was-macht-gluecklich
Wenn Menschen gefragt werden, wonach sie im Leben streben, steht Glück meist ganz oben auf der Liste. Schwieriger wird es, wenn es darum geht, wie dieses Glück erreicht werden soll. Das Streben nach Glück verbindet zwar alle Menschen, es bleibt aber für jeden Menschen einzigartig. Entsprechend schwer ist es, Tipps zu geben, wie wir glücklich leben oder glücklicher werden können. Allerdings: Ein paar Gemeinsamkeiten gibt es schon - Dinge, die die meisten Menschen glücklich machen, mehr aber noch jene Einstellungen, die glückliche Menschen verbinden. Ganz offenbar haben die das Geheimnis des Glücks ja schon gefunden...

Das Streben nach Glück

Lässt sich Glück überhaupt definieren, wenn es für jeden Menschen etwas anderes ist? Fragt man die Menschen, was sie glücklich macht, bekommt man Antworten, wie...

  • Eine Familie (mit Kindern)
  • Viele gute Freunde haben
  • Beruflicher Erfolg
  • Sich seine Zeit frei einteilen können
  • Gesund bleiben
  • Die Welt bereisen können
  • Finanzielle Freiheit besitzen
  • ...

Die Liste ist lang und die Reihenfolge jedes Mal anders. Allerdings - und das sagen auch ziemlich viele - kommt es gar nicht immer auf die großen Dinge im Leben an. Glücklich leben kann man auch schon mit ganz wenig, vor allem mit den kleinen Dingen, die (im wörtlichen Sinn) unbezahlbar sind: eine Umarmung, ein freundliches Wort, den Sonnauf- oder Sonnenuntergang oder nur den Moment genießen - all das kann schon das eigene Glücksempfinden enorm steigern.

Gleichzeitig ist Glücklichsein kein Zustand, den man nur in einem endgültigen Punkt erreicht. Wer so denkt, jagt dem Glück ewig hinterher und verstärkt nur seine Unzufriedenheit. Glücklich zu leben ist vielmehr eine Attitüde, eine Einstellungssache und Entscheidung, die das eigene Denken massiv verändert.

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Glück im Job: Was die Deutschen happy macht

Glück im Job - das hängt von vielen Faktoren ab. Aber sind uns nette Kollegen wirklich wichtiger als ein dickes Gehalt? Der "Glücksatlas" der Deutschen Post hat sich unter anderem dieser Frage gewidmet. Die wichtigste Aussage: Die Deutschen sind mit ihrem Job in der Mehrheit (69 Prozent) ganz zufrieden. Aber es gibt sie, die kleinen Unterschiede - sowohl zwischen den Generationen als auch zwischen den Regionen. So sind Düsseldorfer glücklicher als Kölner, Badener zufriedener als Schwaben. Den größten Anteil am Jobglück haben aber diese Faktoren...

  • "Eine Arbeit, die mich ganz erfüllt"

    Das war den Befragten am wichtigsten, obwohl jeder etwas anderes darunter verstehen dürfte. Und wie es scheint, hat der Großteil tatsächlich einen erfüllenden Job: 80 Prozent sagen, dieser Punkt treffe an ihrem Arbeitsplatz "voll" oder "eher" zu.

  • "Anerkennung der eigenen Leistung"

    Das ist den Deutschen fast genauso wichtig, den jüngeren Jahrgängen (ab 1980) noch etwas mehr als den älteren. Auch hier sagen insgesamt 81 Prozent, dass ihre Leistung am Arbeitsplatz sehr wohl anerkannt werde - ein erstaunlich hoher Wert.

  • "Gutes Verhältnis zum Vorgesetzten"

    Bei den älteren Arbeitnehmern (1948 bis 1979) auf Platz drei der Prioritäten, bei der jüngeren Generation dagegen nur auf Platz vier. Der Generation Y ist die Verwirklichung eigener Ideen wichtiger. Insgesamt sagen 81 Prozent, dass Wunsch und Realität übereinstimmen und sie ein gutes Verhältnis zum Vorgesetzten haben.

