Gehaltserhöhung-Mehr-GeldDie Meldung dürfte heute einige Kollegen gefreut haben: ProSiebenSat.1 schüttet unter seinen Mitarbeitern einen Jahresbonus von insgesamt 13 Millionen Euro aus, jeder Angestellte erhält 1,3 zusätzliche Monatsgehälter. Bei RTL bekommen die Kollegen indes 1500 Euro Erfolgsbonus, die Monatsgehälter wiederum sollen um 100 Euro erhöht werden. Auch auf die Gefahr hin, als Spielverderber dazustehen: Motivieren wird Letzteres kaum einen, bei ProSiebenSat.1 aber alle.

Wie ich darauf komme?

Atul Mitra, ein Management-Professor an der Universität von Northern Iowa, hat vor einiger Zeit intensiv untersucht, ab welchem Anteil eine Gehaltserhöhung motivierend, beziehungsweise demotivierend wirkt. Das Resultat war ziemlich eindeutig: Erst ab einer Gehaltserhöhung von sieben bis acht Prozent fühlen sich Mitarbeiter ausreichend gewürdigt, sodass sie sich künftig noch mehr anstrengen. Darunter hatte das Gehaltsplus allenfalls den Effekt eines Amuse-Gueules.

Dann drehte Mitra den Spieß herum und untersuchte, wie groß ein Gehaltsminus ausfallen muss, um demotivierend zu wirken. Es dürfte kaum einen verwundern, dass dieser Wert deutlich geringer ausfiel. Genau gesagt lag er bei nur fünf Prozent. Haben Arbeitnehmer fünf Prozent weniger in der Tasche als bisher, reagierten sie bereits maximal verschnupft, gedehmütigt, verärgert darauf. Und natürlich arbeiten sie danach auch prompt weniger hart und engagiert.

Apropos…

Gibt es bei Ihnen dieses Jahr Weihnachtsgeld oder gar eine Gehaltserhöhung?