Vor kurzem führte ich ein Interview mit Cordula Nussbaum über Zeitdiebe und die Kunst, als Chaot Prioritäten zu setzen. Denn die meisten Zeitmanagement-Tipps gehen so: Analysieren Sie Ihren Alltag! Zerlegen Sie große Aufgaben in kleine Teilschritte! Setzen Sie Prioritäten! Alles nicht falsch, aber es funktioniert nicht bei jedem. Rund die Hälfte aller Erwachsenen scheitert am herkömmlichen Zeitmanagement, weil sie schlicht anders Denken, Arbeiten und Organisieren. Stellen Sie sich vor, Sie sollen eine Orange ohne Hilfsmittel schälen? Ihr Gehirn entscheidet blitzschnell, wie Sie das Problem lösen. Die Einen gehen diese Aufgabe eher rational an, die anderen lieber kreativ. Typ eins ist ein Linkshirner, bei ihm dominiert die linke Gehirnhälfte. Beim Kreativ-Spontanen ist es die rechte. Diese Dominanz sorgt auch dafür, wie man sich und seinen Alltag organisiert. Bei rund 25 Prozent aller Erwachsenen dominiert die linke Gehirnhälfte. Bei 34 Prozent ist das Verhältnis ausgewogen und bei gut 41 Prozent überwiegt die rechte Hemisphäre. Damit ist klar: Viele Zeitmanagement-Ratgeber mit klassisch-analytischen Tools zielen an der Mehrheit vorbei. Ihre Tipps wirken auf sie so als würde man einem Depressiven raten: „Sei doch mal froh!“ Um herauszufinden, welcher Typ Sie sind und welche Hemisphäre bei Ihnen überwiegt, können Sie auf der Webseite von Cordula Nussbaum einen kostenlosen Test mit 21 kurzen Fragen absolvieren.
Manche Büros erinnern an Mitarbeiter-Intensivhaltung, andere an Freizeitparks. So etwa das Google Office in Zürich – inklusive Rutschen, Massagestühlen, Billardtischen, Privatkabinen und vielem mehr. Es gibt aber auch Berichte, die sagen: Das alles ist nur ein goldener Käfig, der Mitarbeiter dazu animieren soll, auch bis spät in die Nacht oder an Wochenenden für die company zu schuften.
Ivan Blatter vom Imgriff-Blog ist der Frage nachgegangen, ob man ein persönliches Leitbild braucht. Schließlich besitzt praktisch jedes Unternehmen ein eigenes Leitbild, in dem es seine Ziele forumliert, das zur Orientierung für die Mitarbeiter sowie der Kunden dient. Im privaten Bereich jedoch bildet es die Ausnahme. Das sei schade, meint Blatter, da es ein nützliches Instrument für jedermann ist.
PR-Blogger Klaus Eck beschreibt, wie Blogger zur Marke avancieren. Denn oftmals würden die Möglichkeiten des Bloggens völlig unterschätzt: “Manche Unternehmen tun sich mit ihren Corporate Blogs schwer, weil es ihnen nicht gelingt, ihre Mitarbeiter zum Bloggen zu animieren. Dabei kann sich jeder Blogger selbst zur Marke entwickeln.”

Traurig, aber wahr: Es gibt Manager, die können wunderbar ihre hierarchischen (= vertikalen) Beziehungen innerhalb einer Organisation hegen und pflegen. Sie beherrschen die komplette Klaviatur des Netzwerkens, des Schmeichelns und des Selbstmarketings. Aber daheim in ihrer Familie sind sie Autisten, unfähig Freundschaften (= horizontale Beziehungen) zu erhalten oder mit ihrem Partner eine Konversation auf Augenhöhe zu führen. David Brooks hat darüber einen lesenswerten Kommentar in der New York Times geschrieben.
Im Textdepot habe ich von einem neuen Tool namens Utterz erfahren. Damit kann man etwa via Mobilfunk kurze O-Töne aufnehmen und sofort online im Blog veröffentlichen – als eine Art Mobil-Podcast.
Isa Schmiedgen vom Bewerberblog ruft derweil eine Blogparade zum Thema Leben und Arbeit in Ostdeutschland aus. In der Woche vom 14. bis 18. April können sich Blogger daran beteiligen und darüber schreiben, ob das Image der Arbeitsbedingungen im Osten wirklich so schlecht ist oder welche Unterschiede es zum Beispiel zwischen Brandenburg und Sachsen gibt.
Noch was Amüsantes zum Schluss: Nix Game over! Ob Pacman, Frogger, Invaders oder Asteroid – hier hat sich jemand richtig viel Mühe gemacht, die alten Arcade-Spiele als Stop-Motion-Film wiederzubeleben – mit Küchenartikeln, Matchbox-Autos oder Plastik-Tierchen. Herrlich. Nicht zuletzt auch wegen der schrillen Soundeffekte. Bei der Gelegenheit: Ich suche bis dato die Online-Version zu einem alten Telespiel, das ich schon auf meinem Commodore 64 gedaddelt habe. Den Namen habe ich leider vergessen, aber man flog, schoss und bombte sich mit einem Raumschiff durch diverse Labyrinthe und Asteroidenfelder, um am Ende durch eine Stadt mit sehr engen Gängen zu manövrieren. Kennt das jemand?
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