  • "Verwirklichung eigener Ideen"

    Obwohl vor allem Jüngere (geistigen) Freiraum schätzen, sieht die Realität in diesem Punkt nicht ganz so rosig aus. 67 Prozent sagen, dass sie eigene Ideen im Büro verwirklichen können - im Vergleich ein sehr schwacher Wert.

  • "Abwechslungsreiche Tätigkeiten"

    Kaum jemand steht heute noch in der Fabrik und macht acht Stunden am Stück den gleichen Handgriff. Daher bestätigen auch 87 Prozent, dass sie bei der Arbeit abwechslungsreiche Tätigkeiten verrichten. Das ist besonders den Jüngeren wichtig, die älteren Arbeitnehmer räumen diesem Punkt hingegen nur eine "mittlere" Relevanz ein.

  • "Hohes Einkommen"

    Geld ist für die Zufriedenheit offenbar gar nicht so wichtig - einem hohen Einkommen wird von den Deutschen nur eine mittelgroße Bedeutung zugesprochen. Umso besser, denn der Aussage, dass sie ein hohes Einkommen beziehen, stimmen lediglich 15 Prozent der Befragten "voll" zu - der Minimalwert. Weitere 38 Prozent sagten, dass treffe "eher" zu. Macht zusammen 53 Prozent, die mit ihrem Gehalt mehr oder weniger zufrieden sind. Vielleicht aber war vielen Befragten auch einfach nur peinlich, Geld zur Priorität zu erklären. Dafür spricht: Ein höheres Gehalt ist gleichzeitig Beweggrund Nummer 1 für einen Jobwechsel.

  • "Führungsfunktion"

    Von Führungsverantwortung träumt kaum noch jemand. Dieser Faktor ist den Befragten am unwichtigsten. Interessant aber: Bei den Älteren ist das Statusdenken noch ein Stück stärker ausgeprägt, ihnen ist eine Führungsfunktion deutlich wichtiger als den Jüngeren.

  • Ohnehin sagen nur 40 Prozent, dass ihnen Karriere wichtig ist. 60 Prozent ist es weniger wichtig, im Beruf möglichst weit nach oben zu kommen. Und was würden Sie für den nächsten Karriereschritt tun? Auf diese Frage antwortete der größte Teil mit "Am Wochenende arbeiten" (60 Prozent).

    In eine andere Stadt ziehen würden 44 Prozent, längere tägliche Arbeitszeiten in Kauf nehmen 41 Prozent. Für den nächsten Karriereschritt in ein anderes Land ziehen, das können sich immerhin 33 Prozent vorstellen.

Glücklich leben: Die Einstellungen glücklicher Menschen

Wenn das Glücklichsein schon keiner eindeutigen Definition folgt, so lässt sich doch zumindest von Vorbildern lernen, vor allem von jenen Menschen, die das Glück (für sich) schon gefunden haben. Und in der Tat gibt es bei ihnen ein paar bemerkenswerte Gemeinsamkeiten im Denken und Handeln:

  1. Alles ist möglich.

    Wer die Einstellung Das schaffe ich nie! vertritt, setzt sich selbst Grenzen und steht damit auch seinem eigenen Glück im Weg. Glückliche Menschen sind sich hingegen sicher, dass es in Ihrer Macht steht, alles zu erreichen, was Sie sich vornehmen. Gleichzeitig streben Sie nach etwas - besitzen also eigene (!) Ziele, die sie verfolgen. Wer sich mit seiner Situation schon abgefunden hat, verspürt keinen Antrieb mehr, erreicht auch nichts mehr und wird zwangsläufig unglücklich.

    Zusammengefasst bedeutet das: Glückliche Menschen haben Ziele und auch das Selbstbewusstsein, diese erreichen zu können. Das wiederum führt zu mehr Selbstwertgefühl und macht sie glücklicher.

  2. Optimismus bringt weiter.

    Wer erwartet, dass ihm etwas Positives widerfährt, steigert damit seine Chancen, dass ein solches Ereignis tatsächlich eintritt. Dieser Effekt der selbsterfüllenden Prophezeiung kann große Auswirkungen auf das eigene Glücksempfinden haben, denn so entsteht eine Aufwärtsspirale. Indem diese Menschen zuversichtlich und mit realistischem (!) Optimismus in die Zukunft blicken, tragen Sie bereits dazu bei, dass diese Annahmen wahr werden. Wer dagegen immer nur das Negative sieht, auf Hindernisse und Probleme fokussiert, wird durch sie auch blockiert und hat es zunehmend schwerer, aus diesem Kreislauf irgendwann wieder auszubrechen.

