Freundlichkeit lernen: 6 einfache Tipps
Der Stress auf der Arbeit ist groß, schlecht geschlafen hat man auch und zu Hause hängt der Haussegen schief. Es gibt viele nachvollziehbare Gründe für schlechte Laune und nicht jeder kann jeden Tag die Freundlichkeit in Person sein. Jeder hat Verständnis für solche Situationen, doch scheint es bei manchen Menschen nicht die Ausnahme zu sein, sondern zur Gewohnheit zu werden, unfreundlich aufzutreten, andere nicht zu schätzen oder mit dem eigenen Verhalten zu verärgern oder zu verletzen. Bis man sich selbst so in die Rolle des kompletten Außenseiters und Einzelgängers gebracht hat, ist es nur eine Frage der Zeit. Doch Freundlichkeit lässt sich lernen. Wir haben sechs einfache Tipps gesammelt...

Freundlichkeit lernen: Warum so unfreundlich?

Bekommen wir es mit einem klassischen Unsympath zu tun, ist das Urteil meist schnell gefällt. Der andere scheint einfach eine Persönlichkeit zu haben, mit der wir nicht umgehen können. Die raue, direkte Art und man selbst passt einfach nicht zusammen und so entscheidet man sich, dem anderen fortan aus dem Weg zu gehen.

Natürlich gibt es tatsächlich Menschen, bei denen genau das der Fall ist. Doch viel häufiger geht der Unfreundlichkeit ein akuter Grund voraus. Anders ausgedrückt: Menschen sind nicht unfreundlich, weil sie von Natur aus schlecht gelaunte Menschen sind.

Häufige Gründe hinter unfreundlichem Auftreten sind...

  • ... allgemeine Unzufriedenheit mit der Situation.
  • ... das Gefühl, schlecht behandelt zu werden.
  • ... der Wunsch, sich durchzusetzen.
  • ... Kritik, die man nicht gerechtfertigt findet.
  • ... Probleme, die man mit sich selbst hat.

Das Umfeld ist sich dieser Gründe oft nicht bewusst und bemerkt nur die Unfreundlichkeit. Aber Freundlichkeit lässt sich lernen, um den Mitmenschen gegenüber sympathischer aufzutreten, den eigenen Ruf zu verbessern und sich selbst besser zu fühlen.

6 einfache Tipps, um freundlicher zu sein

Pressmaster/shutterstock.comFreundlichkeit kann viele Türen öffnen, zu wichtigen Kontakten führen, die Arbeitsatmosphäre verbessern und die allgemeine Zufriedenheit steigern. Und natürlich kommt hinzu, dass man von anderen eher gemocht wird und sich seltener in Konfrontationen wiederfindet. Aber was tun, wenn man sich mit der Freundlichkeit schwer tut? Wir haben sechs einfache Tipps zusammengefasst, mit denen Sie lernen können, freundlicher aufzutreten.

  1. Treffen Sie die bewusste Entscheidung

    Es klingt wie eine Binse, doch Freundlichkeit beginnt zuerst in Ihrem Kopf. Jeder kann schlechte Tage haben, an denen es schwer fällt, freundlich zu sein, doch wer bewusst die Entscheidung trifft, an seiner Freundlichkeit zu arbeiten, hat bereits einen wichtigen Schritt getan.

  2. Beginnen Sie bei sich selbst

    Freundlichkeit findet nicht nur gegenüber den Mitmenschen statt, sondern gilt auch sich selbst gegenüber. Wer sich selbst ständig schlecht redet, kritisiert und nicht zu schätzen weiß, wird diese Einstellung auch nach außen vertreten und von seiner Umwelt als schlecht gelaunt, unfreundlich und unsympathisch wahrgenommen werden.

  3. Geben Sie anderen nicht die Schuld

    Oft passiert es unabsichtlich, doch wer schlechte Laune hat, lässt diese gerne an seinem Umfeld aus - ob die Betroffenen nun etwas dafür können oder nicht. Dem eigenen Frust kann man so zwar Luft machen, bei anderen kommt es hingegen nicht gut an, ohne Grund mit der geballten schlechten Laune konfrontiert zu werden. Versuchen Sie anderen nicht die Schuld an Ihrem Ärger zu geben und Sie werden freundlicher auftreten.

  4. Erkennen Sie die Freundlichkeit anderer an

    Manchmal sind wir so sehr mit uns selbst oder unseren Aufgaben beschäftigt, dass uns die freundlichen Gesten anderer gar nicht auffallen. Diese freundlichen Gesten zu bemerken ist jedoch nicht nur ein guter Grund, selbst ein wenig freundlicher zu sein, sondern eine Möglichkeit sein, dies gleich zu zeigen. Revanchieren Sie sich beispielsweisen für einen Gefallen oder bieten Sie Ihre Hilfe an.

  5. Lächeln Sie

    Ein freundliches Lächeln hilft gleich doppelt: Zum einen werden Sie von anderen sofort als warmherzig, freundlich und aufgeschlossen wahrgenommen, noch bevor Sie überhaupt etwas gesagt haben. Auf der anderen Seite fühlen auch Sie selbst sich besser und Sie werden sich Ihren Mitmenschen gegenüber ganz automatisch freundlicher verhalten. Warum Sie lächeln, spielt dabei keine große Rolle. Denken Sie an ein schönes Ereignis oder freuen Sie sich ganz einfach auf das Gespräch und schon kommt das ehrliche Lächeln von ganz allein.

  6. Nutzen Sie jede Gelegenheit

    Wann soll denn Freundlichkeit zeigen? Ein beliebter Einwand, doch die Antwort lautet schlichtweg: Immer! Der Tag wimmelt nur so von Gelegenheiten, um freundlich zu sein. Bringen Sie jemandem einen Kaffee mit, halten Sie die Tür auf, begrüßen Sie die Kollegen mit einem freundlichen "Guten Morgen", anstatt nur mit dem Kopf zu nicken. Je häufiger Sie die Chance nutzen, desto schneller eilt Ihnen ein guter Ruf voraus.

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