Kennen Sie schon das praktische Twitter-Tool Followermonitor? Damit können Sie ohne viel Mühe verfolgen, wer Ihnen irgendwann nicht mehr folgt. Sobald jemand Ihnen die Freundschaft kündigt, sendet Ihnen das Tool einen Tweet mit der Nachricht: Ich habe bemerkt, dass @TreuloseTomate Ihnen nicht mehr folgt. Das Praktische an dieser Form: Der Hinweis ist transparent. Durch das @Reply erfährt auch Ihr Ex-Follower, dass Sie wissen, dass er Sie von seiner Timeline-Liste verbannt hat.
Wie Sie den Service aktivieren? Ganz einfach: Folgen Sie Followermonitor…
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Jens Arne Männig
Schön, dass der Entfollower weiß, dass ich weiß, was er auch weiß. Aber was hilft das, und warum muss für diese meines Erachtens sinnfreie Information das Grundrauschen auf Twitter erhöht werden? Die diskrete Benachrichtigung per RSS-Feed (http://rssfriends.com, sollte nach Serverumzug in Kürze wieder erreichbar sein) erscheint mir als die angebrachtere Variante der Benachrichtigung.
Jochen Mai
Jedem nach seinem Geschmack. Sinnfrei ist das durchaus nicht – Stichwort Reziprozität. Und Follower-Spammer werden so auch transparenter. Ich meine, die Kategorisierung in richtig/falsch ist hierbei unangebracht. Es ist schlicht eine Alternative von vielen. Und nicht jeder nutzt Twitter so wie Sie – also mit möglichst wenig Grundrauschen.
Hans
Problematisch daran ist aber, dass es vielleicht auch den, der aufgehört hat dem Benutzer zu followen, irgendwie nervt, wenn er das bei jedem Mal zugesandt bekommt, auch wenn er den Dienst nicht benutzt.
Zudem möchte ich vielleicht nicht, dass in die ganze Welt hinausposaunt wird, dass ich dem und dem nicht mehr folge. Vielleicht ist es mir peinlich, weil ich Streit mit der dann Ex-Freundin habe oder ähnliches. Vielleicht fühle ich mich dann auch sozial unter Druck gesetzt, und lüge: “Es war ein technisches Problem” – um dann wieder zu followen und weiter Tweets zu sehen, die ich eigentlich nicht mehr sehen wollte. Also irgendwie schon problembehaftet, es gibt anscheinend ja auch unauffälligere und “nettere” Lösungen.
Jochen Mai
Das kann man so sehen und so. Vielleicht findet derjenige, der den Service nutzt, es aber auch sehr aufschlussreich zu erfahren, wer ihn unfollowt (und vielleicht vorher nur gefolgt ist, um Aufmerksamkeit zu erregen). Und was den sozialen “Druck” angeht: Also den sollte man schon aushalten können und zu seiner Entscheidung stehen. Alles andere wäre doch recht feige, oder – sich einfach heimlich davonstehlen?!
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Hans
Spricht nichts dagegen, dass (nur) derjenige das irgendwie beobachtet. Aber muss es öffentlich sein?
Da gibt es verschiedene Ansichten – nur sollte man die Entscheidung definitiv seinen Followern überlassen. Vielleicht wollen sie auch einfach feige sein. Oder es gibt andere Gründe. Wie dem auch sei, viele Leute wollen die Kontrolle darüber behalten können, was über sie publiziert wird bzw. wie ihre persönlichen Entscheidungen publiziert werden. Im Grunde dieselbe Problematik wie bei allen Überwachungen.
Jochen Mai
Das ist aber nicht konsequent. Die Entscheidung, wem Sie folgen, ist doch auch öffentlich. Das kann jeder in Ihrem Profil oder in dem der von Ihnen verfolgten nachlesen. Warum sollte dann die Entscheidung, dass man sich wieder trennt geheim gehalten werden?
Hans
Tatsächlich nerven mich auch die Benachrichtigungen über Spam-Follower am meisten. Ebenso würden mich Benachrichtigungen nerven, wenn ich jemand nicht mehr followe. Und ich denke, es ist schon ein Unterschied ob ich entscheide, ob jemand sehen kann, wem ich followe (ich kanns ja auch auf privat stellen) oder ich die Entscheidung abgenommen bekomme und nicht aktiv beeinflussen kann, ob die unfollow-Entscheidung publiziert wird.
Jochen Mai
Naja, DICH nervt das. Daraus eine allgemeine Regel abzuleiten, wäre aber vielleicht etwas hochtrabend. Und zum “Privatstellen”: Deine Tweets sind dann privat. Soweit ich weiß, sieht man dann aber immer noch, wem du so folgst. Im Zweifel sieht man das aber auf jeden Fall bei dem, dem du folgst. Twitter ist ein öffentlicher Raum – kein privates Wohnzimmer. Der Welt mitzuteilen, was man gerade macht, gut findet, liest, verlinkt, etc. – und sich dann über die Öffentlichkeit zu beschweren, wem man nicht mehr folgt, scheint mir ein wenig inkonsequent.
Mir scheint der eigentliche Punkt ist bei dir gar nicht der angebliche Spam, sondern schlicht das Outing. Und da bin ich nach wie vor der Meinung, dass man dazu stehen können sollte.
pcfachfrau
DIe Diskussion dürfte sich überholt haben – der Account ist – zumindest heute – offline.