Wer irgendwann mal ein Unternehmen führen will, sollte studiert haben. Laut einer Kienbaum-Studie steigt die Zahl der Geschäftsführer mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss seit Jahren stetig an – in den vergangenen 20 Jahren von 50 Prozent auf heute rund 85 Prozent. Vor allem Wirtschaftswissenschaftler stellen dabei mit 45 Prozent den höchsten Anteil der Geschäftsführer mit Universitätsabschluss. Dahinter folgen Ingenieure mit 31 Prozent sowie Juristen mit zehn Prozent und Naturwissenschaftlern mit acht Prozent.

Interessant ist auch, wie sich die Gehälter von Geschäftsführern in Deutschland entwickelt hat: Sie haben nämlich kaum vom bisherigen Aufschwung profitiert. Durchschnittlich liegen ihre Gesamtjahresbezüge bei 212.000 Euro – ein Plus von 0,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Zudem gibt es große individuelle Gehaltsunterschiede: Während 37 Prozent der Chefs weniger als 200.000 Euro im Jahr verdienen, erhalten 15 Prozent der Geschäftsführer mehr als 500.000 Euro jährlich.

Vor allem der Anteil der Boni hat dabei deutlich zugenommen. Er stieg von durchschnittlich 27 Prozent im Vorjahr auf 33 Prozent in diesem Jahr. Zusätzlich stellen fast alle deutschen Unternehmen ihren Geschäftsführern einen Dienstwagen zur Verfügung: 94 Prozent der Geschäftsführer nutzen einen Firmenwagen, der durchschnittlich 36 Monate oder 120.000 Kilometer im Einsatz ist.

Die beliebteste Marke ist mit 30 Prozent weiterhin Audi, gefolgt von Mercedes mit 29 Prozent und BMW mit 26 Prozent. Der durchschnittliche Anschaffungspreis beträgt bei Gesellschafter-Geschäftsführern durchschnittlich 72.000 Euro, bei angestellten Geschäftsführern sind es im Schnitt dagegen nur 63.000 Euro.