Google+ erlebt nach der Öffnung für alle interessierten Nutzer einen wahren Ansturm. Das bedeutet natürlich, dass sich Nutzer etwas einfallen lassen müssen, um sich aus der Masse abzuheben. Deshalb haben wir heute zehn vorbildliche Beispiele deutscher Google-Plusser für Sie zusammengestellt. Zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen.
Die Beispiele stellen eine Mischung von Tech-Bloggern, Journalisten, Köchen und Werbern dar. Wie immer ist die Reihenfolge alphabetisch sortiert, stellt also keine Rangliste dar…
Markus Beckedahl

Markus Beckedahl ist für die meisten Leser sicher kein Unbekannter. Er ist das Gesicht hinter netzpolitik.org und eine der treibenden Kräfte hinter dem Lobby-Verein Digitale Gesellschaft. Auch seinen Google+-Stream nutzt er konsequent für die Publikation von netzpolitischen Themen, dabei verweist er allerdings nicht auf Artikel von netzpolitikg.org, sondern sammelt auch andere Quellen zum Thema und liefert ergänzenden Informationen in Kommentaren nach.
Fazit: Die konsequente Fokussierung auf das Thema seines Blogs machen seinen G+-Stream interessant. Für potentielle Leser ist auf den ersten Blick klar, welche Inhalte hier zu erwarten sind.
Patrick Breitenbach

Breitenbach bezeichnet sich selbst unter anderem als “Medien- und Markengestalter”, allein diese Selbstbeschreibung legt eine gewisse Social Media-Affinität nahe. Tatsächlich nutzt Patrick Breitenbach auch sein Google+-Konto, um Artikel und Quellen rund um die neuesten Entwicklungen im Social Media Bereich zu sammeln. Zur Zeit beschäftigt er sich naturgemäß viel mit den Veränderungen von Facebook, aber auch die aktuell aufgekommene Diskussion um das Thema “Internetsucht” spricht er an.
Fazit: Breitenbach fokussiert seine Google+-Aktivitäten auf einen Themenbereich. Gute Analysen und Kommentare werden ab und an mit ironischen oder lustigen Beiträgen und Hinweisen auf seine anderen Aktivitäten im Netz aufgelockert. Das macht seinen Stream lesenswert und informativ.
Martin Gommel

Die Fotografen unter Ihnen kennen Martin Gommel sicher schon länger. Er ist der Herausgeber des Kwerfeldein-Magazins, das sich mit allen Themen rund um die Fotografie beschäftigt. Kein Wunder also, dass Gommel auf Google+ bevorzugt Bilder veröffentlicht. Dabei handelt sich überwiegend um seine eigenen Werke, doch auch Bilder anderer Fotografen werden von ihm geteilt. Für Fotografen sind jedoch vor allem seine Kommentar zu den Bildern von Interesse, denn Martin Gommel erklärt zu manchem Bild wie es entstanden ist und welche Beleuchtung und Einstellungen er für die Aufnahme verwendet hat.
Fazit: Martin Gommel nutzt sein Google+-Konto einerseits dafür, ästhetische Fotos mit anderen zu teilen. Andererseits teilt er aber auch sein Fachwissen rund um das Fotografen-Handwerk in Kommentaren oder in verlinkten Artikeln. Diese Kombination macht seinen Google+-Stream für alle an Fotografie Interessierten attraktiv.
Richard Gutjahr

Der Journalist Richard Gutjahr nutzt seinen Google+-Stream als Sammelbecken all seiner Online-Aktivitäten. Er verlinkt Artikel auf seinem eigenen Blog und Projekte an denen er beteiligt ist. Gutjahr teilt jedoch auch Quellen und Beiträge zu verwandten Themen seiner Arbeit. Außerdem fragt er immer wieder direkt nach der Meinung seiner Leser und diskutiert auch mit ihnen in den Kommentaren. Die informativen und inhaltlich aktuellen Beiträge ergänzt Gutjahr durch unterhaltsame Videos, die seinen Stream auflockern.
Fazit: Richard Gutjahr nutzt sein Google+-Konto einerseits um auf seine Online-Aktivitäten und Projekte zu verweisen. Andererseits teilt er jedoch auch informative Quellen zu seinen Themengebieten und spricht seine Leser direkt an. Die Mischung aus Informationen und direkter Kommunikation macht seinen Stream lesenswert.
Mirko Kaminski