  3. Zeit ist wertvoll.

    Die meisten Menschen gehen mit vielen Dingen sorgsam um: mit ihrem Besitz, mit Geld, mit persönlichen Beziehungen (hoffentlich) auch. Dabei wird jedoch übersehen, dass auch unsere Zeit eine wertvolle Ressource ist, mit der manche geradezu verschwenderisch umgehen. Dabei kann es ein tiefes Gefühl von Glück erzeugen, seine Lebenszeit mit den richtigen Dingen oder den richtigen Menschen verbracht zu haben. Carpe diem - nutze den Tag! Das ist nicht nur ein altes Zitat und Sprichwort - das Motto ist auch ein Schlüssel zum Glück, den Glückliche täglich nutzen. Sie versuchen jeden Tag das Beste aus ihrem Leben zu machen - ganz bewusst.

  4. Veränderungen sind gut.

    Jeder macht es sich gerne in seiner Komfortzone bequem. Das vermittelt uns das Gefühl von Sicherheit und Vorhersehbarkeit. Glückliche Menschen verstehen jedoch, dass Veränderungen ein wichtiger Teil des Lebens sind und zur eigenen Entwicklung unentbehrlich sind. Statt diese mit Angst zu erwarten, suchen und erkennen Sie die positiven Seiten im Wandel: Es erwartet Sie ein neuer, aufregender oder vielleicht inspirierender Abschnitt Ihres Lebens. Und selbst aus Schaden wird man immer noch klug. Wer es schafft, die Angst vor Veränderung zu überwinden, sieht glücklicher in die Zukunft.

  5. Geld ist nicht alles.

    Nur allzu oft wird der Begriff Glück - fälschlicherweise - mit materiellen Dingen gleichgesetzt: Wie hoch ist mein Gehalt? Wie groß und schnell mein Auto? Wie viele Badezimmer hat das neue Haus? Doch Geld allein macht nicht glücklich. Natürlich bedarf es - laut der Maslowschen Bedürfnispyramide - einer finanziellen Basis, um überhaupt die eigene Existenz zu sichern. Aber der Gedanke - mehr Geld gleich mehr Glück - ist falsch. Bereits 1974 konnte der Wirtschaftswissenschaftler Richard Easterlin zeigen, dass ein höheres Einkommen ab einer bestimmten Grenze nicht automatisch zu einem Anstieg der Zufriedenheit führt.

  6. Vergleiche schaden nur.

    Keine Frage, Neid kann ein Motor sein. Doch meistens führen solche Vergleiche nur ins Unglück. Sogenannter depressiver Neid ist besonders lähmend und schädlich für das eigene Selbstwertgefühl. Von dem Gedanken besessen, nicht im Stande zu sein, das zu erreichen, was andere haben, ziehen diese Menschen totunglücklich durchs Leben. Die Objektivität ist ihnen verloren gegangen. Erfolge der anderen werden durch ein Vergrößerungsglas betrachtet. Der krankhafte Vergleich mit seinen Mitmenschen bestimmt das eigene Leben. Glückliche Menschen machen Sie frei davon und zelebrieren das Gönnen können.

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  7. Man kann es nicht jedem recht machen.

    Jeder, der schon einmal versucht hat, es seinem Umfeld recht zu machen, weiß das: Man scheitert damit. Es ist unmöglich sich so zu verbiegen, dass jeder andere damit zufrieden ist. Was aber schlimmer ist: Das eigene Glück leidet darunter. Das soll kein Appell für mehr Egoismus sein. Aber die eigenen Bedürfnisse zu kennen und diese zu respektieren, sorgt für ein glücklicheres Leben.

