Glossar: Diese Begriffe sollte jeder Student kennen
Nach dem Abitur zieht es viele an die Universitäten des ganzen Landes. Mit diesem Schritt gehen viele Neuerungen einher: Viele neue Freunde, eine vollkommen neue Art zu lernen, eine neue Stadt inklusive neuer Wohnung und sogar ein vollkommen neuer Sprachgebrauch. An der Uni bekommt man es mit vielen Begriffen zu tun, die für viele Studenten an der Tagesordnung und damit längst bekannt sind. Abiturienten kommen aber oft zum ersten mal damit in Berührung und können mit einigen Dingen nicht viel anfangen. Aus diesem Grund haben wir ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen zusammengestellt, die jeder Student kennen sollte...

Uni-Glossar: Die wichtigsten Begriffe

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  • Alma Mater

    Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet nährende Mutter. Wenn ein Student von der Alma Mater spricht, meint er damit die Universität.

  • Alumni

    Ebenfalls aus dem Lateinischen heißt es Zögling. Gemeint sind damit die Absolventen einer Hochschule oder Universität. An einige Universitäten gibt es auch immer wieder Alumni-Treffen, bei denen ehemalige Studenten zusammenkommen.

  • Audi Max

    Eine Abkürzung für Auditorium Maximum, also den größten Hörsaal einer Universität. Hier finden Vorlesungen und Veranstaltungen statt, die von besonders vielen Studenten besucht werden, da meist viele Hundert Plätze zur Verfügung stehen.

  • Bachelor

    Nach einem erfolgreichen Studium von in der Regel sechs oder acht Semestern wird der Bachelor als akademischer Abschluss vergeben. Er ist die Voraussetzung, um sich für einen darauf folgenden Master-Studiengang bewerben zu können.

  • BAföG

    Hierbei handelt es sich um die Abkürzung für Bundesausbildungsförderungsgesetz und für jeden Studenten, bei dem die finanzielle Unterstützung der Eltern nicht ausreicht, ist es ein sehr wichtiger Begriff. Wer BAföG bekommt, erhält eine staatliche Förderung des Studiums - wie hoch diese ausfällt, wird anhand des Einkommens der Eltern berechnet. Ein weiterer Vorteil: Es muss lediglich die Hälfte des Betrags zurückgezahlt werden, nicht die ganze Summe wie beispielsweise bei einem Studienkredit.

  • Bologna-Prozess

    In Folge des Bologna-Prozesses wurden die Studienabschlüsse an europäischen Hochschulen vereinheitlicht. Dabei wurden das Bachelor- und Mastersystem eingeführt, was jedoch auch auf viel Kritik gestoßen ist.

  • Campus

    Der Ort, an dem Sie als Student eine Menge Zeit verbringen werden. Als Campus wird das gesamte Gelände der Universität bezeichnet.

  • Credit Points

    Für alle Prüfungen, die ein Student an der Uni ablegt und Leistungen, die er erbringt erhält er bei Erfolg Credit Points. Sie können auch als Maß für den Arbeitsaufwand angesehen werden, denn ein Credit Point soll ungefähr einem Aufwand von 25 bis 30 Arbeitsstunden entsprechen.

  • DAAD

    Die Abkürzung steht für den Deutschen Akademischen Austauschdienst. Der DAAD fördert beispielsweise Austauschprogramme mit Stipendien, hilft bei deren Organisation und wirkt dabei mit, dass deutsche Hochschulen sich international ausrichten.

  • Dekan

    Der Dekan leitet an der Universität eine Fakultät - also einen Fachbereich. Er ist beispielsweise für die finanziellen Angelegenheiten aber auch für das Personal zuständig.

  • Dissertation

    Hierbei handelt es sich um das langfristige Ziel einer Studenten: Den Doktortitel. Als Dissertation bezeichnet man die wissenschaftlicher Arbeit, die zuvor abgelegt und bestanden werden muss, um diesen Titel zu erhalten. Die Länge der Dissertation unterscheidet sich jenachdem, in welchem Bereich diese gemacht wird und kann mehrere hundert Seiten umfassen.

  • Dozent

    Als Dozent bezeichnet man schlicht die Lehrenden an einer Hochschule. Dazu gehören also sowohl die Professoren, als auch deren wissenschaftliche Mitarbeiter, die Veranstaltungen leiten oder Übungsstunden anbieten.

  • ECTS

    Eine englische Abkürzung für European Credit Transfer and Accumulation System. Dahinter verbirgt sich das System der Credit Points, die dafür sorgen sollen, dass Leistungen an europäischen Hochschulen vergleichbar werden. So sollen einzelne Leistungen auch im Ausland leichter angerechnet werden können, damit das Studium durch einen Auslandsaufenthalt nicht automatisch verlängert wird.

  • Erasmus

    Wer überlegt, ein Auslandssemester zu machen, trifft dabei früher oder später auf Erasmus. Dabei handelt es sich um ein Programm der europäischen Kommission, mit dem Studenten ein Aufenthalt an einer Universität in einem anderen Land ermöglicht werden soll.

