Zerrinnt Ihnen das Geld nur so zwischen den Fingern? Wollen Sie mehr sparen und weniger ausgeben, können aber nicht? Dann sollten Sie vor allem große Scheine in Ihrer Geldbörse aufbewahren…

Die Psychologen Priya Raghubir von der New York Universität und Joydeep Srivastava von der Universität von Maryland haben gerade eine Studie im Journal of Consumer Research veröffentlicht, wonach der Wert der einzelnen Münzen und Geldscheine, die wir mit uns herum tragen, erheblichen Einfluss auf unser Kosumverhalten hat – auch Denomination-Effekt genannt. Wer etwa kleine Münzen oder Geldscheine im Portemonnaie dabei hat, gibt diese deutlich schneller aus: Mal eben einen Kaffee hier, einen Schokoriegel dort, etwas Trinkgeld – schon sind fünf Euro weg. Als Grund hierfür vermuten die Forscher, dass wir große Scheine mit größeren Anschaffungen assoziieren und deshalb weniger verschwenderisch damit umgehen.

Ein Umstand, den sich übrigens Verkäufer gerne zunutze machen: So werden Sie in einer Bar auf einen großen Schein vorzugsweise viele kleine herausbekommen. Warum? Weil der Barkeeper darauf spekuliert, dass Sie ihm davon entweder ein großzügigeres Trinkgeld abgeben (was Sie tun sollten – das ist ein Knochenjob) oder aber sich noch einen Drink for the road gönnen. Aus demselben Grund bekommen Sie zum Beispiel in den Casinos in Las Vegas auf einen Geldschein meist viele Quarters (25 Cent Münzen) heraus – die können Sie nämlich gleich in einen der vielen umherstehenden Spielautomaten stecken.

Was das für den Alltag heißt: Falls Sie zu denjenigen Menschen gehören, die am Ende des Geldes immer noch zu viel Monat übrig haben, sollten Sie versuchen ihre Geldbörse mit größeren Scheinen auszustatten und weniger mit Münzen und 5- oder 10-Euro-Scheinen. Falls Sie hingegen zum Geiz neigen, würde etwas Klimpergeld in der Brieftasche Ihrem Sozialimage womöglich ganz gut tun. Oder wie ein mexikanisches Sprichwort sagt:

Auf kleine Scheine muss man aufpassen – große achten auf sich selbst.