    Der Vater, der Sohn und der Esel

    Der deutsche Dichter und Theologe Johann Peter Hebel (1760-1826) erzählt die Geschichte von einem Vater, der seinem Sohn die Torheit der Welt zeigen will. Er führt dazu einen Esel aus dem Stall und alle drei wandern in das erste Dorf. Die dortigen Bauern verspotten das Trio und rufen: "Seht doch, diese Narren! Haben einen Esel und keiner sitzt drauf."

    Kaum haben sie das Dorf verlassen, setzt sich der Vater auf den Esel, und der Sohn führt beide in das zweite Dorf. Wieder spotten die Bauern: "Was für ein Gespann! Der Alte reitet und der arme Junge muss laufen."

    Kurz hinter dem Dorf tauschen Vater und Sohn die Rollen. Nun reitet der Junge ins dritte Dorf. Auch hier kommen die Bauern zusammen und schimpfen: "Es ist nicht recht, dass der Alte laufen muss. Der Junge hat die kräftigeren Beine – soll er doch zu Fuß gehen!" Auch dieses Dorf lassen sie hinter sich.

    Nun setzen sich beide auf den Esel – der Vater vorn, der Junge dahinter. So reiten sie gemeinsam in die vierte Siedlung, und man ahnt es längst: Auch hier finden die Bauern Anstoß an den Gefährten: "Pfui, ihr Tierquäler", rufen sie. "Ihr wollt wohl das arme Tier zu Tode reiten? Man sollte einen Stock nehmen und beide herunterschlagen!"

    Da erreichen beide schließlich das fünfte Dorf. Noch vor dem Eingang binden sie die Beine des Esels zusammen, fädeln sie durch eine Stange und tragen so den Esel auf ihren Schultern durch den Ort. Als die Leute das sehen, verhöhnen sie Vater und Sohn und jagen alle drei mit Steinwürfen aus dem Dorf.

    Die Versuchung ist manchmal groß, einzuknicken, nachzugeben, um nicht für sich zu kämpfen zu müssen. Aber Respekt, Anerkennung und Glück resultieren nicht aus dem Grad, wie sehr man sich verbiegen kann, sondern wie sehr man sich selbst treu bleibt.

  8. In der Ruhe liegt die Kraft.

    Stress, Hektik und Aktionismus gehören leider oft zum Alltag. Auf der Arbeit kann es nicht schnell genug gehen und auch im Privatleben wartet eine ellenlange To-Do-Liste. Glücklich macht der Zeitdruck aber sicher nicht. Glückliche Menschen lassen sich davon wenig beirren. Sie finden ihren eigenen Rhythmus und pflegen ihn. Dazu gehört zum Beispiel auch, immer wieder Ruhepausen einzulegen, um neue Kraft zu tanken. Aber auch sich in Geduld zu üben, ist ein wesentlicher Schritt, Tempo rauszunehmen. Nicht alles, was man sich erhofft, kommt in Rekordzeit. Diese Erwartungshaltung führt regelmäßig zu Frust und schlechter Laune. Wer sich dagegen ganz bewusst entspannt und geduldig bleibt, wird nicht nur mehr Lebensbalance finden, sondern sich auch glücklicher fühlen.

  9. Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.

    Dass nicht jeder Versuch auf Anhieb den gewünschten Erfolg bringt, ist wohl jedem klar. In Serie aber können Rückschläge durchaus frustrieren und uns verzweifeln lassen. Genau an diesem Punkt aber scheiden sich die Geister: Die einen reagieren darauf mit Wut und suchen Schuldige für ihr Scheitern. Die anderen reagieren darauf mit Resilienz - sie überwinden die Niederlagen, lernen daraus und machen es beim nächsten Mal besser. Im Englischen spricht man davon auch als fail forward - sinngemäß: Fehler machen, um voranzukommen. Und eben diese Attitüde pflegen auch glückliche Menschen: Selbst wenn es an der einen Stelle nicht weitergeht, sehen Sie die Tür und Möglichkeit, die sich an anderer Stelle öffnet und bietet.

