Humor macht sexy und erfolgreich
Lachen verbindet. Aber Humor kann noch mehr: Untersuchungen von Chris Robert, einem Management-Professor an der Universität von Missouri-Columbia haben gezeigt, dass lustige Menschen ihr Ansehen steigern und sogar eher erinnert und weiterempfohlen werden. Die beiden Wissenschaftler Adrian Gostick und Scott Christopher haben wiederum ihrerseits über eine Million Angestellte befragt und dabei herausgefunden, dass Menschen Büros und Belegschaften mögen, die häufiger lachen. Die Ergebnisse hat das Duo in dem Buch “The Levity Effect: Why it Pays to Lighten Up” zusammengefasst. Tja, und wer hätte das gedacht: Humor macht Männer sogar anziehender für das weibliche Geschlecht – das ist das Ergebnis einer Studie von Eric Brassler von der McMaster Universität. Männer scheinen das instinktiv zu wissen: Sobald Frauen in ihrer Nähe sind, reißen sie prompt mehr Witze (nur nicht immer gute).
Das ist nicht allein meine Beobachtung, sondern ebenso die von Penelope Trunk. In ihrem Blog habe ich die oben zitierten Informationen gefunden. Und dazu Trunks provokante Thesen: So hält sie Frauen für überwiegend unwitzig, und diejenigen, die witzig sind, seien “meistens lesbisch” oder jüdischer Abstammung wie sie selbst. Denn jüdische Frauen hätten von Haus aus männliche Humorqualitäten sowie genug Selbstironie. Die letzte These hat sie allerdings von Christopher Hitchins, einem Autor der amerikanischen Vanity Fair, der ein Stück geschrieben hat zum Thema “Why Women Aren’t Funny“. Letztlich sei der fehlende weibliche Humor aber nur auf mangelnde Übung zurückzuführen. Männer seien witziger, weil sie es privat ständig üben, um bei Frauen zu landen, schreibt Trunk. Diese Barroutine verschafft ihnen schließlich Vorteile im Büro. Deshalb ihr witziges Plädoyer: Frauen sollten ebenfalls mehr üben. So finden sie vielleicht keinen Partner (es sei denn, sie sind lesbisch), aber machen womöglich Karriere.
Hilfe durch Fokussieren
Anderes Thema, schöne Anekdote: Eine Frau geht durch die Drehtür einer U-Bahn in New York und bleibt stecken. Sie ruft in die Menge, dass ihr bitte jemand helfen möge, doch keinen Menschen interessiert das. Alle gehen weiter. Sie wird immer verzweifelter. Doch dann erinnert sie sich an eine Weisheit, die sie in ihrer Karate-Ausbildung gelernt hat: Wenn du ein Problem hast, fokussiere deine Energie. Also sucht sie sich gezielt einen Menschen aus der Menge heraus und spricht ihn ebenso gezielt an: “Hey Sie, ja Sie da im braunen Mantel! Ich stecke hier fest. Bitte rufen Sie sofort die Aufsicht und helfen Sie mir!” Und tatsächlich: Der Mann reagiert und die Frau wird kurz darauf befreit. Die Lektion stammt von hier und lässt sich freilich auch auf den Job übertragen: Wenn Sie Unterstützer etwa für ein Projekt brauchen, fragen Sie nicht in die Menge. Dann bleiben Sie allein. Fokussieren Sie lieber und sprechen Sie die Leute gezielt an. Dann wird Ihnen geholfen.







rainer
Also lustige Leute ( die ich auch lieber mag), die fokussiert sind (ihre Witze nur wenigen erzählen, und Niemands sind ( d.h. nicht wahrgenommen werden) das ist besser als ernst zu sein (die mir auch immer zu ernst sind) nicht fokussiter sind ( von denen fühle ich mich auch nie angesprochen) und die Jemand sind ( Chefredakteur z.B.)
Ja, danke.