Natürlich sind Gehälter abhängig von der Erfahrung, der Ausbildung, dem Alter eines Mitarbeiters, der Region in der er arbeitet, der Größe des Unternehmens, der Branche, ja sogar vom Geschlecht oder der Körpergröße. Das macht die Menschen zwar nicht zwangsläufig glücklicher, im Gegenteil: Im vergangenen Jahr waren nur noch 61 Prozent der westdeutschen und 50 Prozent der ostdeutschen Arbeitnehmer mit ihrem Einkommen zufrieden, so eine Studie des Berliner Ökonomen Jürgen Schupp und des Duisburger Soziologen Stefan Liebig. Ich vermute, das liegt allerdings auch daran, dass die Leute ihr Einkommen stets relativ betrachten, aber nicht absolut – sich also fragen: Was will ich ganz persönlich verdienen? Um diesen Wert zu finden und auch auszuhandeln, gibt es neben den klassischen Verhandlungstipps eine relativ simple Methode, von der ich neulich las (leider habe ich vergessen wo), mit der Sie Ihr persönliches Wunschgehalt (oder Honorar) ermitteln können:

  • Zuerst nehmen Sie den absoluten Minimallohn, für den Sie eben noch bereit wären zu arbeiten.
  • Dann verdoppeln Sie ihn.

Zugegeben, die Methode ist wirklich simpel. Aber Sie führt in der Praxis zu relativ realistischen und auch durchsetzbaren Werten. Sie können den Wert ja einmal mit Ihrem aktuellen Einkommen vergleichen. Und für die nächste Verhandlung merken Sie sich bitte: Nennen Sie Ihren Preis stets selbstbewusst und begründen ihn anschließend durch Leistung.