Frühjahrsmüdigkeit: Was tun?
Noch frühjahrsmüde? Wenn Sie schon wieder nicht aus dem Quark kommen, wenn Ihr Gähnen schon die halbe Belegschaft angesteckt hat, dann sollten Sie etwas dagegen unternehmen. Etwas, mit dem Sie diese permanente Verschnarchtheit aus den Knochen kriegen. Die besten 14 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit - anwendbar auch in Sommer, Herbst und Winter...

Frühjahrsmüdigkeit: Gähn!

Die ersten Wochen des neuen Jahres sind bereits vorbei und so langsam sollte der Alltag Sie wieder eingeholt haben und auch die erste Frühjahrsmüdigkeit aus den Gliedern geschüttelt sein. Oder etwa nicht? Zugegeben nur die wenigsten gewöhnen sich wirklich schnell an das neue Jahr und die damit verbundenen etwas längeren und - zumindest theoretisch - wärmer werdenden Tage.

Wissenschaftlich erklärt lautet das so: Im Frühjahr aktiviert das zunehmende Sonnenlicht die Produktion von Serotonin, einem Hormon, das als Stimmungsaufheller taugt. Zugleich ist aber auch noch das Hormon Melatonin, das gewissermaßen für den Schlaf zuständig ist, in hohem Maße aktiv. Beide Hormone machen den Körper im Wechselspielchen träge und müde. Bis sich Ihr Körper umgestellt hat, erfasst Sie die Frühjahrsmüdigkeit mit beiden Armen, manchmal auch etwas länger.

Natürlich können hinter Ihrer Müdigkeit auch andere Gründe stecken, Eisenmangel vielleicht - oder ganz profan: Schlafmangel. Wir würden Ihnen gerne wieder auf die Sprünge helfen und haben daher eine kleine Ratgeber-Liste zusammengestellt. 12 Dinge, mit denen Sie bald wieder hellwach sind ...

Die besten 14 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

  1. Tagesrhythmus

    Richten Sie ihn am besten nach der Sonne aus. Der große heiße Stern regt die Produktion von lebenswichtigem Vitamin D in der Haut an. Also möglichst mit den ersten Sonnenstrahlen morgens aufstehen, um viel Sonnenlicht aufzunehmen und abends ins Bett gehen, wenn es dunkel wird.

  2. Kreislauf

    Acht Stunden ununterbrochen sitzen - für Geist und Körper ist das eine Tortur. Nutzen Sie freie Zeit und Pausen, um die müden Knochen wieder in Gang zu bringen, vor, während und nach der Arbeit. Sei es, indem Sie in der Mittagspause einmal um den Block gehen oder nach der Arbeit noch eine Schicht Gartenarbeit dranhängen.

  3. Stärken

    Auch die eigenen Stärken können der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf ansagen. Studien zeigen, dass Menschen, die Dinge tun, in denen sie gut sind, glücklicher sind, mehr Energie haben und sich auch nach einer Anstrengung weniger ausgepowered und gestresst fühlen.

  4. Fahrrad

    Fällt ebenfalls unter den Punkt ‚Fitness durch Bewegung‘: Wenn Sie nicht im Sommer mit dem Rad zur Arbeit fahren, wann dann? Sollten Sie gewöhnlich mit der Bahn anreisen, sind Klappräder oder Tretroller eine Option, um sich auf dem letzten Teilstück noch in Form zu bringen.

  5. Jogging

    Unmittelbar nach dem Aufstehen eine halbe Stunde durch den Park joggen - das erfordert knochenharte Disziplin, bringt Sie aber auf Trab. Aber bitte nicht übertreiben, damit Sie nicht schon völlig ausgepowert zur Arbeit erscheinen. Alternativ sind auch morgendliche Kraft- oder Gymnastikübungen sinnvoll, gerne auch bei offenem Fenster.

  6. Sonne

    Für (Frühjahrs)Müde abermals der Rat: Raus an die Sonne. Die Mittagspause ist der richtige Zeitpunkt, um den düsteren Firmenkomplex kurzzeitig hinter sich zu lassen und zumindest ein paar Minuten Sonne zu tanken.

