Den Sinnspruch “Nichts ist so beständig wie der Wandel” kennen Sie sicher. Darin steckt mehr als nur ein Körnchen Wahrheit, denn Veränderungen sind ein fester Bestandteil des Lebens. Das sie statt finden, lässt sich oft nicht verhindern, doch Sie können entscheiden, wie Sie auf Veränderungen reagieren und damit umgehen. Aussitzen ist beispielsweise eine beliebte Strategie, frei nach dem Motto “Das ist ein Trend, der geht schon vorbei”. Es soll Firmen geben, die das auch heute noch Social Media sagen. Doch auf Dauer funktioniert das nicht, denn echte Veränderungen sind nachhaltig. Daher sollten Sie sich möglichst früh mit einer anstehenden Veränderung befassen. Im privaten Bereich können Sie den Zeitpunkt und die Art der Veränderung vielleicht selbst festlegen. Am Arbeitsplatz werden Veränderungen jedoch oft vorgegeben. Dann müssen Sie sich möglichst schnell darauf einstellen und die Veränderung aktiv angehen. Die folgenden zwölf Strategien können Ihnen dabei helfen. Die Strategien sind etwas ungewöhnlich und sollten durchaus mit einem Augenzwinkern gelesen werden. Das ändert jedoch nichts an ihrem praktischen Nutzen.

1. Dagegen argumentieren

Wenn Sie den Sinn und Zweck einer Veränderung nicht verstehen, wird es Ihnen schwer fallen, diese aktiv zu unterstützen. Genau hier kommt Strategie Nummer eins zur Anwendung. Schreiben Sie sich zuerst alle Argumente auf, die aus Ihrer Sicht gegen die geplante Veränderung sprechen. Im Anschluss nehmen Sie sich Ihre notierten Gegenargumente und versuchen diese zu entkräften. Wenn Ihnen das gelingt, sehen Sie auch den Sinn der Veränderung. Gelingt es Ihnen nicht, so wissen Sie zumindest, welche Fragen für Sie noch offen sind und welche Informationen Ihnen noch fehlen.

2. Ziel vorstellen

Manchmal ist das Problem nicht die Veränderung, sondern die Tatsache, dass Ihnen das Ziel der ganzen Aktion nicht klar ist. Lassen Sie sich – wenn Sie die Möglichkeit haben – das Ziel erklären. Versetzen Sie sich gedanklich so gut Sie können in die neue Situation und stellen Sie sich diese möglichst realistisch und positiv vor. Wiederholen Sie diesen Vorgang regelmäßig, so haben Sie das Ziel der Veränderung immer vor Augen.

3. Neue Arbeitsweise

Veränderungen am Arbeitsplatz machen oft eine neue Arbeitsweise notwendig. Nutzen Sie diesen Umstand für sich aus und passen sie Arbeitsweise bereits im Vorfeld den neuen Gegebenheiten an, dann stellt die konkrete Veränderung für Sie kein Problem mehr dar.

4. Negative Verstärkung

Die Strategie, sich selbst für gute Ergebnisse zu belohnen, kennen Sie sicherlich. Doch das Prinzip funktioniert auch anders herum. Machen Sie es sich selbst möglichst schwer, eine einmal begonnene Veränderung zu beenden. Zu diesem Zweck legen Sie negative Konsequenzen fest. Das kann der Urlaub sein, der dann nicht statt findet oder das neue Auto, dass Sie sich nicht kaufen werden, wenn Sie die Veränderung nicht durchziehen. Damit haben Sie einen Grund, die Veränderung konsequent zu Ende zu führen.

5. Zeitlimit setzen

Vielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, die unter Druck extrem produktiv werden. Wenn dem so ist, sollten Sie sich ein enges Zeitfenster für einzelne Schritte einer Veränderung setzen. So schaffen Sie sich selbst Druck und arbeiten intensiv an der Veränderung.

6. Wettbewerb ausrufen

Bei Veränderungen am Arbeitsplatz – sei es ein Umzug oder die Einführung eines neuen Systems – können Sie aus der Veränderung einen Wettbewerb machen. Vergleichen Sie Ihre Abteilung beispielsweise mit der Nachbarabteilung. Gewinner ist die Abteilung, die die Neuerung als erste komplett umgesetzt hat. So kann eine an sich trockene Arbeit sogar Spaß machen. Sie müssen nur darauf achten, dass die Arbeitsqualität nicht unter dem Wettstreit leidet.

7. Negativ beginnen

Um eine Veränderung optimal anzugehen, sollten Sie zuerst klar benennen, welche Probleme es aktuell gibt. Erfassen Sie rigoros alle aktuell negativen Punkte, dann fällt Ihnen die Veränderung leicht. Denn Sie ändern dadurch ja etwas an den vorhandenen Missständen.

8. Schlussstrich ziehen

Wenn es sich bei der Veränderung um einen Arbeitsplatzwechsel oder einen Umzug handelt, sollte Ihr erster Schritt ein klarer Schlussstrich sein. Schließen Sie alle noch offenen Vorgänge ab und räumen Sie alle nicht dringen benötigten Gegenstände weg. So fällt Ihnen die Veränderung leichter.

9. Fortschritt sichtbar machen

Veränderungen dauern oft länger, im Lauf der Zeit können Motivation und Begeisterung daher etwas nachlassen. Das verhindern Sie in dem Sie sichtbar machen, was Sie bereits erreicht haben. Dazu reicht ein einfacher Wandkalender. Dort machen Sie für jeden Tag, an dem Sie mit der Veränderung weitergekommen sind, einen dicken grünen Haken. So sehen Sie Ihren Fortschritt mit einem Blick.

10. Kaffee trinken

Gut, es muss nicht unbedingt Kaffe sein, Tee tut es auch. Wichtig ist nur: Machen Sie dabei Pause und schalten Sie ab. Veränderungen können anstrengend sein, wenn Sie sich dabei keine Pause gönnen, sind Sie irgendwann ausgelaugt und haben absolut keine Motivation mehr, um weiter zu machen. Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen und trinken Sie gemütlich eine Tasse Kaffee.

11. Geteiltes Leid

Es gibt Veränderungen die Sie zwar umsetzen müssen, mit denen Sie allerdings nicht unbedingt einverstanden sind. Am Arbeitsplatz haben Sie jedoch den großen Vorteil, dass Ihre Kollegen diese Veränderung in vielen Fällen auch mitmachen müssen. Natürlich sollen Sie jetzt nicht in ein gemeinsame Wehklagen einstimmen. Doch als Team fallen solche Veränderungen leichter und die vielleicht damit verbundenen Probleme lassen sich besser abfangen.

12. Stärke zeigen

Wenn gar nichts funktioniert und die anstehende Veränderung Ihnen wirklich nicht gefällt, hilft Ihnen vielleicht diese Strategie. Gehen Sie den Prozess mit einer “Denen zeig ich’s”-Einstellung an. Beweisen Sie Ihren Kollegen und Vorgesetzten, dass Sie auch solche Veränderungen meistern können. Nehmen Sie die Veränderung als Chance zu zeigen, was in Ihnen steckt.