  10. Dankbarkeit - auch für kleine Dinge.

    In vielen Köpfen herrscht eine Mentalität der Superlative: höher, schneller, weiter. Nur das "Mehr" ist dann noch erstrebenswert. Doch verlieren viele so aus den Augen, was sie bereits alles erreicht haben und wie glücklich sie bereits sein könnten. Glückliche Menschen dagegen schaffen es, Dankbarkeit auch für kleine Dinge zu empfinden. Das kann ein gemütlicher Abend mit der Familie oder auch nur eine Tasse Tee mit einem guten Buch sein. Erinnern Sie sich deshalb regelmäßig daran, dankbar zu sein. Jeder Mensch hat etwas, das seine Dankbarkeit verdient. Gesundheit, Familie, Beruf oder auch gute Freunde - gerade in schwierigen Zeiten kann es dem persönlichen Glück wieder auf die Sprünge helfen, wenn Sie sich daran erinnern, dass eben nicht alles nur schlecht ist.

  11. Lächeln Sie so oft Sie können

    Es ist ein besonders einfacher, aber unglaublich effektiver Weg, für ein glückliches Leben. Egal, ob Sie einen guten Grund dafür haben oder einfach nur für sich selbst grinsen: Ein Lächeln sagt Ihrem Gehirn, dass Sie glücklich sind und sofort werden Glückshormone ausgeschüttet. Der zweite Effekt: Auch andere Menschen werden glücklicher, wenn sie einem lächelnden Menschen begegnen. Für ein bisschen mehr Glück für Sie selbst und Ihr Umfeld gilt deshalb: Lächeln Sie, wann immer Sie können.

Anleitung zum Unglücklichsein: Was Unglückliche falsch machen

Was glücklich macht, fragen sich Forscher und Philosophen bereits seit Jahrhunderten. Doch mindestens ebenso interessant ist die andere Seite der Medaille: Was macht eigentlich unglücklich? Zum Einen ist es das genaue Gegenteil der oben schon genannten Punkte. Wir haben aber noch ein paar weitere Parallelen bei unglücklichen Menschen gefunden:

  1. Sie brauchen ständig die Bestätigung von anderen.

    Wer etwas tut, nur um dafür Applaus einzuheimsen, macht sich abhängig von der Bestätigung der anderen. Etwas ist nur gut und gelungen, weil jemand anderes gesagt hat, dass es so ist. Bleibt diese Bestätigung aus, sinkt das Selbstvertrauen. Hält man sich jedoch selbst für einen wertvollen Menschen, geht man ausgeglichener und glücklicher durchs Leben.

  2. Sie müssen immer die Kontrolle haben.

    Eines der menschlichen Grundbedürfnisse ist das Bedürfnis nach Sicherheit. Manche aber übertreiben es damit und versuchen krampfhaft, jedes Detail in Ihrem Leben zu kontrollieren. Damit hoffen Sie, Niederlagen und Rückschläge zu minimieren. Doch leider funktioniert das nicht. Von John Lennon stammt das schöne Zitat "Life is what happens while you are busy making other plans." Wer sich zu sehr an seine Pläne klammert, wird unglücklich, wenn sich die Dinge ändern und kann sich auf Veränderungen nicht einstellen.

  3. Sie sehen nur das Negative.

    Das ist die Spezialität der Schwarzseher: In allem sehen sie das Negative. Über alles und jeden wird genörgelt. Kommen sie morgens in den Stau, war das von vornherein klar. Warum dann nicht eher aufstehen oder einen anderen Weg wählen? Natürlich hat jeder mal schlechte Laune, doch wer sich darauf versteift, zieht bald auch andere runter. Oder anders formuliert: Wer das Glück sucht, sollte negative Menschen meiden.

  4. Sie hängen in der Vergangenheit fest.

    Die Frage Was wäre wenn? kann zu einer quälenden Last werden. Was wäre, wenn... ich keine Absage bekommen hätte? Was wäre, wenn... ich nicht gekündigt worden wäre? Darüber nachzudenken, welche Gründe es für eine Niederlage gegeben hat, ist sinnvoll, um aus möglichen Fehlern zu lernen. Doch danach muss das Grübeln aufhören. Sonst findet man nicht den Mut, etwas Neues zu versuchen. Unglückliche stecken viel zu stark in der Vergangenheit und fragen nach dem "Warum (ich)?"; Glückliche dagegen suchen Chancen und fragen: "Wozu?".

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