  7. Masson

  8. Wechseldusche

    Den Tag mit einer heiß-kalten Wechseldusche beginnen - das ist nie verkehrt, weil es Kreislauf und Stoffwechsel anregt. Aus den gleichen Gründen ist auch der Gang in die Sauna ratsam, zum Beispiel abends und am Wochenende.

  9. Trinken

    Es gibt Menschen, die Wasser während der Arbeit meiden, um nicht ständig Richtung Toilette rennen zu müssen. Wenn Sie clever sind, kippen Sie sogar noch extra nach. Bei ausgeprägter Müdigkeit schlagen Sie so zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie stellen eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicher - und bewegen sich häufiger.

  10. Snacks

    Viele kleine Zwischenmahlzeiten sind besser als eine große. Ab und zu also zu Banane und Apfel greifen, um den Körper mit Vitaminen zu füttern. Und: Nüsse snacken! Eine Studie der Universität Maastricht hat ergeben, dass die Ballaststoff-Bomben, die auch reich an Vitaminen und Antioxidantien sind, sogar das Sterblichkeitsrisiko um 23 Prozent senken. Vor allem neurodegenerative und Atemwegserkrankungen sowie Diabetes können verhindert werden.

  11. Powernap

    Frische Energie tanken Sie auch durch ein kurzes Nickerchen am Arbeitsplatz oder im Home Office. Powernap nennt sich das im Fachjargon. Aber bitte nicht länger als 30 Minuten, sonst könnte sich die Müdigkeit noch verstärken - und der Tag für Sie de facto schon gelaufen sein.

  12. Ziele

    Wer ein Ziel vor Augen hat, arbeitet darauf hin und kann sich selbst besser motivieren. Dadurch helfen sie auch, die Antriebslosigkeit zu überwinden, die mit der Frühjahrsmüdigkeit einhergeht. Nehmen Sie sich beispielsweise vor, in etwas besser zu werden. Ein so simples Ziel kann bereits ausreichen, die eigenen Energiereserven wieder zu füllen.

  13. Abstinenz

    Das kühle Weißbier im Biergarten - es sei Ihnen gegönnt. Wenn Sie sich aber gerade in einer müden Phase befinden oder die Frühjahrsmüdigkeit endgültig hinter sich lassen wollen, dann löschen Sie den Durst lieber mit etwas Anti-Alkoholischem. Alkohol verstärkt bekanntlich die Müdigkeit.

  14. Ausdauer

    Wer joggen geht, mit dem Sonnenaufgang aufsteht und sich gut ernährt, sollte das länger als drei Tage durchziehen. Nur dauerhafte Umstellung vertreibt die bösen (müden) Geister.

  15. Medikamente

    Die vielen Mittelchen in der Hausapotheke - könnte vielleicht auch eines von Ihnen schuld an Ihrer Müdigkeit sein? Prüfen Sie, welche Nebenwirkungen Ihre Arzneien haben - und sortieren Sie gegebenenfalls aus, sofern möglich.

Frühjahrsmüdigkeit im Herbst

Der Name des Phänomens legt zwar nahe, dass es lediglich zu Jahresbeginn anzutreffen ist, doch auch in anderen Jahreszeiten ist eine Frühjahrsmüdigkeit möglich. Häufig kommt sie durch Wetterschwankungen im Herbst vor, wird aufgrund des zeitlichen Unterschieds jedoch nicht als diese erkannt.

Haben sich die Temperaturen schon ein wenig abgekühlt, stellt auch der Körper sich auf schlechteres Wetter und weniger Sonnenschein ein. Kommt dann doch noch eine Phase voller Sonnenschein und Wärme, reagieren die meisten Menschen durch Erschöpfung und Müdigkeit auf diesen Wechsel.

Die obigen Tipps sind nicht nur zu Beginn des Jahres zu gebrauchen, sondern können auch helfen, die Frühjahrsmüdigkeit im Herbst zu überwinden.

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