Mirko Kaminski beschreibt sich auf Google+ als “Passionate about communicating and fishing”. Das Thema Kommunikation greift er dann auch in seinem Google+-Stream mehrfach auf und ergänzt es durch die Themenbereiche PR und Marketing. Neben thematisch passenden Artikeln veröffentlicht Kaminski in unregelmäßigen Abständen selbstrpoduzierte Videos. Dabei handelt es sich oft um Interviews mit kompetenten Gesprächspartnern aus der Kommunikations- oder Werbebranche. Doch auch die Videos ohne Gesprächspartner gestaltet Kaminski in einem sehr eigenen Stil, den Sie sich ansehen sollten.
Fazit: Mirko Kaminski fokussiert seinen Google+-Stream auf die Themen Kommunikation, Werbung und PR. Das Besondere sind jedoch die selbstproduzierten Videos und Video-Interviews, durch diese hebt sich Kaminski von der Masse der Google+Nutzer ab.
Sascha Lobo

Sein roter Irokesen-Schnitt ist sein Markenzeichen, doch wirklich bekannt wurde Sascha Lobo nicht nur wegen seiner Frisur, sondern vor allem auch wegen seines umfangreichen Wissens im Social Media Bereich. Genau um diesen Themenbereich dreht sich auch sein Google+-Stream. Lobo nutzt ihn konsequent, um eigenen Artikel oder Beiträge zu verlinken und ausgewählte Beiträge anderer Autoren zu teilen. Aktuell bietet er seinen Lesern auch auf andere Art Mehrwert. Lobo hat eine Auswahl der – aus seiner Sicht – besten deutschen Googleplusser zu einem fertigen Kreis zusammengestellt und teilt diesen mit seinen Lesern. In diesem Kreis werden werden Sie viele der hier vorgestellten Beispiele wiederfinden.
Fazit: Bei Sascha Lobo ist es die Mischung aus Artikeln zu den Entwicklungen im Social Media Bereich, Kommentaren zu aktuellen politischen Entwicklungen, die amüsanten Wortspielereien und die sorgfältige Auswahl der geteilten Beiträge, die den Wert seines Google+-Streams ausmachen. Angebote wie der Kreis mit deutschen Google+-Nutzern runden das Gesamtbild ab.
Sascha Pallenberg

Sascha Pallenberg bezeichnet sich selbst bewusst nicht als Journalist sondern als Tech-Blogger. Das spiegelt sich auch in seiner Arbeit auf Netbooknews.de wieder, denn hier geht es um die neuesten Trends und Entwicklungen rund um Tablet-Computer und ultra-portable Notebooks. Daher ist seine Google+-Stream mit Meldungen und Inhalten zu den aktuellen technischen Trends und Entwicklungen gefüllt. Neben Artikeln publiziert Pallenberg auch Produktvideos, selbstgedrehte Videos und viele Bilder von Vorträgen und Messen. Außerdem nutzt Pallenberg Google+ intensiv zur Kommunikation mit seinen Lesern und hat bereits mehrfach erklärt, dass Google+ sein bevorzugtes Soziales Netzwerk ist, auf dem er am meisten Aktivität entfaltet.
Fazit: Sascha Pallenbergs Google+-Stream zeichnet sich durch eine Mischung aus eigenen Artikeln, Videos und Bildern und ausgewählten Quellen rund um technische Neuerungen und Innovationen aus. Es ist jedoch vor allem die aktive und persönliche Kommunikation mit seinen Lesern und die konsequente Konzentration auf Google+ als Sozialem Netzwerk, die Pallenberg von der Masse abheben.
Holger Schmidt