  • Exmatrikulation

    Hat man das Studium erfolgreich abgeschlossen - oder muss es aus einem anderen Grund beenden - kommt die Exmatrikulation. Mit der Exmatrikulation wird man aus dem Verzeichnes der Studenten gestrichen und das Studium endet.

  • Fakultät

    Als Fakultät bezeichnet man alle Studienfächer, die zu einem bestimmten Fachbereich zählen. So gibt es an vielen Universitäten beispielsweise eine naturwissenschaftliche, eine geisteswissenschaftliche, eine wirtschaftliche oder auch eine juristische Fakultät.

  • Gasthörer

    Um Veranstaltungen an einer Uni zu besuchen, muss man nicht unbedingt als Student eingeschrieben sein. Diese Gasthörer besuchen einzelne Veranstaltungen, um sich beispielsweise weiterzubilden.

  • Habilitation

    Wer das große Ziel hat, einmal selbst als Professor zu arbeiten, macht nach seinem Doktor noch die Habilitation und damit den höchsten akademischen Grad.

  • HiWi

    Eine weit verbreitete Abkürzung für einen Hilfswissenschaftler, wobei es sich meist um studentische Hilfskräfte handelt.

  • Hörsaal

    Im Hörsaal finden Vorlesungen statt, aber auch Übungen und Tutorien spielen sich in diesen Räumlichkeiten ab.

  • Immatrikulation

    Am Anfang des Studiums steht die Immatrikulation, also die Einschreibung an der Universität. Damit wird man offiziell als Studierender aufgenommen.

  • Kommilitone

    Was am Gymnasium die Schulkameraden, sind an der Uni die Kommilitonen. Der Begriff bezeichnet die Mitstudenten.

  • Master

    Nach dem Bachelor-Abschluss können noch zwei oder vier weitere Semester studiert werden, um mit dem Master einen höheren Abschluss zu erzielen. Dabei spezialisiert man sich genauer auf einen bestimmten Bereich seines Studienganges.

  • Matrikelnummer

    Wer sich an der Universität einschreibt, bekommt eine Matrikelnummer zugewiesen, mit der er sich während seines Studiums identifiziert. Sie wird beispielsweise auf Prüfungen angegeben, um diese einem Studenten eindeutig zuordnen zu können.

  • Mensa

    Wenn an einem langen Tag in der Uni der Hunger kommt, bekommt man in der Mensa etwas zu essen. Der Preis ist dabei auf Studenten ausgelegt.

  • Modul

    Als Module werden einzelne Studieninhalte und Veranstaltungen bezeichnet, die man während seines Studiums absolviert, um dafür Credit Points zu erhalten. So können beispielsweise Vorlesungen, Übungen und Tutorien ein Modul darstellen.

  • NC

    Der oft thematisierte numerus clausus darf nicht mit der Abiturnote verwechselt werden. Vielmehr handelt es sich dabei um die Zulassungsbeschränkung bei Studiengängen, die sich großer Beliebtheit erfreuen und von vielen Abiturienten angestrebt werden. Liegt der NC beispielsweise bei 2,1, bedeutet dies, dass bei der letzten Immatrikulation eine Note von 2,1 oder besser erforderlich war, um einen der begehrten Studienplätze zu erhalten.

  • Promotion

    Als Promotion wird die Verleihung des Doktortitels bezeichnet.

  • Rückmeldung

    Bevor ein neues Semester beginnt, müssen Studenten sich rechtzeitig bis zu einer bestimmten Frist rückmelden. Wer dies vergisst, riskiert eine Strafe oder im schlimmsten Fall sogar den Verlust seines Studienplatzes.

  • Semesterbeitrag

    Wer studiert, muss jedes Semester einen bestimmten Beitrag zahlen. Dieser beinhaltet beispielsweise die Sozialbeiträge, einen Verwaltungskostenbeitrag und auch das Semesterticket, mit dem Studenten während des Semesters die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können.

  • Studentenwerk

    Geht es um soziale Angelegenheiten, können sich Studierende an das Studentenwerk wenden. Dieses ist beispielsweise für den Betrieb der Mensa verantwortlich, hilft aber auch bei Wohnheimplätzen oder berät bei Fragen rund ums BAföG.

  • Tutorium

    Vorlesungen alleine reichen nicht aus, um das gesamte Wissen zu vermitteln, also wird in den zugehörigen Tutorien weiter darauf eingegangen. Hier werden weitergehende Frage geklärt und Übungen besprochen - bei den Tutoren handelt es sich dabei meist um Studenten aus einem höheren Semester.

  • Vorlesung

    Die bekannteste Art von Veranstaltungen ist die Vorlesung. Der Dozent hält dabei einen Vortrag zu einem bestimmten Thema, der in der Regel durch eine entsprechende Präsentation begleitet wird.

Und welche Begriffe fallen Ihnen noch ein? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge!

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