien, der Universität von Pennsylvania (Wharton School) sowie der Duke Universität (PDF).
Um es kurz zu machen: Es gab wie immer ein paar Experimente dazu. Bei einem wurden Probanden gebeten, sich vorzustellen, wie sie heute die nächste Postfiliale besuchen und einen Buchladen in drei Monaten. Nichts Besonderes eigentlich… Denkste! Den einen wurde nämlich erzählt, dass Post und Buchladen weit, weit von einander entfernt liegen. Den anderen sagten die Forscher, es sei nur ein Katzensprung. Und genau: Der ersten Gruppe kam die Wartezeit der drei Monate prompt viel länger vor.
Beim zweiten Versuch, gleiches Spiel: Diesmal wurde den Leuten erzählt, sie sollten sich vorstellen, nach der Rente in ein fernes Land auszuwandern. Irgendwo hin, wo es schön ist, aber eben weit weg. Zack, schon rückte auch die Rente gefühlt in weite Ferne.
Tja, warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist (zeitlich) so nah?
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