Nachdem ich mich nun gestern durch die zahlreichen Google+ Einladungen gewühlt habe (Danke übrigens!), habe ich die jüngste Entwicklung aus Mountain View mal ausprobiert. Keine Frage, die Anmeldung ist kinderleicht, erst recht wenn man schon ein gut bestücktes Google-Konto besitzt. Damit lassen sich dann auch in Nullkommanix erste Zirkel anlegen – die Vorschläge dazu stammen überwiegend aus dem E-Mail-Adressbuch. Schön auch, dass man gleich sieht, wer einen bereits zu irgendeinem Zirkel addiert hat (wenngleich auch unbekannt bleibt, wie dieser Zirkel heißt – könnte ja auch ein Minus sein).

Die Idee zu Google+ ist an sich richtig – und ohne Frage auch ein Schuss in Richtung Facebook: Mithilfe der Zirkel sollen sich die Nutzer gegenseitig Internet-Artikel empfehlen und weiterleiten. Chatten und Videotelefonie sind damit ebenfalls möglich. Im Grunde nicht schlecht, denn so lassen sich auch einzelne (Projekt-)Teams innerhalb von Unternehmen zu neuen Zirkeln zusammenbinden.

Aber: Das alles gibt es längst. Auch auf Facebook ist es möglich, Freunde in Listen mit unterschiedlichen Zugriffsrechten zu verwalten, ebenso lassen sich dort sogenannte Gruppen bilden. Die können sogar geheim bleiben oder nur Mitgliedern per Einladung vorbehalten. So oder so: Warum man jetzt ausgerechnet auch noch Googles neues Plus nutzen sollte, wo doch schon 700 Millionen Menschen auf Facebook weilen, wird nicht ganz klar. Oder kurz gesagt: Es fehlt der echte Mehrwert.

Aber das ist mein erster Eindruck, meine Meinung. Vielleicht sehen Sie das anders – dann würde ich mich über eine Einschätzung per Kommentar freuen! Oder über Ihre Stimme bei der folgenden Blitzumfrage…

Das sagt Google selbst über sein Plus-Dings