Fundstelle – Anregungen und Anstöße
Meetings effizienter gestalten? Ganz einfach: Halten Sie diese einfach im Stehen ab! Die Treffen werden so nicht nur kürzer (weil die Leute keine Lust haben, so lange zu stehen), sondern kommen auch schneller zum Punkt – getreu dem Parkinson’schen Gesetz, dass sich Arbeit immer so weit ausdehnt, wie Zeit dafür zur Verfügung steht.
Schöne Idee: Buchrezensionen als Autorenvideo
BNet veröffentlicht Videozusammenfassungen von Büchern, die mit den Autoren selbst produziert werden. So bekommt man auch gleich ein Bild vom dem Menschen, der hinter den Thesen steckt. Zurzeit sind zwar erst zwei Clips online – dafür aber von Bestsellern: No Asshole Rule von Robert I. Sutton und Ignited von Vince Thompson.
Tipps für Redner, die Ihr Publikum einbeziehen:
- Die bewährteste Form ist, Fragenzu stellen – als kurze Meinungsumfrage (Wie würden Sie entscheiden?), als Quiz (Richtig oder falsch?) oder Zielgruppenanalyse (Sind heute Manager unter uns?).
- Stellen Sie kurze und kompakte Fragen! Nie mehr als zwei Sätze.
- Stellen Sie provokante oder ungewöhnliche Fragen, aber niemals ähnliche. Ausnahme: Sie fragen ganz bewusst am Anfang und am Ende des Vortrags dasselbe, um einen Sinneswandel im Publikum zu dokumentieren.
- Sie können aber das Publikum selbst Fragen stellen lassen. Aber Achtung: Klugschwätzer und Querulanten können die Dramaturgie zerstören. Wer das Mikrofon freigibt, sollte deshalb vorher überlegen, wie er auf solche Typen reagiert. Grundregel: Immer höflich und souverän bleiben.
- Niemals versuchen, gegen eine plaudernde Masse anzureden. Besser: Pausieren, bis alle still sind. Auch gut: etwas Rätselhaftes auf das Flipchart malen. Das macht die Leute neugierig und sie werden schneller still.
- Entschuldigen Sie sich niemals für Ihre Nervosität oder einen Blackout! Unnötig und peinlich. Versprecher lassen sich dafür zur spontanen Selbstironie nutzen.
- Sollte es keine Mikrofone für das Publikum geben, wiederholen Sie bitte die Statements oder Fragen aus dem Publikum. Nichts ist nerviger als eine Diskussion, die der Rest des Saals nicht mitverfolgen kann.
- Und: Überstrapazieren Sie keines Ihrer Stilmittel. Mehr als drei interaktive Elemente pro Vortrag sollte es nicht geben.
Und noch ein Bonmot zum Schluss:
Was ist der Unterschied zwischen einem Spinner und einem Visionär? Der Erfolg.
[Quelle unbekannt]
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1. Kommentar
derherold
06.10.07 um 20:52 Uhr
Gerade Suttons Buch finde ich interessant … ;)
Guy Kawasaki hatte vor einigen Monaten mal darauf aufmerksam gemacht.
2. Kommentar
Jochen Mai
06.10.07 um 22:29 Uhr
Ich weiß. Das Buch ist auch nicht schlecht. Alles in allem fand ich die Welle darum jedoch zu groß. Dass es in jedem Unternehmen Arschlöcher (auch an der Spitze) gibt, ist so neu ja nicht. Das Ungewöhnliche (oder der Marketinggag) war ja, dass Sutton das böse Wort auch tatsächlich verwendete – sogar auf dem Titel. Nunja. Damit sprach er nur aus, was andere sonst eben dachten.
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