lupeDie Zahl der Erwerbstätigen in Freien Berufen, also die Summe der Freiberufler und ihrer Mitarbeiter ist erstmals auf über vier Millionen gestiegen. Damit liegt der Anteil der Freien Berufe am Bruttoinlandsprodukt bei 10,1 Prozent (Vorjahr: 9,7 Prozent). Jeder zehnte Euro wird mittlerweile von einem Freiberufler erwirtschaftet.

Am stärksten stieg die Zahl der Angehörigen in freien rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Berufen mit einem Plus von 6,25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dahinter folgen mit einem Zuwachs von 5,7 Prozent die Freien Kulturberufe. Die freien technisch-naturwissenschaftlichen Berufe wuchsen indes um rund 4,5 Prozent, die Zahl der Freien Heilberufler um 3,5 Prozent.

Die generelle Zunahme der Freiberufler geht auch auf neue Berufe wie Biografiedesigner oder Lernberater zurück – in diesem Bereich zeigt sich allerdings das Phänomen der Notselbständigkeit auch besonders deutlich.

Der Markt der Freien Berufe im Überblick

  • Erwerbstätige in Freien Berufen: 4.023.000 (Vorjahr: 3.968.000)
  • Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: 2.636.000 (2.629.000)
  • Selbstständige in Freien Berufen insgesamt: 1.053.000 (1.003.000)
  • Entwicklung der Erwerbstätigen in Freien Berufen (1977 – 2009): Plus 279,5 Prozent
  • Anteil der Freien Berufe an allen Selbstständigen: 25,3 Prozent (24,1 Prozent)
  • Anteil der Freien Berufe am Bruttoinlandsprodukt: 10,1 Prozent (9.7 Prozent)
  • Angehörige Freier Heilberufe: 322.000 (311.000)
  • Freie rechts-, wirtschafts- und steuerberatende Berufe: 289.000 (272.000)
  • Freie Kulturberufe: 257.000 (243.000)
  • Freie technisch-naturwissenschaftliche Berufe: 185.000 (177.000)
Quelle: IFB Nürnberg