CommunityManagerSocialNetworkingNetzwerkDass Beziehungen nur dem schaden, der keine hat, dürfte sich herumgesprochen haben. Nicht zuletzt verbirgt sich dahinter eine der Triebkräfte, warum virtuelle Netzwerke wie Xing, Linkedin oder Facebook weiterhin regen Zulauf verzeichnen. Ich unterstelle sogar, dass jeder von uns aus dem Stegreif ein paar Namen von Leuten nennen kann, mit denen er regelmäßig essen geht oder die sich mit ihm regelmäßig zum Essen verabreden möchten. Das ist schon mal gut. Aber die entscheidende Frage für die Qualität eines persönlichen Netzwerks stellte mir kürzlich ein Freund:

Wen könntest du nachts um 2 Uhr anrufen?

Die Frage klingt nur trivial. Tatsächlich geht es dabei um mehr als die Mutmaßung, wen man wohl mitten in der Nacht aus dem Tiefschlaf schellen und mit seinen Problemen belämmern darf. Es geht darum: Auf wen kannst du wirklich-wirklich zählen, wenn es drauf ankommt? Und ich vermute mal: Trotz 200 Xing-Kontakten, über 400 Twitter-Verfolgern und wer weiß wie vielen Visitenkarten in der Datenbank – das tragfähige Netz dürfte dann doch recht überschaubar ausfallen. Oder würden Sie gerne von mir nachts um 2 Uhr angerufen werden? Eben.