Geisteswissenschaften-Studium-Job-Karriere
Studenten geisteswissenschaftlicher Fächer haben es auf dem Arbeitsmarkt nicht unbedingt leicht. Viele Unternehmen können mit einem geisteswissenschaftlichen Studium nicht viel anfangen und daher nicht einschätzen, welche Vorteile entsprechende Bewerber bieten. Auch die Absolventen selbst präsentieren sich oft nicht gerade vorteilhaft und scheitern daran, ihren Marktwert und ihre Kompetenzen in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle deutlich zu machen. Unsere Karrieretipps können das ändern...

Geisteswissenschaftler: Kennen Sie Ihre Kompetenzen?

Die mangelnde Selbstpräsentation auf Bewerber-Seite hat einen einfachen Grund: Viele Geisteswissenschaftler absolvieren ihr Studium - hoffentlich - aus Überzeugung und Begeisterung für das Thema. Der praktische Nutzen im späteren Job und ihre entsprechenden Kompetenzen sind vielen jedoch nicht so klar.

Der erste Schritt sollte daher darin bestehen, sich die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten bewusst zu machen.

Dabei spielt der berufliche Bezug zunächst noch keine Rolle. Wichtig ist, dass Sie sich als Student oder Absolvent darüber klar werden, wo Ihre Stärken liegen, was Sie wirklich gut können und welche Fähigkeiten und Eigenschaften Sie auszeichnen.

Für diese Analyse empfehlen wir Ihnen, die folgenden Fragen als Basis:

  • Welche Arbeitsschritte und Aufgaben fallen mir im Studium leicht?
  • Welcher Teil des wissenschaftlichen Arbeitens liegt mir besonders gut?
  • Bei welchen Arbeitsschritten tue ich mich schwer?
  • Welche Fachgebiete und Aufgaben interessieren mich?
  • Welche Stärken sehen und schätzen meine Freunde und Professoren an mir?
  • Welche Schwächen machen mir immer wieder zu schaffen?
  • Kann ich mich schnell und leicht in neue Gebiete einarbeiten?

Beantworten Sie diese Fragen bitte ehrlich sich selbst gegenüber. Nur so gewinnen Sie eine erste Orientierung. Danach folgt der zweite Schritt...

Geisteswissenschaftler im Unternehmen: Mehr Kompetenzen, als Sie ahnen

Dieser Schritt ist oft der schwerste, erfordert er doch ein gewisses Umdenken und die gedankliche Annäherung an die Arbeitswelt.

Vielen Studenten und Absolventen geisteswissenschaftlicher Studienfächer fehlt häufig die Erfahrung mit und in Unternehmen. Daher fällt es ihnen schwer, ihre Kompetenzen und Stärken mit den in Stellenausschreibungen geforderten Fähigkeiten in Verbindung zu bringen und einzuschätzen.

Um die fehlende Erfahrung auszugleichen, sollten Sie sich als Absolvent mit Young Professionals und berufserfahrenen Arbeitnehmern mit geisteswissenschaftlichem Hintergrund zusammensetzen und deren Erfahrungen für sich nutzen. Eine Möglichkeit für die Kontaktaufnahme bieten hier die Alumni-Foren und -Veranstaltungen, die an allen Hochschulen angeboten werden.

Suchen Sie hier aktiv den Kontakt zu Young Professionals, beteiligen Sie sich an Gesprächen und stellen Sie Fragen zum Arbeitsalltag. Sie werden sehen, durch solche Gespräche können Sie sich schnell einen ersten Eindruck des Arbeitsalltag verschaffen und Ihre Kompetenzen nach und nach zuordnen.

Selbst die besten Gespräche können eigene Erfahrungen jedoch nicht ersetzen. Daher sollten Sie sich bereits während des Studiums nach Praktika umzuschauen und auch Ihre Studentenjobs möglichst in Unternehmen zu absolvieren, die als Arbeitgeber infrage kommen. Vielleicht sind in unserer Jobbörse schon einige Angebote für Sie dabei:

Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.


Zudem finden Sie im Folgenden noch einige Kompetenzen und Eigenschaften, die Geisteswissenschaftler für Arbeitgeber attraktiv machen:

  • Die Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu erfassen und Auswirkungen frühzeitig zu erkennen.
  • Eine schnelle Auffassungsgabe die es Geisteswissenschaftlern erlaubt, sich auch in komplexe Situationen und Zusammenhänge schnell einzuarbeiten.
  • Das Denken in Netzwerken und Zusammenhängen, das oft zu erstaunlich kreativen Verknüpfungen und Lösungen führt.
  • Die Fähigkeit zur systematischen Analyse und Bearbeitung von Literatur und Quellen.
  • Der geübte Umgang mit großen Textmengen und die Fähigkeit, diese schnell zu erfassen und wichtige Informationen extrahieren zu können.

Geisteswissenschaftler: Suchen Sie Praxiserfahrung

Neben den bereits erwähnten Praktika gibt es hier jedoch noch Alternativen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Kooperationsprojekte von Hochschule und Unternehmen
  • Projekte mit hohem Praxisanteil
  • Orchideenfächer, die mit und in Unternehmen durchgeführt werden.
  • Studien- und Semesterarbeiten in Kooperation mit Unternehmen
  • Werkstudenten-Stellen und Programme

All diese Optionen stellen im Vergleich zu regulären Studium zwar einen zusätzlichen Aufwand dar. Wenn Sie das notwendige Engagement aber investieren, profitieren Sie davon mehrfach: Sie verbessern so nicht nur Ihre Bewerbungs- und Jobchancen, sondern erhalten auch wichtige Impulse für Ihre persönliche Entwicklung und Ihr Studium.

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