Wer sich für die aktuellen Entwicklungen im Bereich Social Media, Online-Werbung und Online-Medien interessiert, sollte sich den Google+-Stream von Holger Schmidt anschauen. Der Journalist und Blogger aggregiert auf seinem Google+-Konto Artikel und Statistiken rund um Apple, Facebook, Google, Amazon, Tablets und Co. Fünf bis sechs mal am Tag veröffentlicht Holger Schmidt Beiträge auf Google+ und schafft so einen Kanal mit hoher Informationsdichte.
Fazit: Fünf bis sechs Beiträge pro Tag scheinen im Vergleich zu anderen Google+-Konten auf den ersten Blick nicht viel zu sein. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass es sich dabei ausschließlich um qualitativ gute Beiträge mit hohem Informationsgehalt handelt, die sich spürbar vom Durchschnitt abheben.
Lars Schürer

Kennen Sie das Restaurant Tafelhaus in Backnang nahe Stuttgart? Nach einem Besuch auf Lars Schürers Google+-Stream lautet Ihre Antwort ganz klar: Ja. Schürer ist Inhaber und Küchenchef des Restaurants und nutzt Google+ für eine clevere Form der Werbung. Statt Werbeplakaten oder ähnlichen veröffentlicht Schürer die Speisekarte des Tages oder der Woche und publiziert Fotos der Gerichte, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Auch Stellenanzeigen für sein Restaurant stellt Schürer bei Google+ online.
Fazit: Lars Schürer nutzt seinen Google+-Stream ausschließlich um sein Restaurant zu bewerben. Dafür bietet er seinen Lesern Mehrwert in Form von Speisekarten und aktuellen Angeboten. Insgesamt eine sehr angenehme Form der Werbung, die sich auch andere Unternehmen zum Vorbild nehmen können.
Igor Schwarzmann

