Der Streisand-Effekt ist ein Phänomen im Internet: Der Versuch, etwa negative Informationen über sich im Web zu entfernen, kann dazu führen, dass diese noch stärker verbreitet werden. Statt dass die Information unterdrückt wird, breitet sie sich durch so genannte Spiegelungen und Zitierungen im Internet erst recht aus. Der Effekt ist verwandt mit der Beobachtung John Gilmores, dass „das Internet die Unterdrückung von Inhalten als Störung interpretiert und eine Ausweich-Route benutzt“ oder vergleichbar mit einem regenerativen Organismus. Der Effekt entsteht aber nicht automatisch, sondern ist eine gezielte und bewusste Handlung vieler Individuen, aus Neugier oder Überzeugung, etwa zur aktiven Bekämpfung von Zensur. Seinen Namen verdankt der Effekt Barbra Streisand, die den Fotografen Kenneth Adelman und die Webseite Pictopia.com auf 50 Millionen US-Dollar verklagte, weil eine Luftaufnahme ihres Hauses zwischen 12.000 anderen Fotos von der Küste Kaliforniens zu finden war. Adelman behauptete, er habe das Anwesen am Strand fotografiert, um Küstenerosionen für das California Coastal Records Project zu dokumentieren. Der Journalist Paul Rogers bemerkte später, dass das Bild von Streisands Haus im Internet sehr beliebt war.
Die Liste der Blabla-Begriffe aus 2008, auch grafisch ansprechend:

Wer schon einmal in einem Wartezimmer mit mehreren Bewerbern für einen Job gesessen hat, kennt die Wirkung vielleicht schon: Je mehr Bewerber (Wettbewerb) es gibt, desto weniger motiviert sind wir und desto weniger konkurrierend verhalten wir uns (weil wir unsere Chancen nur noch gering einschätzen). Wissenschaftler haben diesen sogennanten N-Effekt (Garcia, S. & Tor, A.: The N-Effect: More Competitors, Less Competition, Psychological Science) jetzt genauer untersucht:
Similarly, students contemplating a job interview or Facebook-friending contest said they would be less competitive if they expected more competitors – even if “winning” only required finishing in the top 20 percent. The authors conclude that competitiveness was curtailed because the larger the group, the more difficult it is to compare oneself directly to others.
Forscher sind der Frage nach dem besten Job mal nicht nachgegangen, indem sie versucht haben, die besten Arbeitgeber zu ermitteln, sondern indem sie mal grundsätzlich die allgemeinen Arbeitsbedingungen, üblichen Gehälter und sonstige Spaßfaktoren in einen Index verwandelt haben. Herausgekommen ist eine Liste der besten und der miesesten Berufe, die man ausüben kann. Diese:

Wissenschaftler haben untersucht, wie sich die urbane Umgebung auf unser Gehirn und Gedächtnis auswirkt. Ergebnis: Schon ein paar Minuten in der quirligen Atmosphäre reichen aus und unser Gehirn kann sich Dinge schlechter merken:
“The mind is a limited machine,”says Marc Berman, a psychologist at the University of Michigan and lead author of a new study that measured the cognitive deficits caused by a short urban walk. “And we’re beginning to understand the different ways that a city can exceed those limitations.” One of the main forces at work is a stark lack of nature, which is surprisingly beneficial for the brain. Studies have demonstrated, for instance, that hospital patients recover more quickly when they can see trees from their windows, and that women living in public housing are better able to focus when their apartment overlooks a grassy courtyard. Even these fleeting glimpses of nature improve brain performance, it seems, because they provide a mental break from the urban roil.
Studie: Der Ort, an dem ein Popstar seine Laufbahn beginnt, entscheidet enorm über den Verlauf der Karriere.
In a study published in the January 2009 issue of the Journal of the American Dietetic Association, researchers observed that while young adults enjoy and value time spent eating with others, 35% of males and 42% of females reported lacking time to sit down and eat a meal. They further noted that “eating on the run” was related to higher consumption of unhealthy items like fast foods and lower consumption of many healthful foods.
1. Kommentar
baddiel
09.01.09 um 16:41 Uhr
danke!
http://baddiel.blogspot.com/2009/01/endlich-einmal.html
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