Igor Schwarzmann ist Mit-Gründer der Berliner Strategie Agentur Third Wave. Das sich seine Agentur aber nicht nur mit Social Media sondern auch mit nachhaltigen Werbe- und Produktstrategien beschäftigt, finden sich diese Themen auch in seinem Google+-Stream wieder. Auch Musikvideos und persönliche Kommentare postet Schwarzmann sich in seinem Stream. Insgesamt erhält der Leser so Einblicke in Schwarzmanns Agentur-Arbeit, seine Meinung und was ihn bewegt.
Fazit: Das Motto seines Google+-Streams ist Transparenz. Und das ist es auch was viele Nutzer von Social Media dort von Unternehmen erwarten. Insofern gibt Igor Schwarzmann ein authentisches Bild seiner Arbeit und Person. Vorbildlich.
Kennen Sie andere lesenswerte Google+-Streams? Dann ab damit in die Kommentare, wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.
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Karla Kolumna
Und wo bleiben die Frauen? Kann mir gar nicht vorstellen, dass es da keine positiven Beispiele gibt.
Lenscheck [Mobile]
War auch mein erster Gedanke….
Nathanael
Stimmt Karia, die werden mal wieder abgeschoben. Leider zeigt aber die Verteilung der Geschlechter bei G+, dass das männliche Geschlecht dominiert. Deswegen werden hier eventuell keine Frauen aufgezählt.
Christian Mueller
Guten Morgen zusammen,
erst mal Danke für die frühen Kommentare. Allerdings sind sie etwas verfrüht. Die Überschrift heißt nicht ganz zufällig “Plusser” und nicht “Plusserinnen”. Heißt: Wir hatten uns morgen eh eine Liste mit Google+-Nutzerinnen vorgenommen. Da Google+, wie Nathanael richtig sagt, leider immer noch sehr von Männern dominiert wird, sind die halt etwas schwerer zu recherchieren, deshalb zuerst die Herren.
Ach ja, wenn Ihr Vorschläge für vorbildliche Plusserinnen habt, schreibt sie bitte in die Kommentare. Unsere Liste ist noch nicht in Stein gemeißelt.
Einen schönen Tag,
Christian Müller
Nathanael
Guten Morgen!
Da würde ich doch gleich mal Annette Schwindt empfehlen, wenn sie nicht so oder so bereits in der Liste enthalten ist. Zum Profil geht es hier entlang: https://plus.google.com/114176467230362204052
Wünsche ebenfalls einen schönen Tag!
Toby Kronwitter
Hi, vielen Dank für diese Klasse zusammenstellung. Ist super geworden.
Einziger Makel wie ich finde:
IHR HABT MICH VERGESSEN :)
Wünsche eine schöne Restwoche.
PS: Frau Schwindt kann ich auch uneingeschränkt empfehlen.
sabinehaas
Ich habe diese Liste mit Interesse gelesen und bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll. Es stimmt: Alle Genannten bieten einen sauber durchstrukturierten Content und Inhalte, die qualitativ hochwertig sind. Es sind alles empfehlenswerte Protagonisten im Social Web. Aber sind sie als “erfolgreiche Plusser” zu bezeichnen? Bedienen Sie gerade diese Plattform besonders gekonnt und damit vielleicht auch besser als andere Plattformen? Ich sehe das nicht. Die bewerteten Kriterien: gute Inhalte, Struktur, Konzentration auf Kernthemen sind plattformunabhängig. Im Gegenteil: Man könnte doch die These aufstellen, dass gerade Google+ mit seinen Kreisen nach anderen, bunteren Ansätzen ruft, themen- und zielgruppenspezifisch aufbereitet. Mir gefällt der Gedanke, den optimalen Nutzungsmustern auf den verschiedenen Plattformen nachzuspüren. Wir haben das einmal nur für Twitter getan, aber für die anderen ist die Frage nach der optimalen Gestaltung des eigenen Auftritts noch nicht beantwortet. Was für mich dazu führt, dass sich Inhalte und Darstellung vieler Accounts über alle Plattformen hinweg sehr ähneln. Bezogen auf die Liste heißt das: Was ist das Soll bei Google+? Und wo sind die Unterschiede z.B. für Facebook?
Jochen Mai
In der Liste geht es doch gar nicht darum, diese Plusser gegenüber Facebook abzugrenzen. Warum auch? Sie bedienen diese Plattform gekonnt – das reicht völlig. Denn damit liefern sich zahlreiche Anregungen, wie man es ihnen “nachmachen” kann.
Daniela
Na dann freue ich mich doch schon sehr auf den Artikel “Zehn vorbildliche Google+-Nutzerinnen”.
Christian Henne
Ich halte eine solche Liste für nicht sinnig. Individuelle Nutzer als “nachahmenswert” zu empfehlen erst recht nicht. Das deckt sich nicht mit meinem verständnis von sozialen Netzwerken. Ich mache das lieber so, wie es am besten zu mir passt. Oder soll es mir doch nur darum gehen, von möglichst vielen gecircelt zu werden? Dann mag diese Aufstellung Sinn machen…
Christian Mueller
@Christian Henne: Es geht ja auch nicht darum, die Beispiele eins zu eins nachzuahmen. Ich persönlich lese solche Listen gerne, ich lese aber auch gern Erfahrungsberichte von den To-Do-Systemen anderer und schaue mir Fotos von Arbeitsplätzen/Schreibtischen und Tascheninhalten an. Warum? Weil sie mich inspirieren und mir neue Impulse geben. Und genau so ist diese Liste auch gedacht. Im Endeffekt macht es jeder so, wie es zu ihm passt. Aber vielleicht mit ein oder zwei Ideen mehr.
Gruß,
Christian
Christian Henne
@Namensvetter: Vielleicht war ich ein wenig beeinflusst, weil ich auch schon gelesen habe, wie jemand diese Liste als die der “vorbildlichSTen Plusser” bezeichnet. Dann fiel mir auf, diesen Begriff gibt es gar nicht.
Ich gebe Dir recht: Inspirationen braucht es und sich gerade im Social Web Dinge anzuschauen, kann nur helfen. Ich bin nur mit Nachahmen vorsichtig, weil da Individualität verloren geht. So halte ich es auch mit meinem Büro…
Christian Mueller
Volle Zustimmung. Nachahmung nur mit Sinn und Verstand ;-)